Formel 1 - Kanada GP: Die Stimmen vor dem Rennwochenende

Verrücktes Montreal

An diesem Wochenende geht der Große Preis von Kanada über die Bühne. Motorsport-Magazin.com weiß, was die Piloten vor dem Grand Prix sagen.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Rosberg: Es ist großartig, dass ich die WM-Wertung jetzt wieder anführe. Aber es ist noch sehr früh in der Saison und es wird weiterhin ein extrem enger Zweikampf zwischen Lewis und mir bleiben. Aus Monaco geht es über den großen Teich nach Kanada. Montreal gehört zu meinen Lieblingsorten im Rennkalender. Es ist eine wundervolle, aber auch etwas verrückte Stadt, in der stets viel los ist - besonders an den Abenden... Sagen wir es so: Es ist eine super Stadt, um ein gutes Ergebnis zu feiern! Darauf arbeite ich auch an diesem Wochenende hin.

Lewis Hamilton: Ich möchte immer gewinnen, aber leider war Monaco nicht mein Wochenende. Ich fuhr mir das Herz aus dem Leib und gab absolut alles. Diese Tatsache gibt mir noch mehr Energie und Entschlossenheit für das kommende Rennwochenende. Montreal ist eines meiner Lieblingsrennen. Ich habe dort 2007 meinen ersten Grand Prix gewonnen und seitdem noch zwei weitere Siege erzielt. Ich verbinde mit der Strecke also einige besondere Erinnerungen.

Hamilton greift wieder an - Foto: Sutton

Sebastian Vettel: Montreal ist eine fordernde Strecke. Die erste Gefahrenzone ist bereits der Start. In der sehr engen rechts-links-Passage geht es nur darum, Kontakt mit anderen Autos zu verhindern - andernfalls kommt es zum Crash. Ein hohes Risiko besteht auch in Kurve 15, wo man schnell in der Wall of Champions landet, wenn man ein paar Zentimeter zu weit von der Ideallinie abkommt.

Daniel Ricciardo: Ich bezweifle, dass es irgendjemandem im Starterfeld an Motivation fehlt, aber auf einigen Kursen kommt noch das gewisse Extra hinzu. Diese Kurse fordern dir alles ab und ein Fehler hat wirkliche Konsequenzen - Montreal fällt auf jeden Fall in diese Kategorie.

Schlägt Ricciardo erneut Vettel? - Foto: Sutton

Fernando Alonso: Wenn wir einen problemfreien Freitag erleben und die Teile ausgiebig testen können, dann sollten wir näher an dem Podest dran sein als zuletzt in Monaco. Der Abstand nach vorne ist immer noch signifikant, denn wie wir bringen auch die anderen Updates. Daher müssen wir einfach noch härter arbeiten.

Kimi Räikkönen: Uns fehlt immer noch der Speed, um mit Mercedes mitzuhalten. Wir wissen, was zu tun ist, aber wenn es so einfach wäre, ein Auto zu verbessern, dann hätte jeder ein schnelles Auto. Wir müssen einfach weiterkämpfen und hoffen, dass wir zukünftig auch etwas mehr Glück als zuletzt haben.

Erlebt Räikkönen ein problemfreies Wochenende? - Foto: Sutton

Nico Hülkenberg: Es ist schwierig zu sagen, wie wir uns in Montreal schlagen werden. Theoretisch sollte es eine der besseren Strecken für uns sein, aber die Dinge ändern sich von Rennen zu Rennen. Es ist gut, dass wir wieder die weichen und superweichen Reifen haben, die unserem Auto besser liegen. Der Kanada GP ist eines meiner Lieblingsevents aufgrund des Rummels in der Stadt und der ungewöhnlichen Strecke. Um eine schnelle Runden zu fahren, braucht man einen guten Top-Speed, ein Auto, das die Kerbs attackieren kann und man muss auch mutig genug sein, um nahe an die Mauern heranzufahren.

Sergio Pérez: Ich habe sehr gute Erinnerungen an Montreal. 2012 bin ich vom Ende des Feldes gestartet und habe es bis auf den dritten Platz nach vorne geschafft. Es war ein unglaubliches Rennen und meine Ein-Stopp-Strategie hat perfekt funktioniert. Es war mein zweites Podium in der Formel 1 und ein großartiges Gefühl. Eines, das ich hoffentlich bald wieder genießen werde.

Hülkenberg visiert Punkte an - Foto: Sutton

Jenson Button: Die Wettervorhersagen sehen gut aus, aber in Kanada weiß man nie wie das Wetter sein wird, wenn man am Morgen die Vorhänge zurückzieht. Der Himmel kann strahlend blau sein oder voller Wolken. Es kann auch immer wieder mal regnen - ich denke, wir werden am kommenden Wochenende einen Mix aus allem erleben.

Kevin Magnussen: Es wäre schön mal kein technisches Problem an einem Wochenende zu haben. In Spanien oder Monaco war das ja leider nicht der Fall. Es gilt einfach mit den Ingenieuren hart zu arbeiten, um ohne Pannen ein gutes Ergebnis einzufahren.

Die Konkurrenz im Visier - Foto: Sutton

Felipe Massa: Wir möchten in Kanada konkurrenzfähiger sein und werden hoffentlich eine gute Performance abliefern. Der Top-Speed des Autos ist gut - das wird unsere Hauptstärke sein.

