Formel 1 - Belgien GP: Die Stimmen zum Samstag

Das Wetter macht den Unterschied

Wer wünscht sich Regen, wer hätte es lieber trocken? Wir haben die Stimmen der Fahrer nach dem Qualifying zum Grand Prix von Belgien gesammelt.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Rosberg: Es freut mich total, hier auf dieser Strecke bei diesen Bedingungen auf Platz eins zu stehen. Es ist cool gelaufen. Insgesamt bin ich sehr glücklich und zufrieden. Die Ingenieure haben ein super Fein-Tuning gefunden und ich habe das Beste aus dem Wagen herausgeholt und gepusht. Es war nicht ganz so schwierig wie bei anderen Gelegenheiten". Hier ist das Wetter selten gleichmäßig, meist ändert es sich total. Aber natürlich ist es immer eine Herausforderung, auf dieser Strecke im Nassen zu fahren.

Lewis Hamilton: Es macht zwar mehr Spaß, wenn es trocken ist, aber es war eine Riesenherausforderung. Die Bedingungen waren ganz okay heute. Ich hatte ein Problem mit meiner Bremse vorne links. Das Auto zog deshalb nach links, da konnte ich nichts machen, um das zu korrigieren. Daher musste ich den Bremspunkt weiter nach vorn verlegen, das hat mir deutlich geschadet.

Sebastian Vettel: Gestern war es eine ganz andere Geschichte. Heute haben wir viel mehr Runden gefahren und der Regen hat uns geholfen, bei trockenen Bedingungen wären wir niemals so weit vorne gelandet. Es war also ein guter Tag für uns und morgen im Rennen sollten wir im Vergleich zu den Mercedes noch etwas konkurrenzfähiger sein.

Alonso schielt in Richtung Podium - Foto: Sutton

Fernando Alonso: Das war eine positive Überraschung. Jetzt müssen wir abwarten, wie es morgen läuft, aber wir können sicher ein paar gute Punkte holen. Ich bin vor den Williams und eine Sekunde vor meinem Teamkollegen, der hier schon vier Mal gewonnen hat. Das war für mich also bisher ein perfektes Wochenende. Ich glaube sogar, dass das Podium möglich ist, mit dem vierten Startplatz sind wir dafür in einer guten Position.

Daniel Ricciardo: Ich hatte eine Schrecksekunde in Blanchimont, im Nassen ist das eine sehr schwierige Kurve. Man muss da immer ein wenig lupfen oder auf die Bremse treten und in meiner letzten Runde habe ich einfach zu viel gewollt. Das hat mich letztlich etwas zeit gekostet, aber bei solchen Bedingungen fährt man nie eine perfekte Runde. Spa ist einzigartig, weil die Strecke so lang ist und manche Abschnitte trockener sind als andere. Da wird jede einzelne Runde zum Abenteuer.

Valtteri Bottas: Im letzten Training bin ich auf Platz eins gefahren. Das hat gezeigt, wie stark unser Auto im Trockenen ist. Leider haben die Bedingungen den anderen Teams erlaubt aufzuschließen, daher sind wir nicht so weit vorne gelandet wie wir eigentlich könnten. Leider habe ich auf meiner Aufwärmrunde die Reifentemperatur im Verkehr verloren, daher lief es im letzten Run nicht mehr so gut. Letztlich konnten wir unsere Leistung im Nassen aber immer weiter verbessern und Platz sechs ist immer noch eine gute Position in der Startaufstellung. Von dort haben wir eine Chance gegen Ferrari und Red Bull.

Kevin Magnussen liebt Spa - Foto: Sutton

Kevin Magnussen: Ich hätte es beinahe nicht in Q3 geschafft, weil ich mir meine Reifen bei meiner ersten Runde ruiniert habe und an beiden Vorderreifen große Bremsplatten hatte. In Q3 ist mir dann eine gute Runde gelungen, auch wenn Platz sieben vielleicht nicht das perfekte Resultat ist. Ich kann gar nicht sagen, wie gerne ich auf dieser Strecke fahre. Es macht wirklich Spaß, hoffentlich können wir morgen auch ein gutes Resultat einfahren und viele Punkte holen.

