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Formel 1 - Interview - Toto Wolff: Eine Sekunde Vorsprung unrealistisch

Alle Gegner auf der Rechnung

Mercedes fährt auch in Sepang vorneweg. Motorsportchef Toto Wolff rechnet im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com nicht mehr mit einer silbernen Überlegenheit.
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Motorsport-Magazin.com - Jeweils ein Mercedes vorne in beiden Trainings. So kann es aus eurer Sicht sicher weitergehen, oder?
Toto Wolff: Absolut, so kann es gerne weitergehen. Aber man darf sich nicht ausruhen. Wir kämpfen hier in Sepang alle mit der Hitze. Zudem ist das Feld näher zusammengerückt, was die Zeiten im Training zeigen. Wir dürfen uns also nicht zurücklehnen.

Wir dürfen uns also nicht zurücklehnen.
Toto Wolff

Wie schätzt du das Kräfteverhältnis nach dem ersten Trainingstag in Sepang ein?
Toto Wolff: Im Moment sieht es so aus, als ob es in etwa so aussieht wie zuletzt in Melbourne. Zu den Abständen zwischen den Teams lässt sich allerdings noch nichts sagen. Heute haben sicher einige Teams mit den Gewichten herumgespielt - auch innerhalb des Teams. Das würde eine Aussage dazu relativ sinnlos machen.

Habt ihr jetzt neben Red Bull auch Ferrari auf dem Schirm?
Toto Wolff: Man muss alle Teams auf dem Schirm haben, aber am Freitag ist das eben noch gefährlich, weil man eben noch keine Ahnung hat, wer mit welchem Sprit oder welcher Reifenmischung gefahren ist. Da darf man nicht zu viel hineininterpretieren.

Ihr werdet also keine Sekunde Vorsprung haben wie in Melbourne?
Toto Wolff: Nein, das ist unrealistisch. Das wird es an diesem Wochenende nicht geben.

Nico Rosberg fuhr die schnellste Gesamtzeit - Foto: Sutton

Bis wann werden die anderen Teams euren Vorsprung eingeholt haben?
Toto Wolff: Man kann schon noch viel aufholen. Es waren auch unterschiedliche Autos vorne mit dabei. Im ersten Sektor war es ein Williams, im zweiten Sektor ein Red Bull und im dritten wieder ein Red Bull ganz knapp gefolgt von uns. Zusammengenommen waren wir dann die Schnellsten. Wir müssen weiterhin mit allen üblichen Verdächtigen rechnen.

Ist die Hitze so schlimm, wie ihr es erwartet hattet?
Toto Wolff: Es ist natürlich genauso hart, wie wir es angenommen hatten. Das macht es aber nicht einfacher. Es muss für uns und alle Teams machbar sein. Wir wollen ja schließlich nicht heute schon aufhören.


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