Valtteri Bottas: Die Strecke stellt zu Monaco solch einen Kontrast dar und ich denke, das spielt den Stärken unseres Autos in die Karten. Wir wollen unsere Serie mit Punkten in jedem Rennen weiter ausbauen.

Williams will ein gutes Bild abgeben - Foto: Sutton

Romain Grosjean: Ich habe sehr gute Erinnerungen an 2012, als ich vom siebten Startplatz meinen ersten zweiten Platz in der Formel 1 erreichte. Es war ein großartiger Tag und ein wirklich starkes Ergebnis des Teams, da wir nach dem enttäuschenden Qualifying am Tag zuvor eine Ein-Stopp-Strategie einsetzten. Letztes Jahr war nicht so gut, weil wir mit dem nassen Wetter und den Bedingungen kämpften.

Pastor Maldonado: Es könnte für unser Team sicherlich ein extrem schwieriges Wochenende werden. Wir erwarte mir Sicherheit nicht, an der Spitze zu stehen, denn das Layout der Strecke passt einfach überhaupt nicht mit den momentanen Stärken und Schwächen unseres Autos überein. Auch ist der Kurs nicht besonders aggressiv zu den Reifen, wir müssen also sehen, wie es wird, wenn wir auf die Strecke rausgehen. In einem Formel-1-Rennen kann immer noch alles passieren und das ganze Team arbeitet extrem hart, das Auto an die Gegebenheiten anzupassen, mehr Traktion in den langsamen Kurven und mehr Top-Speed auf der Geraden über das Setup herauszuholen.

Maldonado hofft auf problemfreies Wochenende - Foto: Sutton

Daniil Kvyat: Ich sage einmal so: Nachdem ich Monaco wirklich gut gemeistert habe bis zum Technischen Defekt, trau ich mir auch in Kanada eine gute Leistung zu. Ich hoffe, dass ich relativ schnell meinen Rhythmus auf der Strecke finden kann, dann sollten mir auch schnelle Runden gelingen. Ich war dort noch nie, habe aber gehört, dass die Leute dort genauso Eishockey-verrückt sind wie in Russland. Ich hoffe, ich kann die Halle in Montreal besuchen.

Jean-Eric Vergne: Ich weiß natürlich, dass es extrem schwierig wird, aber ich werde alles dafür geben, so gut wie letztes Jahr abzuschließen. Die Strecke ist auf jeden Fall sehr hart für Auto und Fahrer und es wird wie immer extrem anstrengend. Vor allem ist der Kurs aber einer der gefährlicheren, was den besonderen Reiz des Rennens ausmacht.

Vergne will Vorjahresergebnis wiederholen - Foto: Sutton

Max Chilton: Ich bin von der Arbeit, die wir geleistet haben, und dem offensichtlichen Fortschritt mit dem Auto sehr ermutigt. Nach dem erfolgreichen Ergebnis des Teams zuletzt, wird es ein bisschen geschäftiger als üblich sein.

Jules Bianchi: Das Auto scheint momentan gut zu sein, weshalb wir zu jedem Rennen zuversichtlich für ein positives Ergebnis reisen können. Ich weiß nicht, ob wir in Kanada wieder zwei Punkte holen können, aber wir müssen konstant zeigen, dass wir die Pace der Sauber mitgehen können und ein gutes Rennen erleben.

Chilton will Lauf fortsetzen - Foto: Sutton

Adrian Sutil: Ich freue mich auf den Großen Preis von Kanada. Es ist eine tolle Rennstrecke, auf der ich gerne fahre. Aufgrund der vielen Geraden kann man hier gut überholen. Deshalb sind die Rennen dort oftmals spannend. Auf der anderen Seite gibt es auch einige Schikanen. Da man bei diesen über die Randsteine fahren muss, fordert das eine relativ weiche Fahrzeugeinstellung. Generell sind die Motorleistung und die Bremsperformance entscheidende Faktoren. Ich hoffe natürlich, dass uns diese Strecke besser liegt als die bisherigen.

Esteban Gutierrez: Wir müssen das Wochenende mit einer positiven Einstellung angehen. Jeder im Team arbeitet sehr hart, um unsere gegenwärtige Situation zu verbessern. Die Strecke in Montreal erfordert eine hohe Endgeschwindigkeit auf den Geraden und guten mechanischen Grip. Es ist ziemlich rutschig, womit die Reifenmischung ein entscheidender Faktor sein wird. Gerade das Aufwärmen der Reifen ist von Bedeutung, da diese auf den langen Geraden schnell abkühlen.

Sutil will Pechsträhne beenden - Foto: Sutton

Kamui Kobayashi: Momentan sehen die Vorhersagen für Freitag, Samstag und Sonntag trocken aus, aber wenn sich das ändert, könnte es uns in die Karten spielen und wir müssen sicherstellen, dass wir bereit sind, daraus Nutzen zu ziehen.

Marcus Ericsson: Die Strecke ist schnell, besonders dafür, dass es fast ein Straßenkurs ist. Wir fahren mit ziemlich wenig Downforce, weil es viele Highspeed-Abschnitte gibt.


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