Formel 1 - Zu Gast in den Ardennen

Schinken, Bier und Fritten

Die Ardennen. Das Land der Göttin. Wir verraten Ihnen, warum nicht nur die Strecke, sondern auch die belgische Kulturlandschaft göttlich ist.
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Motorsport-Magazin.com - Spa-Francorchamps liegt im Herzen der Ardennen. Einer stark bewaldeten Hügellandschaft, die Urlauber aus ganz Belgien, Deutschland und den Niederlanden anzieht. Durch seine Lage ist es zugleich ein visueller Genuss als auch ein wettertechnischer Alptraum. Zumindest für all jene, die nicht gerne ununterbrochen mit einem Regenschirm ausgestattet sind.

Die Bezeichnung Ardennen geht auf den Namen der keltischen Jagd- und Waldgöttin Arduinna zurück. Die Ardennen sind eines der größten zusammen hängenden Waldgebiete Europas und erstrecken sich durch Belgien, Luxemburg und einen kleinen Teil Frankreichs - von der Eifel im Osten bis zur Maas im Westen.

Belgische Wetterkenner suchen Zuflucht im Trockenen. - Foto: Sutton

Das typische Mitbringsel aus Spa ist der nach strengen Vorgaben gefertigte Ardennenschinken. Er muss von Schweinen stammen, die auf einem Bauernhof in einer der Ardennenprovinzen aufgewachsen sind.

Das Land ist allerdings nicht nur für seinen Schinken bekannt. Für viele Feinschmecker hat Belgiens Küche mittlerweile sogar einen besseren Ruf als Frankreich. Das gilt nicht nur für die bekannten Gourmet-Restaurants in großen Städten, sondern auch für die Gasthöfe in den Ardennen.

Unbedingt probieren sollte man die Pommes Frites. Unsere todsicheren belgischen Quellen sagen der goldgelben, knusprigen belgischen Spezialität sogar weltmeisterlichen Geschmack nach. Zumindest wenn man die angeblich "besten Pommes Frites der Welt" in einer original belgischen Friterie verköstigt. Dazu empfiehlt sich eines der 400 verschiedenen Biere, die Belgien zu bieten hat.

Wallonen und Flamen

Erste Siedlungen der Kelten gab es bereits im 7. Jahrhundert vor Christus in den Ardennen. Die Römer haben sich später weitgehend aus dem wilden Bergland heraus gehalten und siedelten hauptsächlich am Ardennenrand. Durch ihre Lage zwischen mehreren Herrscherhäusern im früheren Europa gehörten die Ardennen im Laufe der Jahrhunderte mal der einen, mal der anderen Seite. In Malmédy nahe der Rennstrecke erinnern daran heute noch die zweisprachigen Straßenschilder. Diese weisen sowohl den Weg nach Luik als auch nach Liege. Somit kommen die französisch sprechenden Wallonen genauso zu ihrem Recht wie die niederländisch sprechenden Flamen.

So schön kann das Wetter in den Ardennen sein. - Foto: Sutton

Schon früh haben sich die Belgier und ihre Nachbarn um den Erhalt der Natur in den Ardennen bemüht. Heute gibt es im belgischen Bereich der Wälder 16 Naturschutzgebiete, in denen für Besucher nur bestimmte Wege frei gegeben sind.

Ende des 19. Jahrhunderts war Spa ein Bade- und Kurort von Weltruf. Noch heute steht das Wörtchen Spa in der englischen Sprache für Kurort oder Heilwasser. Die Thermalbäder am Place Royale kann man besichtigen, ebenso den Pouhon Pierre le Grand, den Brunnen, der nach Zar Peter dem Großen benannt ist. Bereits seit dem 14. Jahrhundert pilgerten Menschen nach Spa, um sich an den Quellen zu erholen.

In Malmédy steht die ehemalige Abteikirche mit zwei von Kuppeln gekrönten Türmen. Im Inneren sind die Madonna aus dem 18. Jahrhundert und ein vergoldetes Reliquiar von 1698 sehenswert.


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