Mehr Sportwagen - Bentley: Die Gründe für den GT3-Einstieg

Le Mans ist zu voll

Bentley-Motorsportchef Brian Gush erklärt die Beweggründe der Luxusmarke, einen GT3-Boliden auf die Beine zu stellen und warum Le Mans keinen Sinn macht.
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Motorsport-Magazin.com - Mit Bentley steigt dieses Jahr ein weiterer Premiumhersteller in die derzeit boomende GT3-Kategorie ein. Mit dem umgebauten Continental GT feiert die Luxusmarke ihre Rückkehr in den Motorsport. Bentley-Motorsportchef Brian Gush sprach nun über die Gründe, warum das Unternehmen ausgerechnet in den GT3-Sport einsteigt. "Nach unserem Sieg in Le Mans 2003 wollten wir uns auf Straßenwagen konzentrieren", so Gush gegenüber Autosport. "Dann entschieden wir, dass es an der Zeit war, in den Motorsport zurückzukehren - und zwar so, wie es Bentley ursprünglich machte: Mit Kundenautos und straßenbasierten Wagen."

Im GT3-Klassement sieht Bentley die derzeit beste Möglichkeit, den gut betuchten Kunden das volle Programm bieten zu können. "Unsere Kunden wollten uns wieder auf der Strecke sehen", sagte Gush. "Außerdem gibt es viele Enthusiasten, die das Auto selber fahren wollen." Die GT3 biete sich in diesem Fall an. Die so genannten Gentleman Driver respektive Amateur-Rennfahrer könnten laut Gush einen GT-Boliden für die Straße kaufen und gleichzeitig das Modell auf der Rennstrecke nutzen.

Eine Rückkehr nach Le Mans stand bei Bentley nicht zur Debatte. Zum einen sprachen die Kostengründe dagegen und zu anderen der Fakt, dass 2014 mit Audi und Porsche bereits zwei Mitglieder der VW-Gruppe an der Sarthe starten. "Wir sind eine große Familie und zwei unserer 'Cousins' sind bereits im LMP1-Klassement unterwegs", erklärte Gush. "Wenn Bentley auch noch in die LMP1 einsteigen würde, wäre das etwas zu viel. Wegen der neuen Regeln ist es auch eine Kostenfrage. Wir wären gern in der LMP1, aber ich denke, dass der GT-Sport für unser Comeback der richtige Platz ist."

Bentleys Angriff auf den GT-Sport: (2:00 Min.)

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