Kimi Räikkönen: Das war schon okay. Leider wurde ich in der Outlap aufgehalten und habe mir dann auf der letzten Runde mit den zu kalten Reifen ein paar kleine Fehler erlaubt. Ich bin viel gerutscht, aber letztlich war es nicht so schlecht. Immer nassen ist es ja immer etwas schwieriger, aber es war okay. Im rennen wird das Wetter vieles entscheiden und hier kann sich das Wetter sehr schnell ändern, wir müssen also die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit treffen.

Felipe Massa: Der Regen hat es nicht einfacher gemacht und hat verhindert, dass wir unsere wahre Geschwindigkeit zeigen können. In Q1 und Q2 sah es noch ganz gut auf, leider hatte ich vor meiner schnellen Runde in Q3 viel Verkehr und konnte meine Reifen nicht ordentlich aufwärmen. Obwohl die Strecke abtrocknete und schneller wurde, war ich langsamer als in Q2.

Jenson Button: Meine erste Runde in Q3 war wirklich gut. Leider habe ich mich bei den besseren Bedienungen mit dem zweiten Reifensatz etwas verbremst. Ich bin einfach geradeaus gefahren und das war das Ende meiner Runde. Ich habe noch alles versucht, ich war aber schon 1,5 Sekunden zurück, die holt man nicht wieder auf. Für das Rennen wünsche ich mir trockene Bedingungen, denn im Nassen ist es hier immer sehr schwierig, vor allem die ersten Runden sind ein echtes Chaos.

Toro Rosso hätte gerne im Trockenen angegriffen - Foto: Sutton

Daniil Kvyat: Das war ein schwieriges Qualifying, in dem ich bis auf den letzten Run nicht zufrieden mit dem Handling des Autos war. Wir haben ein paar Dinge geändert und am Ende fühlte ich mich deutlich besser im Auto. Meine letzte Runde in Q2 war wohl repräsentativ, auch wenn ich im Trockenen noch weiter vorne gewesen wäre.

Jean-Eric Vergne: Q1 ist sehr gut gelaufen, doch dann hatten wir ein Problem mit dem Auspuff, was mich in Q2 zurückgeworfen hat. Ich konnte nur drei Runden fahren und wir waren nicht zum richtigen Zeitpunkt auf der Strecke. Das war schade, denn wir hatten ein Auto, das gut genug für Q3 war. Für das morgige Rennen, das im Trockenen stattfinden soll, ist Platz 12 dennoch nicht die schlechteste Ausgangslage. Von dort ist alles möglich.

Sergio Perez: Ich hatte Probleme bei den nassen Bedingungen und das war heute mein größtes Problem. Ich wollte weiter nach vorne kommen, aber wir haben es einfach nicht richtig umgesetzt. Für das Rennen bin ich weitaus mehr optimistisch, wir sollten ein gutes Paket für das Rennen haben. Platz 13 ist kein schlechter Platz für den Start. ich bin mir sicher, dass es für uns nach vorne gehen kann.

Adrian Sutil: Wieder ein nasses Qualifying in Spa, so wie im letzten Jahr auch. Es war schwierig, die Situation auf der Strecke richtig einzuschätzen, vor allem wie viel Wasser noch in den Kurven stand. Insbesondere im Regen ist das Auto nach wie vor nicht einfach zu fahren. Aufgrund der Wettervorhersage für das morgige Rennen wählten wir für das Qualifying eine Trockenabstimmung, wodurch die Balance des Autos nicht optimal war. Unter diesen Umständen waren wir trotz allem gut unterwegs, und es war wichtig, das Qualifying fehlerfrei zu beenden. Das Team hat gute Arbeit geleistet, und auch ich habe mein Bestes gegeben. Ich bin mit dem heutigen Tag durchaus zufrieden.

Romain Grosjean: Platz 15 ist leider sehr enttäuschend. Wir haben es erst locker in Q2 geschafft, waren dort aber dann eines der langsamsten Autos. Wir wussten aber, dass uns die Bedingungen und die Wassermenge auf der Strecke in Q1 besser liegt als in Q2. Nun schauen wir auf das Rennen. Da wir in Spa fahren, ist alles möglich.

