Die Top-Teams sind in der FOTA mit ihrem Antrag abgeblitzt, die Vorschriften der Ressourcenbeschränkung (RRA) zu ändern und im kommenden Jahr mehr Mitarbeiter an der Rennstrecke einsetzen zu können. Die kleineren Rennställe haben diesen Antrag abgelehnt. Aktuell dürfen die Teams laut der RRA aus Spargründen 47 operative Team-Mitglieder bei einem Event einsetzen, 45 für das Auto und zwei weitere für KERS. Da es die Meinung gab, bei dieser Mitarbeiterzahl würde zu viel Last auf dem Team ruhen, wurde darüber diskutiert, die Anzahl für nächstes Jahr auf 55 zu erhöhen.
Von den kleineren Teams gab es allerdings Bedenken, weil sie der Ansicht waren, das würde die Kosten wieder nach oben treiben und den größeren Mannschaften einen Vorteil geben. Daher wurde der Antrag auch abgelehnt. "Die großen Teams haben es versucht, aber es wurde blockiert. Es wurde innerhalb der FOTA blockiert", sagte FOTA-Vorstand Martin Whitmarsh laut Autosport. Er erklärte, dass zunächst 45 Mitarbeiter zugelassen waren, es dann wegen KERS 47 wurden und es immer mal wieder Ausnahmen gab. "Da sagten die Leute: 'Warum machen wir es nicht einfach sauberer. Nehmt die Ausnahmen weg und erhöht auf 55.' Ich fühlte mich damit wohl, aber für die kleinen Teams war es psychologisch wohl ein Nein."
Aus Sicht von Whitmarsh sollte man diese Meinung durchaus respektieren. Denn als noch 60 bis 80 Leute an einem Rennwochenende dabei waren, hielten es viele für unmöglich, mit 45 Mitarbeitern zu operieren. "In Wahrheit geht es uns aber gut", sagte Whitmarsh. Noch zu diskutieren bleibt für die FOTA die Zukunft der RRA im Allgemeinen. Das angesetzte Meeting zu dem Thema wurde in Abu Dhabi abgesagt und dürfte nun beim Saisonfinale in Brasilien stattfinden. Dort wird ein Vorschlag besprochen werden, den Red Bull Racing eingebracht hat und der die Meinungsverschiedenheiten in der Angelegenheit endlich ad acta legen soll.

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