Formel 1 - Räikkönen vs. Magnussen: Spätfolgen am Ferrari

Iceman bleibt gelassen

Kimi Räikkönen erlebte in Malaysia ein Katastrophen-Rennen. Reifen defekt, Unterboden kaputt, Rennen gelaufen.
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Motorsport-Magazin.com - Eigentlich sollte in Malaysia alles besser werden. Nach einem von Fehlern gespickten Rennwochenende in Australien freute sich Kimi Räikkönen nach dem Qualifying zum Großen Preis von Malaysia noch darüber, dass das zweite Rennwochenende deutlich problemloser lief. Im Rennen setzte sich dieser Trend nur bis zur ersten Kurve fort. Nach einem guten Start des Finnen touchierte Kevin Magnussen seinen rechten Hinterreifen leicht mit seinem Frontflügel.

Schnell wieder raus - Foto: Sutton

Eine Mini-Berührung, die schlimmere Konsequenzen mit sich zog, als zunächst angenommen. "Ich habe nicht gesehen, was passiert ist. Ich habe auch nichts gespürt. Eigentlich habe ich keine Ahnung, was da passiert ist", gab Räikkönen nach dem Rennen zu Protokoll.

In diesem Fall handelte es sich aber nicht um das vom Iceman so typische "I don't know". Die Berührung war so klein wie folgenschwer: In Runde zwei machte sich die leichte Beschädigung am rechten Hinterreifen deutlicher bemerkbar. Im ersten Sektor löste sich der Pirelli-Pneu auf und Räikkönen musste fast eine ganze Runde ohne rechten Hinterreifen zur Box zurückfahren.

"Der Reifen hat den Unterboden beschädigt und dadurch habe ich Abtrieb verloren", so der 34-Jährige. Räikkönens Rennen war folglich schon in Kurve eins gelaufen. Da war das kleine Techtelmechtel in Turn 4 mit Teamkollege Fernando Alonso auch schon egal.

Nach starkem Start setzte Räikkönen Alonso unter Druck. Der Spanier drängte ihn Richtung Fahrbahnbegrenzung und Räikkönen musste zurückstecken. "Ich habe auf dem Kerb dann etwas Traktion verloren und in Folge auch einen Platz an Hülkenberg. Das hat aber ohnehin keinen Unterschied gemacht, denn der Hinterreifen war da schon beschädigt", gab sich der Iceman gewohnt gelassen und fügte noch an: "That's Racing."

Keine Schuldzuweisungen

Zu einer Schuldzuweisung wollte sich der Ferrari-Pilot nicht hinreißen lassen, schließlich hätte er die Szene auch noch nicht in der Wiederholung gesehen. Schuld zuweisen muss er auch gar nicht, Kevin Magnussen zeigt sich selbst einsichtig: "Ich hatte nichts Spektakuläres vor, habe aber die Situation falsch eingeschätzt. Ich nehme die ganze Schuld auf mich. Es war unnötig, das hätte ich mir sparen können."

Wegen des beschädigten Unterbodens konnte Räikkönen auch keine Prognosen abgeben, was bei normalem Rennverlauf möglich gewesen wäre. "Ich habe keine Rundenzeiten oder irgendetwas gesehen. Aber mit dem Schaden ist es ohnehin schwer zu sagen, was möglich gewesen wäre. Vielleicht könnte ich dort sein, wo Fernando war."


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