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Formel 1 - Interview - Jean Alesi: Ricciardo die Überraschung der Saison

Das gute Racing fehlt

Motorsport-Magazin.com traf in Bahrain den ehemaligen Formel-1-Piloten Jean Alesi. Er sprach über die neue Formel 1, den Sound und seine größte Überraschung.
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Motorsport-Magazin.com - Im Hintergrund hören wir den Sound der GP2, die in diesem Jahr lauter als die Formel 1 ist. Das sorgte schon für viele Diskussionen.
Jean Alesi: In Sachen Sound müssen wir noch etwas warten, denn wahrscheinlich werden kleine Änderungen vorgenommen. Wichtiger als der Sound ist aber die Show auf der Strecke.

Denkst du, die Show ist jetzt besser als im vergangenen Jahr?
Jean Alesi: Im Moment nicht. Aber das ist die Formel 1 der Zukunft und wir müssen das akzeptieren und so gut wie möglich unterstützen. Vielleicht können wir der FIA noch einige Ideen für Verbesserungen liefern.

Es ist sicherlich beinahe unmöglich, den Turbomotor während der Saison zu verändern.
Jean Alesi

Du hast die Sound-Änderungen angesprochen. Denkst du, dass dies während der Saison möglich ist, oder müssen wir warten?
Jean Alesi: Es ist sicherlich beinahe unmöglich, den Turbomotor während der Saison zu verändern. Aber wenn die Drehzahl verändert wird, wird auch der Sound anders werden.

Wer ist für dich bisher die größte Überraschung der Saison?
Jean Alesi: Ich würde Daniel Ricciardo sagen. Ich erwartete ihn eigentlich etwas weiter hinten, aber er ist bei der Spitze und liefert super Arbeit ab. Eine negative Überraschung habe ich eigentlich nicht, wobei ich vielleicht sagen würde, dass das Racing auf der Strecke nicht genug ist.

Viele Fahrer und Teams sprechen über die Gewichtsregularien in der Formel 1. Adrian Sutil sagte sogar, er hat keine Trinkflasche im Auto. Wie denkst du über diese Entwicklung?
Jean Alesi: Ich sehe das als Problem an. Der Fahrer sollte unterstützt werden, wenn er auf der Strecke sein Maximum gibt. Es ist nicht der richtige Weg, keine Trinkflasche im Auto zu haben - aber das sind jetzt die Regeln.

Jean Alesi kämpfte nicht mit seinem Gewicht - Foto: Sutton

Hattest du in deiner Karriere jemals Probleme mit dem Gewicht?
Jean Alesi: Nicht wirklich, denn ich hatte für meine Zeit eine gute Größe für die Formel 1. Aber sicherlich gab es andere Probleme, denn damals gab es keine Gewichtsbestimmungen. Das bedeutete: Je leichter du warst, umso besser warst du.

Pastor Maldonado meinte, dass der Renault-Motor hier in Bahrain ein größeres Problem als zuvor darstellen könnte. Das liegt seiner Meinung nach aber nicht an der Power sondern an der Software und der MGU-K.
Jean Alesi: Dazu kann ich nichts sagen. Ich bin derzeit nicht im Detail über die Technik informiert. Grundsätzlich gilt aber, dass wir ein bisschen vorsichtig sein müssen. Durch die gravierenden Regeländerungen versucht jeder, Probleme gemein zu halten, um nicht anderen Teams Denkanstöße oder Ideen zu liefern. Daher sind gewisse Dinge manchmal nicht sicher.


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