Formel 1 - Aus und vorbei: Ausfallstatistiken der Formel 1

De Cesaris: Pechvogel Nummer eins

Alles Andere als reibungslos: Die Formel 1 und ihre bitteren Ausfälle. Wie Technik und Unfälle so manche WM auf den Kopf gestellt haben.
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Motorsport-Magazin.com - In der Formel 1 gab es sowohl Pechvögel, denen die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, als auch Unfälle die durch kleine Unkonzentriertheiten, oder Missgeschicke verursacht wurden. Selbst Weltmeisterschaften wurden dadurch entschieden. Im Saisonfinale von 1997 kollidierte Michael Schumacher mit Villeneuve, wodurch er seine Titelträume selbst zum Platzen gebracht hatte. Nur ein Jahr später ist Schumacher in Japan von der Pole-Position startend der Motor ausgegangen. 2006 schied er im vorletzten Saisonlauf in Führung liegend wegen eines Motorschadens aus und verlor die Meisterschaft an Alonso.

Beim Saisonfinale in Brasilien hatte Lewis Hamilton die besten Chancen auf den WM-Titel, allerdings drückte er im Rennen den falschen Knopf, was dazu führte, dass er fast eine halbe Runde nicht schalten und beschleunigen konnte. Das Resultat: Er verpasste den Titel um einen Punkt.

Auch der viermalige Weltmeister Alain Prost durchlebte sein blaues Wunder am Ende der Saison 1983. Als WM-Führender schied er nach 35 Runden wegen eines Turbolader-Schadens aus. Sein Rennen war beendet und Piquet krönte sich das zweite Mal zum Weltmeister.

Der Fahrer mit den meisten Ausfällen in einem Jahr ist Andrea De Cesaris. In 14 von 16 Rennen verabschiedete sich der Italiener vorzeitig aus dem Rennen. Aber nicht nur diese Wertung führt er an. Mit 65,9 % hat er auch die höchste Ausfallquote von Piloten mit mindestens 100 Rennteilnahmen.

Es spiegelt sich eindeutig wider, dass die aktuellen Piloten zuverlässigere Autos fahren als ihre Vorgänger. Die fünf Fahrer mit der höchsten Ausfallrate waren bis 1994 aktiv, mit Ausnahme von Jos Verstappen, der bis 2003 fuhr. Die mit der niedrigsten Ausfallquote sind noch alle in der Formel 1 aktiv. Im Jahr 2001 stieg Alonso als Erster dieses Quintetts in die Formel 1 ein.

Es ist deutlich zu erkennen, dass die Zuverlässigkeit im Laufe der letzten 20 Jahre drastisch zugenommen hat. Der Sprung von 2010 auf 2013 lässt sich mit der zunehmenden Erfahrung der damaligen Rookie Teams, Marussia und Caterham, erklären. Zudem hat das Team HRT, dass durch unzuverlässiges Material traurige Berühmtheit erlangte, die Formel 1 2012 verlassen.

Aufgrund der neuen Regularien beträgt die Ausfallquote nach elf Rennen in dieser Saison 22,7 %.


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