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Formel 1 - Österreich Vorschau: Team für Team

Schlägt Mercedes zurück?

Wie steht es um die Teams vor dem Großen Preis von Österreich? Motorsport-Magazin.com macht den kompakten Formcheck.
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Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 schlägt ihre Zelte nach elfjähriger Abstinenz wieder in Österreich auf. Wie ist es um die Form der Teams bestellt? Motorsport-Magazin.com liefert die Kompaktvorschau zum achten Saisonlauf.

Mercedes

Die Silberpfeile hatten zuletzt mit Problemen zu kämpfen - Foto: Sutton

Zum ersten Mal in dieser Saison reist Mercedes geschlagen zu einem Grand Prix. In Kanada spielte die Technik sowohl Nico Rosberg als auch Lewis Hamilton einen Streich, wobei der Deutsche immerhin als Zweiter das Ziel sah und seine WM-Führung ausbaute, während der Brite den bereits zweiten Ausfall in diesem Jahr verkraften musste. Dennoch gelten die Silberpfeile in Spielberg als die großen Favoriten, was nicht zuletzt der Streckencharakteristik geschuldet ist. Der Berg- und Talkurs fordert viel Motorenpower, an welcher es im Hause Mercedes bekanntlich nicht mangelt.

Red Bull

Ricciardo darf sich GP-Sieger nennen - Foto: Sutton

Da Mercedes in Montreal strauchelte, gelang es Red Bull in Person von Daniel Ricciardo den ersten Saisonsieg zu feiern, es war gleichzeitig auch der erste Triumph des stets fröhlichen Australiers in der Formel 1. Beim Heimrennen des Teams muss man wohl erneut auf Schwierigkeiten der Silberpfeile hoffen, denn treten diese nicht ein, hat der RB10 gegen die Mercedes-Boliden keine Chance. Im Zentrum des Rennwochenendes steht diesmal ganz klar die Marke Red Bull und die perfekte Organisation des Grand Prix' in der Steiermark. Ein Sieg wäre dabei klarerweise das Tüpfelchen auf dem i.

Ferrari

Die Scuderia fährt den eigenen Ansprüchen hinterher - Foto: Sutton

Die Saisonbilanz der Scuderia liest sich reichlich trist. Erst ein Podiumsplatz steht bis dato zu Buche und auch in Österreich gibt es kaum Aussicht auf Besserung. Zuletzt machten mehr Gerüchte über einen Formel-1-Ausstieg von Ferrari die Runde, als Diskussionen über sportliche Belange, was viel über den Zustand in Maranello aussagt. Immerhin kennen sowohl Fernando Alonso als auch Kimi Räikkönen die Strecke bereits aus Zeiten, als sie noch den Namen A1-Ring trug. Ein kleiner Vorteil, aber man klammert sich mittlerweile an jeden Strohhalm.

Force India

Hülkenberg hat die nächsten Punkte im Visier - Foto: Sutton

Sergio Perez hatte in Montreal realistische Chancen auf seinen ersten Grand-Prix-Sieg, doch letztlich holte der Mexikaner nicht einmal Punkte, sondern kollidierte in der letzten Runde des Rennens mit Felipe Massa, weshalb er in Spielberg in der Startaufstellung fünf Positionen zurück muss. Teamkollege Nico Hülkenberg hat sich vorgenommen, seine Punkteserie auch im achten Saisonrennen fortzusetzen und erneut anzuschreiben.

McLaren

McLaren wartet mit einiges Updates auf - Foto: Sutton

Nach drei punktelosen Rennen in Folge ging es bei McLaren zuletzt aufwärts und Jenson Button sowie Kevin Magnussen gelang es sowohl in Monaco als auch Kanada, Zählbares mitzunehmen. Für das Rennen in Spielberg ist man beim britischen Traditionsrennstall durchaus zuversichtlich, was an dem umfassenden Updatepaket liegt, das zum Einsatz kommen wird. "Ich denke, das Paket, das wir nach Österreich bringen, ist gut genug, um einen Schritt nach vorne zu machen und den Abstand zu verringern", kündigt Renndirektor Eric Boullier an.

Williams

Massas Rennen fand in Montreal ein jähes Ende - Foto: Sutton

Felipe Massas Ärger nach dem Crash mit Sergio Perez in Montreal war schier grenzenlos, denn dem Brasilianer wurde die Chance auf das Podium genommen. Um auf andere Gedanken zu kommen, stattet Massa bereits in der vergangenen Woche Wien einen Kurzbesuch ab. Während der routinierte Brasilianer bereits auf dem A1-Ring fuhr, stellt die Strecke für seinen Stallgefährten Valtteri Bottas Neuland dar, der in dieser Saison mit Ausnahme eines Rennens stets punktete. Wie McLaren und Force India spielt auch Williams der Mercedes-Kundenmotor in die Karten.

Toro Rosso

Auch für Toro Rosso ist Spielberg ein Heimspiel - Foto: Sutton

Nicht nur für Red Bull, sondern auch für das kleine Schwester-Team Toro Rosso stellt das Rennen in Spielberg ein Heimspiel dar. Ein gewisser Heimvorteil wäre für Jean-Eric Vergne und Daniil Kvyat auch sicherlich nicht das Schlechteste, denn die bislang in dieser Saison errungenen zwölf Punkte liegen ganz klar hinter den Erwartungen.

Lotus

Geht es bei Lotus wieder aufwärts? - Foto: Sutton

Für Lotus war in Montreal nichts zu holen, sowohl Romain Grosjean als auch Pastor Maldonado gingen leer aus. Zurückgeführt wurde dies auf die Streckencharakteristik, die es dem Team reichlich schwer machte. "Ich gehe nicht davon aus, dass der Kurs für uns eine ähnliche Herausforderung wie Monaco oder Montreal darstellt", gibt sich Grosjean optimistisch, dass Spielberg dem E22 mehr entgegenkommen wird.

Marussia

Marussia kam in Kanada nicht weit - Foto: Sutton

Schluss, aus vorbei! In Montreal riss Max Chiltons eindrucksvolle Serie von Zielankünften, denn bereits nach wenigen Kurven kollidierte der Brite mit seinem Teamkollegen Jules Bianchi, wofür er von den Stewards für Spielberg eine Strafe aufgebrummt bekam. Eine Fahrt in die Punkteränge wie vor einem Monat in Monaco scheint äußerst schwierig, aber nicht ausgeschlossen, sofern der Rennverlauf stimmt.

Sauber

Sauber hält noch immer bei null Punkten - Foto: Sutton

Wenn man so will, stellt der Große Preis von Österreich auch für Sauber ein Heimspiel dar, denn zumindest das Alpenpanorama erinnert an die Schweiz und Teamchefin Monisha Kaltenborn ist bekanntlich gebürtige Wienerin. Für das Genießen der Bergidylle wird aber weder den Fahrern noch dem sonstigen Teampersonal viel Zeit bleiben, schließlich wartet Sauber noch immer auf die ersten Punkte. Dass die Durstrecke ausgerechnet in Spielberg ihr Ende findet, muss nach den letzten Vorstellungen allerdings stark bezweifelt werden.

Caterham

Grün ist die Farbe der Hoffnung - Foto: Sutton

Was für Marussia gilt, gilt gleichsam auch für Caterham. In der Steiermark sollte für die grünen Hinterbänkler einmal mehr nichts zu holen sein, so das Wetter keine Kapriolen schlägt und für ein absolutes Chaosrennen sorgt.


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