DTM - Die wichtigsten Antworten zur Fahrergewerkschaft

DTM soll attraktiver werden

Nachdem die Gewerkschaft in der letzten Saison noch scheiterte, ist es dieses Jahr nun endlich soweit. Gemeinsam wollen die Piloten die DTM nach vorne bringen.
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Wofür wurde die Gewerkschaft gegründet?

Einerseits wollen die Fahrer dazu beitragen, die DTM attraktiver zu machen. Dabei geht es hauptsächlich um mehr Spannung bei den Rennen. "Wir Fahrer sitzen in den Autos und wissen daher am besten, wie wir das Ganze beispielsweise in puncto Überholmanöver interessanter machen können." Andererseits wird sich die Gewerkschaft für einfachere und verständlichere Reglements, für Fans und Fahrer, stark machen. "Wir haben in den letzten Rennen etwas seltsame Strafen gesehen", so Gary Paffett. Nach Meinung von Timo Glock kann es nur von Vorteil sein, wenn Fahrer herstellerübergreifend ihre Meinungen äußern, da alle in einem Boot säßen und an einem Strang ziehen sollten.

Die DTM soll attraktiver und übersichtlicher werden - Foto: DTM

Wieso gibt es die Fahrergewerkschaft erst jetzt?

Laut Timo Glock haben bisher einfach die Strukturen gefehlt. "Im letzten Jahr haben wir uns zusammengesetzt und uns darauf geeinigt, dass es sicher kein schlechter Weg wäre die Gründung einer Fahrergewerkschaft einzuleiten." Es seien vorher nicht die nötigen Parameter zusammengekommen, um die Gewerkschaft durchzusetzen. Nun sei alles mit den Herstellern und dem DMSB abgesprochen, sodass dem Go nichts mehr im Weg gestanden habe. "Man merkt, dass wir genau jetzt die Chance ergreifen mussten etwas zu bewegen, wenn man die Zuschauerzahlen und die TV-Quote betrachtet", ergänzt Timo Scheider.

Manuel Reuter, ehemaliger Pilot und Sprecher der Gewerkschaft

Wieso wurde Manuel Reuter als Sprecher auserwählt?

Da die Fahrer viel in Sponsoren- und Marketing-Termine eingebunden sind, fehlt ihnen schlichtweg die Zeit, diesen Posten zu besetzen. Manuel Reuter sei laut den Fahrern genau der richtige Kandidat für diese Position. Er ist selbst in der DTM gefahren und kann als ehemaliger Fahrer die Piloten besser versteht als manch anderer. "Ich denke, dass eine Hersteller-neutrale Person ein gutes Signal ist, denn dadurch kann nicht der Eindruck entstehen, dass einer der Hersteller einen Vorteil hat. Außerdem müssen sich die Piloten an den Wochenenden zu 100% auf ihren Job konzentrieren können", argumentierte Reuter.

BMW Motorsport Direktor Jens Marquart äußert sich positiv über die Gewerkschaft - Foto: BMW AG

Wie haben die Hersteller die Gründung der Gewerkschaft aufgenommen?

"Grundsätzlich haben wir das unterstützt. Ich denke wenn die Jungs es richtig angehen, kann etwas Positives dabei herauskommen. Sie haben sich als Ziel gesetzt, ihre Meinung zur Fahrweise auf der Strecke und dem sportlichen Reglement abzugeben", sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi. Jens Marquart, BMW Motorsport Direktor, gehört ebenfalls zu den Befürwortern der Gewerkschaft: "durch diesen Bund haben wir ein herstellerübergreifendes Sprachrohr seitens der Fahrer. Sie wissen am besten, wie es auf der Strecke zugeht, es wird hart gefightet. Zusammen versuchen sie, das Beste aus der DTM herauszuholen und sie nach vorne zu bringen."


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