Formel 1 - Button: McLaren hat eigene Nasen-Philosophie

Gleiche Autos sind langweilig

Jenson Button gefällt die Varianz der Autos. Er glaubt, dass es zu Beginn eng zugehen wird. Bei der Nasen-Diskussion verweist er auf die McLaren-Philosophie.

Motorsport-Magazin.com - Glatte Nase oder Schnabeltier-Konstrukt - ist das die Frage der Saison 2012? Jenson Button glaubt, dass es im Hinblick auf den Ausgang egal ist, ob die Top-Teams, wie McLaren, auf eine glatte Frontpartie setzen oder sich für die Stufe am Frontflügel entscheiden: am Ende sind die Großen unterm Strich konkurrenzfähig. "Wie auch immer ihre Autos jetzt aussehen, zum ersten Rennen werden sie konkurrenzfähig sein", blickt Button in Richtung Red Bull und Ferrari.

"Ihre Autos sehen in gewissen Bereichen anders aus als unseres", erklärt der McLaren-Pilot. "Gleichzeitig weisen auch Red Bull und Ferrari Unterschiede auf, wenn man sich die Nasen anschaut. Wir haben eben eine andere Philosophie bei der Front des Autos." Da der Chrompfeil schon in der vergangenen Saison über ein niedrigeres Chassis als die meisten anderen Boliden verfügte, konnte die Truppe aus Woking auf diesem Umstand aufbauen und dementsprechend die Front an die neuen Regularien anpassen.

Gleiche Autos sind langweilig

"Ich finde es großartig, wie unterschiedlich die Autos trotz der eingeschränkten Regeln aussehen", freut sich Button über den Anblick der Konkurrenz beim Testauftakt in Jerez. "Es wäre ja auch langweilig, wenn alle Autos gleich aussehen würden." Trotz der Varianz glaubt Button an ein engeres Feld in der anstehenden Saison.

"Die Regeln weisen große Unterschiede auf, deshalb glaube ich, dass die Autos viel näher beieinander liegen werden, vor allem zu Beginn des Jahres", so Button. "Das ist großartig für den Sport. Nur macht es die Sache für uns komplizierter und schwieriger." Wenn die Rennsaison erst einmal gestartet sei und die Teams mit neuen Updates ankommen, würde sich das Feld wieder teilen, vermutet der Brite.




2 Leser-Kommentare

Kommentar schreiben
am 08. Februar 2012 um 10:22 Uhr
cengiz: Einheitsbrei kommt bestimmt
Die Tendenz geht leider in eine Richtung. Durch die vielen Regeländerungen und Regularien haben die Ingenieuer kaum noch Spielraum und die Autos unterscheiden sich immer mehr nur noch in Nuancen. Nach der einheitlichen Motorsteuerung, dem Einheitsbudget und dem Einheitsreifen dürfte das Einheitschasis und der Einheitsmotor nicht mehr lange auf sich warten lassen. Dann hätte Herr Eccelstone seine Forme-L(angweilig) perfektioniert und würde weitere Möglichkeiten suchen, um etwas Spannung für das Publikum zu bekommen. Die Formel-1 muss als Königsklasse des Motorsports die Möglichkeit haben, neue Wege der Ingenieurskunst zu gehen. Dafür brauchen die Entwickler aber Freiheiten, die nicht ihnen vorschreiben, wo in welchem Fenster beispielsweise der Auspuff zu plazieren ist. Dann kommt es nicht von Ungefähr, wenn Herr Eccelstone darüber nachdenkt, ob man während des Rennens die Bahn für einpaar Runden nicht künstlich bewässern sollte, damit etwas Spannung aufkommt. Langweilige Aussichten.
am 08. Februar 2012 um 06:17 Uhr
GM-F1:
Ich muß sagen, ein fast schon wieder klassisch elegantes Design-und mit Abstand das schönste! Hoffentlich für McL auch schnell genug für die hässliche Konkurrenz.

Motorsport-Magazin.com auf Facebook
x