Fr, 03.07.2009

Formel 1 - Modifizierter Doppeldiffusor bei BMW Sauber

Formanstieg erwartet

BMW Sauber möchte beim Heimrennen am Nürburgring mit Vollgas in Richtung Spitze fahren. Der Weg ist jedoch lang.
BMW Sauber erhält neue Teile für den Deutschland GP.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - Bei BMW Sauber hatte man sich die Saison 2009 anders vorgestellt. "Vor dem Großen Preis von Deutschland können wir mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden sein", bilanziert Mario Theissen. "Obwohl die Saison für uns bisher nicht sehr gut verlaufen ist, werden am Nürburgring viele Fans sein, die uns die Daumen drücken", weiß Robert Kubica. "Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um eine starke Leistung zu zeigen und ein gutes Resultat einzufahren."

Nach dem schwachen Auftritt in Silverstone ist das laut Willy Rampf auch nötig. "Wir haben etwas gutzumachen", kündigt der Technikchef an. "Wir bringen am Nürburgring eine modifizierte Version des Doppel-Diffusors an den Start, und wir haben auch Verbesserungen im Bereich der Mechanik umgesetzt." Aber die technischen Neuerungen sind nicht alleine ausschlaggebend. "Viel wird zweifellos davon abhängen, wie es uns gelingt, die Reifen zum Arbeiten zu bringen."

Wir bringen am Nürburgring eine modifizierte Version des Doppel-Diffusors an den Start, und wir haben auch Verbesserungen im Bereich der Mechanik umgesetzt.
Willy Rampf

Das Team ist laut Theissen fest entschlossen, das Tief zu überwinden und sich wieder kontinuierlich zu steigern. "Ich erwarte einen Formanstieg", kündigt der Motorsportdirektor an. "Es ist zwar nicht einfach, ohne Testmöglichkeit einen Rückstand wett zu machen, dennoch ist das unser Ziel."

Kubica bleibt dennoch zurückhaltend. "Ich muss gestehen, dass die Strecke selbst nicht zu meinen Lieblingskursen gehört", betont der Pole. "Aber es gibt sehr unterschiedliche Kurven und auch die Chance zum Überholen. Am besten geht das in der ersten Kurve, wo man unterschiedliche Linien fahren kann. Ich gehe deshalb davon aus, dass wir am Nürburgring wieder mehr Überholmanöver sehen und ein spannendes Rennen erleben werden."

Für Nick Heidfeld ist das Heimrennen etwas ganz Besonderes, hier lernte er Fahrradfahren, hier fuhr er mit einem F1-Boliden über die legendäre Nordschleife. All das würde er nun gerne gegen ein gutes Ergebnis eintauschen. "Die Halbzeitbilanz sieht bei uns natürlich alles andere als positiv aus", gesteht er. "Vor allem gemessen daran, was wir uns vor der Saison vorgenommen hatten. Aber ich hoffe natürlich, dass wir uns noch steigern, daran arbeiten alle im Team."

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7 Leser-Kommentare
am 05. Juli um 20:26 Uhr
DennisNbg: @GM-F1
Ich denke auch bei McLaren entwicklet man noch am aktuellen Auto. Nur eben nicht mehr mit voller Kraft. Selbst wenn sowohl BMW als auch McLaren nichts mehr mit dem WM-Titel zu tun haben geht es für beider sehr wohl um die Platzierung in der Konstrukteurs-WM. Davon hängt ab wieviel Geld man von Bernie bekommt und das ist natürlich jedem Team wichtig.
am 05. Juli um 02:02 Uhr
Kubicachampion: warum......
quatscht BMW soviel.
am 03. Juli um 19:15 Uhr
GM-F1:
Vielleicht täte BMW gut daran, das gleiche wie McL zu machen: nur noch das Nötigste ins aktuelle Auto investieren und sich lieber der 2010er Entwicklung widmen. Selbst mit Verbesserungen erreichen sie dieses Jahr nichts mehr, was die WM beeinflussen könnte.
am 03. Juli um 16:33 Uhr
Strietzel: Bin mir nicht sicher, aber
ich sehe eher im Aero- und Mechanikbereich große Schwächen! Der Frontflügel ist viel zu klotzig, zu eckig, auch die Endplatten haben nichts vergleichbares mit den Formen der führenden Teams. Die Seitenkästen sind viel zu schwach tailliert, generieren deswegen auch zu wenig Downforce, bzw. Luftbeschleunigung seitlich um das Auto. Über die Nase, vor allem die erste, will ich gar keine Worte mehr verlieren, außer: 3.Klasse Grundschule Werken mit Holz....) Und ob es eine gute Wahl war, die Hinterachse im FIZ konstruieren zu lassen, bezweifle ich sehr, da decken sich doch schon die Synapsen-Parameter der Ingenieurshirne nicht mit den Rennparametern der F1! Mario muss schnellstens diesen Verantwortungsbereich neu besetzen, es fehlt einfach ein Drahtzieher im Technikbereich bei BMW Sauber, der in der F1 schon Erfolge nachweisen kann. Ansonsten bleibt nur die Hoffnung, dass aus all den Fehlern für nächstes Jahr gelernt wird und auch ein Risiko eingegangen wird. Keep Racing
am 03. Juli um 14:53 Uhr
Formulaone:
Also die letzten beiden Male als BMW größere Veränderungen brachte, fuhr man zumindest aus eigener Kraft in die Punkte, in Istanbul und Barcelona. Ich hoffe das gelingt ihnen auch am Nürburgring. Ich denke der BMW ist aerodynamisch ein ganz gutes Auto, aber des scheint am mechanischen Grip zu mangeln und so bekommt man die Reifen nicht richtig zum arbeiten. Quasi das gegensätzliche Problem zu dem, was McLaren hat. BMW sollte wohl hoffen, dass das Wetter so heiss bleibt wie es zur Zeit ist. Oder auf Regen. Kühle Temperaturen und Trockenheit wie in Silverstone sind Gift für den BMW.
am 03. Juli um 13:55 Uhr
DennisNbg: @QuickPauki
Dem kann ich nur zustimmen. Das Testverbot macht somit die Spannung fast zunichte. Ich hoffe man schafft das ab.
am 03. Juli um 13:42 Uhr
Panic: Dieses Jahr
ist es so schwer wie nie einen Rückstand aufzuholen wegen dem Testverbot.Ich hoffe zwar für Nick und Robert dass ihr Auto besser wird aber an die Spitze wird es BMW dieses Jahr wohl nicht mehr schaffen.Für Renault und McLaren siehts aber auch nicht besser aus.Respekt vor Ferrari die sogar mit KERS langsam wieder nach vorne kommen.Da darf man evtl noch Siege erwarten.