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Formel 1 - Die tragischsten Verluste der F1-Geschichte

Lost Generation - Roger Williamson

Die F1 sah in der Geschichte viele Tragödien. Motorsport-Magazin.com widmet sich jenen, die den Heldentod auf der Strecke fanden. Heute: Roger Williamson.
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Motorsport-Magazin.com - Zandvoort, 29. Juli 1973. Der Grand Prix ist erst sieben Runden alt als ausgangs des Hondenvlak-Abschnittes - einer Links-Rechts-Kurvenkombination, die mit über 250 km/h durchfahren wird - am March 731 von Roger Williamson der Reifen platzt. Der Bolide wird von einer unsachgemäß verankerten Leitplanke in die Luft katapultiert und auf die Strecke zurückgeschleudert, wo er sich zu einem riesigen Feuerball entwickelt.

Lost Generation: Roger Williamson: (5:00 Min.)

Als wenige Sekunden später dessen Teamkollege David Purley die Unglücksstelle passiert, nimmt das Unglück sein unaufhaltsames Ende. Der Engländer blieb sofort stehen, rannte zu Williamson und versuchte mit bloßen Händen den Wagen des Briten auf seine drei verbliebenen Räder zu stellen. Während dieser Horrorszenen, die sich am Streckenrand abspielten, ging der Große Preis der Niederlande weiter. Die umherstehenden Streckenposten griffen nicht in das Geschehen ein, obwohl die Hilfeschreie von Williamson aus dem Flammenmeer zu Hören waren.

Doch zu diesem Zeitpunkt waren die Streckenposten noch nicht mit hitzebeständiger Kleidung ausgestattet. Vor den Augen seines Teamkollegen und den Augen von Millionen TV-Zuschauern verbrannte der 25-jährige Engländer in seinem F1-Boliden. Seine Leiche wurde erst nach dem Ende des Rennens geborgen, laut den Verantwortlichen ist Williamson erstickt. Für sein heldenhaftes Verhalten wurde Purley später mit der 'George Medal' ausgezeichnet - wobei ihm das gerettete Leben seines Teamkollegen wohl mehr wert gewesen wäre.


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