Formel 1 - Hülkenberg: Spektakuläres Manöver gegen Alonso

Dreikampf sorgt für Stimmung

Nico Hülkenberg verpasst im ersten Rennen für Renault die Punkte. Für ein Highlight sorgt er aber dennoch. Für die weitere Saison ist ihm nicht bange.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Hülkenberg hat seine ersten Punkte für Renault verpasst. Beim Saisonauftakt in Melbourne musste er sich am Ende mit dem elften Platz zufrieden geben. Vorentscheidend für den weiteren Rennverlauf war dabei bereits die erste Runde. Bei einem versuchten Angriff auf Daniil Kvyat wurde Hülkenberg abgedrängt und verlor eine Position an Fernando Alonso. Hinter dem McLaren des Spaniers hing Hülkenberg in der Folge fast das gesamte Rennen zurück.

Obwohl ich viel schneller war, kam ich nicht vorbei.
Nico Hülkenberg über Fernando Alonso

"Ich konnte nichts gegen ihn machen. Obwohl ich viel schneller war, kam ich nicht vorbei", erklärte Hülkenberg. Auch beim Boxenstopp kam er nicht an Alonso vorbei, stattdessen verlor er eine Position an Esteban Ocon, der bereits eine Runde zuvor frische Reifen geholt hatte. Um doch noch etwas anderes zu versuchen, ging Hülkenberg ein zweites Mal an die Box und holte sich einen weiteren Satz Ultrasofts. Mit diesem holte er dann sukzessive auf. "Ich hatte einen tollen letzten Stint mit den Ultrasofts, das Auto lief besser und besser", so der 29-Jährige.

Mit großen Schritten näherte er sich Ocon und Alonso, in Runde 51 kam es zum Dreikampf auf der Start- und Zielgeraden. Nebeneinander aufgereiht gingen der Force-India-Pilot und Hülkenberg an Alonso vorbei. "Das hat ein bisschen Adrenalin freigesetzt", meinte er auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. Doch zu mehr sollte es für den Renault-Neuling nicht mehr reichen. Während Ocon seinen ersten Punkt in der Formel 1 holte, musste sich Hülkenberg mit Platz elf begnügen.

Gegen Esteban Ocon zog Hülkenberg den Kürzeren - Foto: Sutton

Insgesamt also ein durchwachsener Auftakt für Renault, Jolyon Palmer war komplett unter ferner Liefen unterwegs. Dennoch sieht Hülkenberg Renault auf einem guten Weg. "Wir rennen immer noch dem Rundenrückstand der Testfahrten hinterher. Das war mein erster Long Run hier", stellt er die Problematik dar. "Wir hoffen, dass wir mit dem Setup noch etwas finden für die kommenden Rennen und uns verbessern."

Hülkenberg: Entwicklungsrennen hat begonnen

In diesem Jahr hatte Renault eigentlich Platz fünf in der Konstrukteurs-WM als Ziel ausgegeben. Sechs andere Teams konnten in Australien aber bereits punkten, wodurch Renault gezwungen ist, nachzulegen. An finanziellen Ressourcen oder Manpower wird es dem Werksteam aber nicht mangeln. Und so hält es Hülkenberg sogar für möglich, dass Renault am Saisonende über das viertbeste Chassis verfügt.

"Ich denke es ist möglich. Das Rennen zwischen den Teams hat jetzt begonnen", so der Deutsche. "Ich denke das ist möglich, aber wir müssen bei der Entwicklung die richtigen Schritte gehen, die richtigen Teile bringen, die richtigen Werkzeuge nutzen. Es ist ein langer Weg, aber ich würde nicht sagen, dass es unmöglich ist", zeigt er sich selbstbewusst.


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