Formel 1 - Vettel jeglicher Power beraubt

Hilflos im Schleich-RB10

Sebastian Vettel musste wieder eine bittere Pille schlucken. In Monaco verlor er früh jedwede Motorleistung, dabei lief es zunächst gut.
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Motorsport-Magazin.com - Die Pechsträhne von Sebastian Vettel geht weiter: Motorschaden in Australien, Elektronikprobleme in den Trainings von Malaysia, ein Wastegate-Problem im Bahrain-Qualifying, die Saga um das beschädigte Chassis, ERS-Probleme im Qualifying von Monaco, jetzt wieder früh Feierabend im Rennen. Direkt nach der Safety-Car-Phase wurde der Red Bull sehr langsam und Vettel musste das Rennen aufgeben. "Was es genau war weiß ich selbst noch nicht", sagte der vierfache Weltmeister enttäuscht. "Letztlich hatte ich keinen Ladedruck mehr. Und bei einem Turbomotor ohne Turbo ist gar nichts mehr los."

Es ist frustrierend, als Hindernis durch die Stadt zu fahren.
Sebastian Vettel

Das Problem habe sich bereits während der SC-Phase abgezeichnet, erklärte der Red-Bull-Pilot weiter. "Ich habe noch gehofft, dass die Box eine Lösung findet. Aber auch ein Neustart hat nichts geholfen." Besonders bitter ist der Ausfall deswegen, weil Vettel bis dahin in einer aussichtsreichen Position lag: Nach einem guten Start befand er sich an dritter Stelle. "Es ist nach so einem guten Start sehr enttäuschend. Man fühlt sich einfach so hilflos im Auto. Es ist frustrierend, als Hindernis durch die Stadt zu fahren." Er selbst habe keine Möglichkeit gehabt, das Problem zu beheben.

Am Start war Vettel auf Rang drei nach vorne geschossen - Foto: Sutton

Sebastian Vettel versuchte, die Situation mit Humor zu nehmen: "Im Moment treibe ich den Großteil der Entwicklung voran, was das Beheben von Fehlern angeht. Es ist jedes Mal etwas anderes. Platz drei wäre durchaus drin gewesen. Alles, was sich weiter vorn abspielt, wäre schwer zu prognostizieren gewesen, aber dem Fürsten hätte ich gerne die Hand geschüttelt." Lange will er sich aber nicht mit dem Frust aufhalten: "Ich habe zwar kein Boot hier, werde aber versuchen, so schnell wie möglich nach Hause zu kommen. Lange wird der Frust aber nicht anhalten. Es kann ja nicht immer so weitergehen. In zwei Wochen müssen wir wieder angreifen."

Red-Bull-Racing Teamchef Christian Horner litt sichtlich mit seinem Starpiloten: "Wir müssen uns bei Sebastian wegen des Problems mit der Power Unit entschuldigen. Es ist frustrierend, dass sein Rennen nach einem wirklich guten Start ein so frühes Ende gefunden hat."


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