Formel 1 - Portrait: Andre Lotterer

Kein unbekanntes Blatt

Mit Andre Lotterer gehen in Belgien fünf Deutsche an den Start. Doch wer ist Lotterer? Motorsport-Magazin.com blickt auf seine bisherigen Karrierestationen.
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Motorsport-Magazin.com - "Ich bin überglücklich, dass mir Caterham die Gelegenheit bietet an einem F1-Wochenende teilzunehmen. Ich bin für diese Herausforderung bereit und kann es kaum erwarten ins Auto zu springen." Andre Lotterer wird in Belgien für Caterham an den Start geht - ausgerechnet Belgien, wo 1989 seine Rennkarriere ihre Anfänge nahm.

Zwischen 1989 und 1994 nahm der Duisburger bei nationalen Kartrennen in Belgien, der Niederlande sowie Deutschland teil. Vier Jahre später folgte der Wechsel in den Formel-Rennsport. 1998 krönte sich Lotterer mit 15 Siegen zum Meister in der Formel BMW Junior, ein Jahr darauf folgte der Meistertitel in der deutschen Formel BMW. Nach diesen Erfolgen stieg er in die Formel-3 ein und wurde 2000 mit drei Siegen Vierter in der Fahrerwertung.

2000 testete Lotterer für Jaguar - Foto: Sutton

F1-Test für Jaguar

2000 und 2001 bekam Lotterer die Chance für Jaguar Testfahrten zu bestreiten. Ein Jahr später heuerte der Deutsche als Testfahrer bei Jaguar an. Ein festes Engagement hatte er in diesem Jahr allerdings nicht, was ihn dazu veranlasste nach Japan zu gehen. "Japan bot mir die beste Möglichkeit, meinen professionellen Status zu behalten. Die Formel Nippon ist die schnellste Serie nach der Formel 1 und auch die Super GT ist sehr interessant, weil es permanent Weiterentwicklungen gibt. Aus sportlicher Sicht war Japan sehr reizvoll für mich, denn damals wollte ich lieber Formel- als Tourenwagen fahren", erzählte Lotterer in einem früheren Interview mit Motorsport-Magazin.com.

Aufmerksamkeit dank Le Mans

Seit 2003 geht Lotterer in der Formel Nippon, jetzt Super Formula an den Start und wurde 2011 sogar Meister. Zwischenzeitlich nahm der Deutsche auch an Super-GT-Rennen teil, krönte sich in dieser Serie 2006 und 2009 zum Meister. Seit 2012 startet Lotterer in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) - gleich in seiner ersten Saison entschied er die WM für sich. Die mediale Aufmerksamkeit wurde ihm erst mit der erfolgreichen Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu teil, das er drei Mal (2011, 2012, 2014) gewann. "Dank meiner Erfolge auf der Langstrecke bin ich medial mehr in den Fokus gerückt und die Anerkennung tut gut. Aber ich habe mich medial eh nie in den Vordergrund gestellt, weil mir der Sport das Wichtigste ist", so Lotterer.


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