Dakar - Thomas Wallenwein erlebte eine harte Dakar

Bergungsaktion bei 50 Grad Celsius

Nach dem offiziellen Aus war die Rallye Dakar für Thomas Wallenwein noch nicht beendet, denn sein Fahrzeug wurde zum Service-Truck deklariert.

Motorsport-Magazin.com - Nach gut drei Wochen purem Abenteuer in Südamerika kehrte Thomas Wallenwein zurück nach Stuttgart. Mit seinem spanischen Copiloten Gabriel Moiset und dem südafrikanischen Mechaniker Sean Smith-Baillie steuerte er den MAN Racetruck für das Team South Racing aus Rüsselsheim, welches den Ford Werkseinsatz der beiden Ford Ranger in Kooperation mit Neil Woolridge Motorsport (Südafrika) bei der Rallye Dakar durchführte.

Nachdem wir die Fahrspur um einen halben Meter verpassten, rollten wir eine Düne hinab und blieben auf der Seite liegen.
Thomas Wallenwein

"In diesem Jahr hatten wir kein Glück! In der 5. Etappe platzte eine Hochdruckleitung der Einspritzpumpe und warf unseren LKW kurz vor der Halbzeit aus der Wertung. Die Reparatur nahm viel Zeit in Anspruch, so dass wir das Etappenziel nicht rechtzeitig für den Restart am nächsten Tag erreichten. Bis dahin hatten wir unser Bestes gegeben: So haben wir einen Ford Ranger geborgen, der sich in der Anfangsphase der Rallye in den Dünen überschlug. Danach mussten wir uns selbst aus einer misslichen Lage befreien. Nachdem wir die Fahrspur um einen halben Meter verpassten, rollten wir eine Düne hinab und blieben auf der Seite liegen. Bei Temperaturen um die 50 Grad Celcius konnten wir den LKW mit Hilfe eines Mitstreiters wieder auf die Räder stellen...", beschreibt Thomas Wallenwein die Rettungsaktion.

Aber auch nach dem offiziellen Aus war die Dakar noch lange nicht zu Ende: Mit Hilfe der Rennleitung wurde der Racetruck zum "normalen" Service-Truck deklariert. Somit konnte das Team unmittelbar vor- und nach jeder Etappe die beiden Ford Ranger bestmöglich versorgen. Lohn der Mühen war der erfolgreiche Zieleinlauf der beiden Argentinier Lucio Alvarez / Bernardo Graue in Valparaiso.

Das gesamte Ford Team machte einen super Job und hat sich als ehrliche und sehr professionelle Truppe präsentiert: "Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und hoffe, dass dieses Projekt weitergeführt wird. Den großartigen Zieleinlauf, der von hunderttausenden Menschen im chilenischen Valparaiso frenetisch gefeiert wurde, das möchte ich gerne nochmals in Wertung erleben und wenn möglich mit dem gleichen Einsatzteam wie in diesem Jahr. Das war bereits meine fünfte Dakar-Teilnahme. In dieser Zeit hat sich ein größerer Kreis von Mitstreitern gefunden, der sich immer gegenseitig hilft - ein wirklich schönes Gefühl", zieht Thomas Wallenwein trotz des vorzeitigen Ausfalls ein positives Fazit zur Dakar 2014 und wirft bereits einen Blick in Richtung der 2015er Ausgabe.


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