Jules Bianchi stach die direkte Konkurrenz aus - Foto: Sutton

Jules Bianchi: Ich bin sehr glücklich es wieder in Q2 geschafft zu haben, vor allem weil das Ergebnis die gute Leistung aus dem Vorjahr bestätigt. Ich liebe diese Strecke einfach. Ich war etwas überrascht, dass wir so ein gutes Qualifying hatten, da die schwierigen Bedingungen für alle gleich waren. Am Ende waren wir vor einem Lotus, einem Force India und einem Sauber, die landen sonst vor uns in der Startaufstellung. Ich habe sogar noch einen kleinen Fehler in Kurve zehn gemacht, es war also noch etwas mehr möglich.

Pastor Maldonado: Der Einstieg in das Qualifying war schwierig, aber die Strecke wurde Imme besser. Wir haben auf einen zweiten Reifensatz Intermediates gewechselt und wollten angreifen, auch nach einem Dreher auf einer meiner ersten Runden. Leider haben wir es einfach nicht geschafft, unsere Zeit zu verbessern.

Nico Hülkenberg: Es war einfach nicht gut genug und nicht schnell genug. Am Anfang war es noch gut, aber dann ging es immer weiter zurück, was Balance und Grip betrifft. Leider habe ich mich auf der entscheidenden Runde in der letzten Schikane verbremst, sonst hätte es wohl gereicht. Die Reifen waren einfach schon zu alt. Morgen kann viel passieren. Es ist nicht klar, ob die Sonne scheinen wird oder es wechselhaft wird, da ist noch alles drin. Immerhin haben unsere Longruns am Freitag schon gut ausgesehen.

Max Chilton: Es war richtig schwierig dort draußen und ich bin mit meinen Runden ohne Batterie zufrieden. Wir haben die Energie in den vorherigen runden verbraucht, als die Reifen noch nicht am Limit waren. Ich war zunächst nah dran an Jules, wer weiß wofür es ohne die Probleme gereicht hätte. Vielleicht wäre Q2 möglich gewesen, aber dann hat Jules eine Hammerrunde ausgepackt.

Esteban Gutierrez: Bis jetzt war das ein sehr unglückliches Wochenende. Es ist einfach enttäuschend, wenn ich alle technischen Probleme betrachte, die wir hatten. Ich weiß, dass das Team sehr hart arbeitet, um alles in den Griff zu bekommen. Und auch ich versuche, alles aus dem Auto herauszuholen. Leider ist jedoch unsere Zeit auf der Strecke sehr limitiert. Bei diesen wechselhaften Wetterverhältnissen ist es wirklich schwierig, so das gesamte Potenzial abzurufen. Diese Situation ist nicht akzeptabel, und wir müssen dringend etwas ändern, um die technischen Probleme in den Griff zu bekommen.

Andre Lotterer bei seiner Regen-Premiere - Foto: Sutton

Andre Lotterer: Es war gefährlich und schwierig. Ich bin noch mit diesem Auto im Regen gefahren, hatte keine Ahnung wie sich die Reifen verhalten und dann musste ich gleich in ein nasses Qualifying. Schwieriger geht es eigentlich gar nicht. Das ist eben die Challenge, wenn man einfach so reinkommt. Für mich ist das aber purer Motorsport. Ich musste erst einmal etwas Selbstvertrauen finden. Mein größtes Problem war die Bremsbalance und ich hatte oft blockierende Räder. Bis ich das hinbekommen habe, sind einige Runden vergangen. Ich bin ein paar Mal geradeaus gefahren, aber ohne Kratzer davongekommen.

Marcus Ericsson: Wir hätten im Regen sehr konkurrenzfähig sein können, aber leider waren wir immer zur falschen Zeit an der falschen Stelle und mir ist keine einzige freie Runde gelungen. Wenn wir eine Runde zusammengebracht hätten, wären wir deutlich weiter vorne. Morgen müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, denn es wird ein hartes Rennen für uns.


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