DTM - Gewerkschaft: Scheider räumt mit Gerüchten auf

Kein Interesse daran Stimmung zu machen

Timo Scheider stellt klar: die Gewerkschaft soll die DTM nach vorne bringen und nicht dazu genutzt werden, um in der Öffentlichkeit Stimmung zu machen.
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Motorsport-Magazin.com - Nachdem die Gewerkschaft in der letzten Saison noch scheiterte, ist es dieses Jahr nun endlich soweit. Die neu gegründete Gewerkschaft soll den Sport nach vorne bringen und nicht als Werkzeug genutzt werden, um in der Öffentlichkeit Stimmung zu machen. Das stellte Timo Scheider in einer Telefonkonferenz am Mittwoch klar.

"Wir wollen gemeinsam mit den Herstellern, dem DMSB, der ITR Lösungen aufzeigen und kreieren. Wir haben kein Interesse daran Stimmung zu machen, sondern wir wollen Lösungsansätze finden. Manchmal gibt's die schon, manchmal können wir noch mit einer neuen Idee kommen", erklärte der Audi-Pilot.

Wir wollen gemeinsam mit den Herstellern, dem DMSB, der ITR Lösungen kreieren
Timo Scheider

Irgendetwas anderes in die Gründung der Gewerkschaft hinzuinterpretieren wäre falsch. "Genauso wie etwas übers Knie brechen zu wollen", betonte Scheider. So fand er beispielsweise den offenen Brief seitens Mercedes an die DTM-Kommission eine gute Sache. "Ich fand den Brief gut. Er war sehr konstruktiv und in keiner Weise beleidigend. In meinen Augen war er richtig geschrieben", erklärte der Deutsche.

Ausschlaggebend für den offenen Brief war die Disqualifikation von Robert Wickens. Der Mercedes-Pilot war in Spielberg von der Rennleitung wegen einer 'Unsafe Release' mit einer Durchfahrtsstrafe belegt worden, die er jedoch nicht antrat, weshalb die Disqualifikation folgte. Mattias Ekström bewertete die Strafe als Fehlentscheidung und bezog sich dabei auf ein Gentlemans Agreement, worauf sich die Fahrer während einer Besprechung in Hockenheim vor zwei Jahren geeinigt hatten.

Gentleman Agreement

Die Strafe entspricht nicht dem Gentlemans Agreement
Mattias Ekström

"Diese Strafe entspricht nicht dem Gentlemans Agreement", kritisierte Ekström. Für Markenkollege Timo Scheider war diese Vereinbarung unter den Piloten hingegen völlig neu. Für ihn handelt es sich dabei um ein schwieriges Thema. "Man hat mal gesagt, dass die Fast Lane immer Vorrang hat, aber wenn ich an der Box stehe und dann kommt ein Line-up von drei oder vier Autos, dann stehe ich da und muss zusehen wie ich eine Position nach der anderen verliere. Das kann nicht der Sinn und Zweck sein."

Für die Zukunft müsse man in diesem Punkt eine klare Linie finden. "Das wird natürlich nicht einfach, denn sobald der Fahrer das Go bekommt, fährt er los. Manchmal kommt er besser weg, manchmal schlechter. Da ist es auch für das Team schwierig einzuschätzen, ob das eng wird oder nicht. Da sind auch wir Fahrer gefragt", betonte Scheider vor dem nächsten Lauf auf dem Nürburgring.


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