DTM - Antonio Felix da Costa im Portrait

Nach Regen folgt Sonnenschein

Antonio Felix da Costa steht ein aufregendes Jahr 2014 bevor. Auch wenn es mit dem F1-Cockpit nichts wurde, von der Bildfläche verschwinden wird er nicht.
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Motorsport-Magazin.com - Antonio Felix da Costa wird ab 2014 mit gleich zwei Jobs über das Jahr hinweg versorgt sein. Neben seiner Tätigkeit als Testfahrer bei Red Bull in der Formel 1, wird der Portugiese 2014 noch ein zweites Standbein haben - nämlich als BMW-Pilot in der DTM. Dort wird er als Teamkollege von Maxime Martin an den Start gehen. Für den jungen Piloten eine optimale Gelegenheit seine gesammelten Erfahrungen unter Beweis zu stellen.

Der Lebenslauf des 22-Jährigen entspricht ganz dem Sprichwort: mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Denn wie fast jeder Motorsportler begann da Costa seine Karriere in jungen Jahren. Von 2002 bis 2007 bestritt der damals 11-Jährige seine ersten Kartrennen und steigerte seine Leistung stetig. 2008 fand der Portugiese den Weg in den Formelsport und fuhr zusammen mit Valtteri Bottas in der nordeuropäischen Formel Renault. Am Ende der Saison wurde da Costa auf Anhieb Zweiter hinter seinem Teamkollegen.

2010 bestritt da Costa seine ersten GP3-Rennen - Foto: GP3 Series

Ein Jahr später steigerte da Costa seine Leistung und gewann den Meistertitel der nordeuropäischen Formel Renault. Auch in der Formel Renault 2.0 Eurocup legte der Portugiese eine gute Leistung an den Tag und verbesserte sich auf Rang drei in der Gesamtwertung. 2010 startete da Costa in der Formel-3-Euroserie, wo er am Ende der Saison die zweitmeisten Siege einfuhr - aber nur den siebten Rang in der Fahrerwertung belegte. Ebenfalls bestritt er zwei Rennen in der GP3-Serie für Carlin.

Noch im selben Jahr sammelte da Costa seine ersten Erfahrungen in einem Formel-1-Boliden und wurde für Testfahrten bei Force India eingesetzt. 2011 fuhr da Costa eine komplette Saison in der GP3. Zudem nahm er an vier Rennwochenende der britischen Formel-3-Meisterschaft teil. In beiden Serien wurde da Costa am Ende 13. Am Jahresende wurde dem Portugiesen noch die Chance gegeben, beim GP2 Finale teilzunehmen - wo er die Zielflagge als Neunter sah.

2012 war das bisher erfolgreichste Jahr des Portugiesen. In der GP3-Serie tauschte er die Teams und wechselte von Status Grand Prix zu Carlin. Daraufhin gewann er drei Rennen, fuhr sechs Mal auf das Podest und schloss die Saison als Dritter in der Gesamtwertung ab. Außerdem erhielt da Costa ein Cockpit bei Arden Caterham in der Formel Renault 3.5 und beendete die Saison als Vierter mit vier Siegen. Der Saisonhöhepunkt von da Costa 2012 war die Aufnahme ins Förderprogramm von Red Bull und der Gewinn des prestigeprächtigen Rennens in Macau.

da Costa im Red Bull - Foto: Sutton

In diesem Jahr absolvierte der 22-Jährige in Silverstone für Red Bull Testfahrten und wurde als heißester Kandidat auf das Cockpit von Daniel Ricciardo geschätzt. Doch am Ende entschied sich Red Bull für den Russen Daniil Kvyat - eine herbe Enttäuschung für den Piloten, der sich bereits eine Zukunft in der F1 ausgemalt hatte. "Es tut weh, aber es ist wie es ist", erklärte da Costa nach dem schweren Schlag. Doch der Mut des jungen Piloten ist dadurch keineswegs getrübt. Im kommenden Jahr wird man noch viel von da Costa hören - ob als Testfahrer für Red Bull oder als fester Bestandteil des BMW-Kaders in der DTM.


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