Formel 1 - Schumacher: Kein Grund für eine Strafe

Keine schnelle Runde

Michael Schumacher wundert sich, dass er nach dem Qualifying zum US GP zu den Stewards muss. Er sei nicht verpflichtet, Fernando Alonso vorbeizulassen.
von

Motorsport-Magazin.com - Zitterpartie mit gutem Ende. Nach dem Qualifying zum Großen Preis der USA, das er auf dem sechsten Platz beendet hatte, wurde Michael Schumacher zu den Stewards zitiert. Der Vorwurf: Im zweiten Segment des Zeittrainings soll er Ferrari-Pilot Fernando Alonso aufgehalten haben. Doch die Rennleitung entschied zugunsten des Rekordweltmeisters und sah von einer Strafe ab. Der Mercedes-Pilot nimmt das morgige Rennen wegen der Rückversetzung von Romain Grosjean von Platz fünf in Angriff.

Er fährt seine Reifen warm, ich fahre meine Reifen warm, warum muss ich ihn da vorbei lassen?
Michael Schumacher

Schumacher war sich ohnehin keiner Schuld bewusst, für eine Bestrafung gäbe es seiner Meinung nach überhaupt keinen Grund. "Er fährt seine Reifen warm, ich fahre meine Reifen warm, warum muss ich ihn da vorbei lassen?", fragte der Rekordweltmeister. "Er war nicht auf einer schnellen Runde - das sagt er auch selbst, wenn ich ihn vorbeilasse, werden meine Reifen genauso kalt. Es war eine neutrale Situation."

Er halte ohnehin nichts davon, dass die Entscheidung über Startpositionen am Grünen Tisch fallen würde, meinte der 43-Jährige im Bezug auf Mark Webber, der nicht zum Wiegen erschienen war und deshalb ebenfalls zu den Stewards musste. "Ich bin kein Freund davon, dass Dinge, die neben der Strecke passieren, die Positionen beeinflussen, um die wir auf der Strecke kämpfen", sagte er.

Überholen? Schumacher sagt ja

Kämpferisch gab sich Schumacher auch im Hinblick auf sein vorletztes Formel-1-Rennen. Der herrschenden Meinung, dass es in Austin kaum möglich sei, während des Rennens zu überholen, stimmte der Rekordchampion nicht zu. "Ich habe da eine andere Meinung. Ich glaube, Überholen wird ein Thema sein." Möglichkeiten gäbe es dafür jedenfalls genügend. "Wir haben eine DRS-Zone zwischen Kurve 11 und 12. Auf der langen Geraden ist das eine optimale Überholmöglichkeit, gerade wenn die Reifen alt werden." Und das sei noch nicht alles, so Schumacher. "Es gibt noch ein paar andere Stellen. Natürlich ist man dadurch, dass man die harten Reifen gewählt hat, in der Boxenstoppstrategie eingeschränkt", meinte er. "Das hält aber keinen davon ab, es zu versuchen."


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x