Formel 1 - Webber: Noch keine Rücktrittsgedanken

Man muss ehrlich zu sich selbst sein

Mark Webber sieht noch keine Gründe, bald die Fahrerhandschuhe an den Nagel zu hängen - der Australier fühlt sich stark und träumt weiter vom Titelgewinn.
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Motorsport-Magazin.com - 2013 wird Mark Webber der älteste Pilot im Formel-1-Feld sein - möglich machen es die Abgänge von Michael Schumacher und Pedro de la Rosa, dessen HRT-Team derzeit nicht mehr in der FIA-Nennliste für kommende Saison auftaucht. Zum dienstältesten Fahrer wird Webber trotz seiner 36 Jahre aber nicht avancieren. Jenson Button und Fernando Alonso debütierten in den Jahren 2000 und 2001 vor ihm in der Königsklasse - ein Fahrer, der noch in den Neunzigerjahren aktiv F1-Rennen fuhr, ist kommende Saison erstmals nicht mehr mit dabei. Webber, der selbst 2002 mit Minardi in der Königsklasse debütierte und damals gleich mit einem fünften Platz bei seinem Heimspiel in Melbourne für Aufsehen sorgte, sieht seine Zeit aber noch lange nicht gekommen.

Mein Ziel ist es nach wie vor, eine titelreife Saison auf die Beine zu stellen.
Mark Webber

Dass er seinen Red-Bull-Kontrakt derweil seit Jahren immer nur um eine weitere Saison verlängert, habe andere Gründe und viel mit der Selbstüberprüfung seiner Leistung zu tun - auch sei er dadurch dauerhaft angehalten, die Motivation hoch zu halten und habe dementsprechend den nötigen Druck, um Spitzenleistungen aus sich herausquetschen zu können. "Ich bin nun einmal nicht mehr am Anfang meiner Karriere sondern eher am Ende - das weiß ich auch", so Webber. "Mein Ziel ist es aber nach wie vor, eine titelreife Saison auf die Beine zu stellen. Ich habe schon um Meisterschaften gekämpft und in den letzten Jahren einige sehr spezielle Momente erleben dürfen", erinnerte sich der Australier.

Der persönliche Leistungszenit sei dabei eine relative Sache. "Man muss es einfach nur alles zusammenbringen. Und gleichzeitig muss man ehrlich zu sich selbst sein. Man muss sagen: 'Junge, jetzt ist es an der Zeit...' - noch denke ich das aber nicht", grinste Webber mit Blick auf einen baldigen Rücktritt. Für ihn sei klar, dass man die Vorzeichen selbst als Erster spüre. "Man hört die Alarmglocken dann schon schrillen. Bis dieser Zeitpunkt aber gekommen ist, an dem man aus sich nicht mehr das Optimum herausholen kann und ins Schlingern gerät, muss man weiter pushen und den Druck aufrecht erhalten", meinte Webber, der mit einem Lächeln anfügte: "Und genau das machen wir jetzt nächstes Jahr!"


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