Formel 1 - Ecclestone zweifelt am Nürburgring

Die Zeit läuft ab

Bernie Ecclestone sieht für den Nürburgring keine rosige Zukunft. Man stehe zwar in Gesprächen über ein Rennen in der kommenden Saison, aber die Zeit drängt.
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Motorsport-Magazin.com - Geht es nach dem Kalenderentwurf, der am Rande des Singapur Grand Prix aufgetaucht ist, wird der Große Preis von Deutschland am 21. Juli 2013 stattfinden. Als Austragungsort wäre im kommenden Jahr wieder der Nürburgring an der Reihe, nachdem die Formel 1 in diesem Jahr auf dem Hockenheimring gastierte. Doch ob die Königsklasse tatsächlich in die Eifel kommt, ist angesichts der finanziellen Lage der Rennstrecke alles andere als gewiss - noch gibt es laut Bernie Ecclestone keine Einigung mit dem Rennstreckenbetreiber.

Mit dem Nürburgring haben wir keinen Vertrag, aber wir führen Gespräche
Bernie Ecclestone

"Mit dem Nürburgring haben wir keinen Vertrag, aber wir führen Gespräche. Da müssten wir ganz von vorn anfangen", erklärte der Formel-1-Zampano. Die Zeit drängt allerdings, denn bereits am Freitag legt der World Motor Sport Council die Termine für die kommende Saison fest, auch wenn die Austragungsorte nachträglich noch geändert werden könnten. Ecclestone betonte jedoch gegenüber der Financial Times: "Die letzte Frist läuft bald ab."

Für die Ringbetreiber wäre eine Absage nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen ein schwerer Schlag, auch das bereits stark ramponierte Image des Nürburgrings würde weiter leiden. "Wir befinden uns in Gesprächen und sind guter Dinge", verlautbarte ein Sprecher der Rennstrecke über die Verhandlungen mit Ecclestone. Sollte es in der Eifel zu keinem Rennen kommen, würde der Formel-1-Zirkus abermals in Hockenheim gastieren, wie auch Ecclestone bestätigte. "Hockenheim schauen wir uns einfach jedes Jahr an."

Ohne staatliche Unterstützung wird es sofort schwierig
Bernie Ecclestone

Allzu großer Optimismus dürfte bei Ecclestone demnach nicht vorherrschen, die Hoffnungen auf eine langfristige Rückkehr der Formel 1 auf den Nürburgring sind gering. "Ich habe keine Ahnung, wie lange es den Nürburgring noch gibt", sagte der Brite. "Ohne staatliche Unterstützung wird es sofort schwierig."


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