Formel 1 - F1 in Spielberg: Anwohner-Vertreter skeptisch

Viele offene Fragen

Karl Arbesser, der Anwohner-Vertreter von Spielberg, hat festgehalten, dass die derzeitige Gesetzeslage keine F1 am Red Bull Ring erlauben würde.
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Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 hält Österreich in Atem. Seit einigen Tagen wird darüber spekuliert, ob die Königsklasse im kommenden Jahr nach Spielberg auf den Red Bull Ring ausweicht, da New Jerey noch nicht bereit ist und es in Istanbul finanzielle Unklarheiten gibt. Während Red Bulls Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko betonte, dass die Strecke für die Formel 1 bereit sei und die nötigen Umbauarbeiten kein Problem darstellen würden, meldete Anwohner-Vertreter Karl Arbesser am Dienstag massive Bedenken an.

Also, da wäre schon Erhebliches zu machen
Karl Arbesser

Laut Arbesser gebe es bei einem Grand Prix schalltechnische Probleme aund Schwierigkeiten bei den erlaubten Besucherzahlen. "Ich weiß nicht, wie man das im Bescheid unterbringen will", sagte er und stellte zudem im Gespräch mit der APA die Frage in den Raum, wer einen zweistelligen Millionenbeitrag an Bernie Ecclestone überweisen wolle. Die Errichtung des Red Bull Rings war nur unter schweren Auflagen möglich, die dafür sorgen sollen, dass die Anwohner der Strecke vom Rennbetrieb nicht belästigt werden.

Die Formel 1 gab sich jahrelang am Österreichring die Ehre - Foto: Sutton

Sondergenehmigung notwendig

Problematisch seien vor allem die Lärmpegelspitzen. Arbessers Messungen zur Folge hätte die DTM in Spielberg an zumindest einer Messstation den erlaubten Wert um rund sechs Dezibel übertroffen. Er vermutete, dass die Formel 1 noch lauter sein würde und merkte an, dass sich zehn Dezibel mehr fast doppelt so laut anhören und den vierfachen Druck ausüben würden. Zudem sei es fraglich, ob Tages- und Stundenschnitt beim Lärm eingehalten werden könnten.

Momentan sind in Spielberg lediglich 25.000 Zuschauer pro Tag zugelassen, was für die Formel 1 zu wenig wäre, es müsste wohl eine Sondergenehmigung ausgefertigt werden. "Also, da wäre schon Erhebliches zu machen", kommentierte Arbesser, der seine Zustimmung auch nicht erkaufen lassen möchte. "Das kann ich mir persönlich nicht vorstellen, denn wozu gibt es dann einen Bescheid?", sagte er. "Ich werde bezahlt, die Einhaltung des Bescheids zu kontrollieren, und dann sollte ich für weiteres Geld beide Augen zudrücken?"


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