Formel 1 - Andretti: Sebastian ist etwas ganz Besonderes

Michael war nicht menschlich

Mario Andretti bekennt sich als Vettel-Fan und bewundert den viermaligen Weltmeister zutiefst. Doch Michael Schumacher ist immer noch sein F1-Gott.
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Er ist eines dieser seltenen Talente
Mario Andretti

Mario Andretti, Weltmeister von 1978, ist Fan des vierfachen Champions Sebastian Vettel und daraus macht er kein Geheimnis: "Er ist eines dieser seltenen Talente, die es nur gelegentlich gibt", würdigte er den Deutschen gegenüber ESPN. "Er ist sehr entspannt und wenn du sicher wirkst, dann bist du gefährlich für den Rest - und Vettel ist zurzeit in dieser Position."

Obwohl sich Andretti als Vettel-Fan outet, kann er nachvollziehen, dass die Zuschauer die Dominanz des Deutschen ermüdend finden. Andretti legt Vettel nahe, jede Reaktion - ob negativ oder positiv - trotzdem zu genießen. "Sebastian sagt, dass er ein Problem mit den Pfiffen hat, aber ich sage ihm: genieße die Buhrufe. Ich wurde damals auch immer ausgepfiffen und nun vermisse ich die Pfiffe wie die Hölle."

Alonso zurzeit nicht auf Vettel-Niveau

Es ist wie zu Zeiten Michael Schumachers
Mario Andretti

"Es ist schwer zu sagen, aber Alonso ist nicht der Beste momentan und in letzter Zeit nahm Vettels Leistung auch nicht ab. Höchstwahrscheinlich sieht man zurzeit den besten Vettel und zugleich ist das eine traurige Nachricht für den Wettbewerb - ein erschreckender Gedanke", stellt Andretti bestürzt fest. "Es ist nicht so, dass andere nicht auf seinem Niveau sind, aber alles um den Red-Bull-Piloten herum funktioniert einfach. Es ist wie zu Zeiten Michael Schumachers."

Schumacher der Formel-1-Gott

Schumacher ist für Andretti der F1-Gott - Foto: Sutton

Für Andretti bleibt Schumacher vor Vettel in der Leistungstabelle, denn der siebenmalige Weltmeister ist einfach ein Gott für Andretti. "Ich sah meine Liebe zu dem Sport immer in Michael Schumacher." Doch das Comeback 2010 enttäuschte Andretti und er sah keinen Anschluss an seine damaligen Höchstleistungen.

"Es war nicht das Comeback, was er sich erhoffte oder wir sehen wollte. Aber seine Liebe zum Fahren ersetzte jede Argumentation. Bevor er zum zweiten Mal in die Formel 1 kam, war er nicht menschlich. Wer hätte gedacht, dass ihn jemals jemand gleichen würde, aber er ist menschlich geworden, weil er ein Risiko einging. Er liebt das Fahren und das gab mir die größte Bewunderung."


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