Formel 1 - Indischer Zoll bereitet Teams Kopfzerbrechen

Es ist ein Glücksspiel

Die Top-Teams überlegen, wichtige Updates nach hinten zu verschieben, um Problemen mit dem indischen Zoll aus dem Weg zu gehen.
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Motorsport-Magazin.com - Die WM befindet sich auf der Zielgeraden. Vor dem Großen Preis von Korea liegt Sebastian Vettel nur noch vier Punkte hinter Leader Fernando Alonso. Um einen Vorteil gegenüber dem Gegner zu haben, hatte sowohl Red Bull als auch Ferrari für Korea neue Teile im Gepäck. Ob das auch beim kommenden Rennen in Indien der Fall sein wird, ist allerdings fraglich.

Aufgrund der Bürokratie des indischen Zolls befürchten die Teams, dass mögliche neue Teile, die kurz vor dem Rennwochenende geschickt werden, nicht rechtzeitig an der Strecke eintreffen. "Das ist durchaus ein Problem", bestätigte Ferrari-Sportdirektor Massimo Rivola. "Wir maximieren die Arbeit in der Fabrik, um sicherzustellen, dass die Teile nicht mit einem extra Schiff nach Indien gebracht werden müssen."

Direkt von Korea nach Indien

Aber auch wenn die Teile rechtzeitig an der Strecke in Indien ankommen, ist nicht gewiss, dass sie auch rechtzeitig wieder von dort wegkommen. "Es ist ein Glücksspiel, denn keiner von uns weiß, ob die Teile es rechtzeitig von Indien nach Abu Dhabi schaffen", meinte Rivola. Laut McLaren-Technikdirektor haben die Teams nur eine Möglichkeit - sie müssten sicherstellen, dass sämtliche Teile als offizielle F1-Fracht direkt von Korea nach Indien transportiert werden.

"Was den Zoll angeht, ist Indien für uns das schwierigste Rennen. Alles muss direkt von hier aus nach Indien verfrachtet werden. Man muss dabei sehr rigoros vorgehen, denn irgendwelche neuen Teile nachträglich nach Indien zu bringen, ist äußerst schwierig", erklärte Lowe.


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