Formel 1 - Red Bull: Ahnungslos durch FOTA-Absenz

Zehn aus Zwölf

Red-Bull-Teamchef Christian Horner erklärt, dass sein Team durch die Nichtberücksichtigung beim FOTA-Treffen in Japan wenig über die besprochenen Inhalte weiß.
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Motorsport-Magazin.com - Zehn der zwölf Formel-1-Teamchefs trafen am Morgen des Rennsonntags in Suzuka zusammen, um ein paar dringliche Angelegenheiten in Bezug auf die Belange der Teams zu diskutieren, wie etwa die zukünftige Führungsstruktur der Königsklasse, die potenziell erhöhten Antrittsgebühren und die Kostenbremse. Nicht mit von der Partie waren dabei Red Bull und Schwesterteam Toro Rosso - sie waren schlichtweg nicht eingeladen, obwohl sich mit Ferrari und Sauber die anderen Nichtmitglieder der Teamvereinigung erstmals seit langer Zeit sehr wohl wieder an den Gesprächen beteiligten. Nur wenige Tage vor einem richtungsweisenden Meeting der FOTA mit der FIA und Bernie Ecclestone in Paris am 23. Oktober, eine denkbar brisante Angelegenheit.

Scheinbar haben sie nicht das Gefühl, dass es Red Bull etwas angeht.
Christian Horner

Bei Red Bull demonstrierte man aber zumindest nach außen hin Gelassenheit ob der prekären Situation. "Ich weiß ja nicht einmal, worüber gesprochen wurde, weil ich nicht dort war - also kann ich das auch nicht kommentieren", meinte Teamchef Christian Horner mit einer gehörigen Prise Süffisanz. "Wir haben die FOTA, die aus einigen Teams nicht besteht, aus wieder anderen schon. Ich habe keine Ahnung worüber gesprochen wurde, aber scheinbar haben sie auch nicht das Gefühl, dass es Red Bull etwas angeht", machte der Brite seinem Unmut über die momentane Lage und den Umgang mit seinem Team Luft. Abermals wiederholte er: "Ich kann trotzdem nichts bewerten, von dem ich nichts weiß."

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, der diese Saison als Vorstand der Teamvereinigung fungiert, betonte parallel, dass man dem Fakt, dass Ferrari und Sauber am Suzuka-Meeting teilgenommen haben, nicht zu viel Bedeutung beimessen solle. "Wir haben nur über das Leben und Schaffen in der Formel 1 gesprochen", spielte er die Angelegenheit herunter. Sorgen wollte er sich um die FOTA keine machen - trotz aller Uneinigkeit und scheinbaren Instabilität des Teamgebildes. "Für die Teams macht es einfach Sinn, einige der Gedanken und Probleme, die jeden Tag so auftreten, zu teilen - das versuchen wir und daran arbeiten wir", so der Brite.


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