Formel 1 - Tag 3: Rosberg setzt Mercedes erneut auf P1

Force India im Pech

Mercedes fand sich auch am dritten Testtag in der Zeitenliste vorne wieder. Vettel, Hamilton und Alonso erstmals in Jerez im Auto. Crash von Bianchi.
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Motorsport-Magazin.com - Am dritten Testtag griffen Sebastian Vettel, Fernando Alonso und Lewis Hamilton in das Geschehen in Jerez ein. Die schnellste Zeit markierte allerdings keiner der drei Piloten, sondern Nico Rosberg. Damit sicherte sich Mercedes im modifizierten Vorjahresmodell die zweite Bestzeit in Folge, das neue Auto soll erstmals in Barcelona zum Einsatz kommen.

Rosberg fuhr in Jerez Bestzeit - Foto: Sutton

Hinter Rosberg folgte Romain Grosjean mit einem Rückstand von acht Zehnteln. Vettel, der erstmals den RB8 testete, blieb mit 1,6 Sekunden Rückstand auf Rang drei. Aufgrund der kalten Bedingungen am Morgen ließ Alonso sich mit seiner ersten Ausfahrt besonders lang Zeit. In den ersten dreieinhalb Stunden spulte der Ferrari-Pilot nur 14 Runden ab. Bis zum Ende des Testtages kam er auf 67 Runden, ein Hydraulikproblem kostete den Ferrari-Piloten allerdings viel Zeit.

Für Jules Bianchi hatten die kalten Verhältnisse weitreichende Konsequenzen. Der Force India-Testfahrer verlor auf den kalten Reifen sein Heck, rutschte durch das Kiesbett und knallte in die Reifenstapel. Der Schaden am VJM05 war zwar nicht groß, führte aber dazu, dass für Bianchi der Testtag bereits nach zwei Runden zu Ende war und auch der Einsatz von Nico Hülkenberg am Nachmittag stand unter keinem guten Stern. Aus der Boxengasse hieß es, dass dem Team wohl ein bestimmtes Teil fehlte, das erst aus Silverstone eingeflogen werden muss.

Wir werden heute nicht mehr auf die Strecke gehen, Nico wird erst morgen fahren
Force India

Später teilte Force India schließlich offiziell mit: "Wir werden heute nicht mehr auf die Strecke gehen, Nico wird erst morgen fahren." Eher unscheinbar blieb erneut McLaren. Wie Jenson Button in den ersten beiden Testtagen fand sich auch Hamilton in den Zeitenlisten eher im Mittelfeld wieder. Nichtsdestotrotz ist McLaren mit dem bisherigen Testverlauf zufrieden. "Jenson hat mir mitgeteilt, dass der MP4-7 ein Auto ist, mit dem man arbeiten kann. Und genau das ist es, was man für eine Weltmeisterschaft braucht", betonte McLaren-Technikchef Paddy Lowe.

Erstmals im neuen Auto saßen am Donnerstag auch Jean-Eric Vergne, Bruno Senna und Giedo van der Garde. Letzterer sorgte für die zweite rote Flagge des Tages als er mit seinem Boliden in Kurve 10 von der Strecke abkam und im Kies steckenblieb. Zehn Minuten vor Trainingsende folgte die dritte rote Flagge des Tages - ausgelöst durch Grosjean. Gerüchten zufolge soll dem Lotus-Piloten der Sprit ausgegangen sein.


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