Formel 1 - McNish: Formel 1 zu weit gegangen

Würde Webber in Le Mans willkommen heißen

Allan McNish sieht die Formel 1 zwar auf einem tendenziell guten Weg, die Königsklasse habe sich aber etwas verrannt.
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Motorsport-Magazin.com - Der ehemalige Formel-1-Pilot Allan McNish beobachtet auch Jahre nach seinem Abschied aus der Königsklasse des Motorsports die Geschehnisse des Zirkus' sehr genau. Das bringt ihn auch zum Schluss, dass die WEC, respektive Le Mans in vielerlei Hinsicht eine bessere Plattform bietet. "Ich denke, die Sportwagen haben den Herstellern einen Platz geboten, wo sie Technologie zu guten, vertretbaren Kosten entwickeln können", so der 43-Jährige gegenüber britischen Medien und fuhr fort: "Sie können an einem hochgehandeltem Rennen teilnehmen, nämlich Le Mans, das es mit jedem Formel-1-Rennen aufnehmen kann und es gibt noch eine Weltmeisterschaft dazu."

Zudem zeigte er am amtierenden Weltmeister auf, wie uneffektiv die Formel 1 als Werbeplattform sein könne. "Wenn man sich Renault ansieht - sie haben die Weltmeisterschaft jetzt schon ein paar Mal gewonnen, aber niemand weiß das. Alle glauben, das ist Red Bull."

Doch nicht nur auf marketing-technischer Seite sieht McNish derzeit Probleme in der Formel 1. "Es ist ziemlich verrückt, wie es im Moment in der Formel 1 ist. Ich habe mir die Rundenzeiten beim Bahrain GP genau angeschaut und festgestellt, dass sie ziemlich genau die gleichen waren, die wir [die WEC] auch dort gefahren sind - und das bei einem Auto, das 300 Kilogramm leichter ist." Die Ursache des Problems ist für den Schotten im Bestreben der Formel 1, immer ein großes Spektakel bieten zu müssen, begraben. "Ich glaube, es ist gut, das zu versuchen, aber sie sind vielleicht ein bisschen zu weit damit gegagen."

Webber ein willkommener Gast

Schon länger gibt es Gerüchte, wonach noch-Red-Bull-Pilot Mark Webber nach der Saison 2013 aus der Formel 1 nach Le Mans wechseln könnte. Das Werks-Engagement von Porsche soll den Australier zurück an die Sarthe locken. Allan McNish würde sich über ein Comeback des Routiniers im LMP1-Prototypen freuen. "Wenn Mark sich dafür entscheidet, zu kommen, würden wir ihn alle mit offenen Armen empfangen - zumindest bis zur ersten Kurve. Er würde es auch nicht anders wollen", fügte er mit einem Schmunzeln an.


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