Dakar - Bikes - Coma gewinnt Etappe 2

Harte Kämpfe an der Spitze

Fransico Lopez musste seine Führung am zweiten Dakar-Tag schnell an Vorjahressieger Marc Coma abgeben, der die Spitze hart verteidigen musste.
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Motorsport-Magazin.com - Aprilia Pilot Francisco Lopez führte das Motorradfeld in die zweite Dakar Etappe von Santa Rosa de la Pampa nach San Rafal in Argentinien, 487 km Verbindungstrecke und 295 km Spezialwertung. Das hoch zu haltende Tempo der sehr schnellen ersten Streckenhälfte verlangte von den Fahrern von Beginn an allerhöchste Konzentration ab. Lopez fuhr als Erster in die Wertungsprüfung. Der Chilene lag allerdings schon zu Beginn der Prüfung nur einen Hauch vor Marc Coma, der schon bald die Führung übernahm. Beide lieferten sich einen harten Zweikampf und hielten 140 Kilometer lang nur einen Abstand von acht Sekunden.

Cyril Despres kämpfte sich nach vorn - Foto: KTM

Doch auch Cyril Despres fand einen Weg an die Spitze, obwohl er am Morgen nur vom 13. Startplatz aus losgefahren war, übernahm die Führung, musste Coma allerdings schon vor dem einfahren in die Dünenlandschaft wieder Platz machen. Während sich Coma und Despres an der Spitze des Feldes bis ins Ziel der zweiten Etappe nichts schenkten, fiel Lopez über eine Minute zurück. Im grauen Sand von El Nihuil schlug sich Coma am besten und traf auch zuerst in San Rafal ein.

Der Vorjahressieger Coma fuhr die zweite Etappe in 3:07:21 Stunden am Schnellsten und setzte sich damit auch an die Spitze im Gesamtklassement. Despres folgte 1Minute und 18 Sekunden hinter dem schnellen Spanier und machte seinen Nachteil vom ersten Tag damit wett. Joan Barreda Bortschnappte dem Chilenen Lopez den dritten Platz vor der Nase weg, Lopez bleibt in der Gesamtwertung allerdings noch auf Platz zwei, jedoch dicht gefolgt von Despres. Jakub Przygonski beendete Etappe zwei als Fünfter und belegt Platz vier.

Probleme mit GPS und Müdigkeit

Coma äußerte: "Der erste Teil der Wertungsprüfung war sehr schnell und Chaleco und ich sind volles Tempo gegangen. Ich kann sagen, dass die Aprilia wirklich sehr schnell ist." Dann kam der zweite Teil mit Sand und Dünen. Der sei technisch viel anspruchsvoller gewesen und habe ein bisschen Navigation erfordert. "Ich habe mich an die Spitze gesetzt und bin ein gutes Tempo gefahren. Ich bin zufrieden, weil ich keinen Ausflug in die Rabatte gemacht habe. Es war ein guter Tag für mich", freute sich der KTM Pilot.

Ich glaube, dass es heute viel zu verlieren gab, denn die Wertungsprüfung war lang und voller Stolpersteine
Francisco Lopez

Lopez, der bis Kilometer 240 noch in Führung lag, bemerkte, dass Coma ihn verfolgte, der ihn schließlich in den Dünen überholte. "Ich hatte Mühe mitzuhalten, weil ich Probleme mit meiner GPS-Antenne hatte und außerdem ziemlich müde war. Aber die ersten beiden Etappen waren für mich wichtig, um abzuschätzen, wie körperlich fit ich bin, und ich bin zufrieden, im Ziel zu sein", fasste der Chilene zusammen. Im Moment schaue er noch nicht auf die Gesamtwertung. "Aber ich glaube, dass es heute viel zu verlieren gab, denn die Wertungsprüfung war lang und voller Stolpersteine."

"Es ist eine unglaubliche Erfahrung, vorn mitzufahren und Jungs wie Coma, Chaleco oder Jakub zu folgen, denn man muss immer Gas geben und man lernt sehr viel. Ich bin wirklich glücklich. Am Ende habe ich es etwas langsamer angehen lassen, denn mein Ziel ist es, die ganze Dakar zu fahren. Ich hatte keine Lust, schon am zweiten Tag zu stürzen. Aber ich bin mit meinem Tag sehr zufrieden", resümierte Barreda Bort nach seinem erfolgreichen dritten Rang.

Zwischenfälle

Schon kurz nach Start der Wertungsprüfung bei Kilometer vier hielt Ruben Faria aus unbekanntem Grund an. Der Portugiese fuhr nach dem kurzen Stopp mit normaler Geschwindigkeit weiter. Auch Cody Quinn Alexis musste kurz halten. Der Amerikaner pausierte etwa 70 Kilometer vor dem Ziel, ist nach wenigen Minuten aber genau wie Faria weitergefahren. Allerdings büßte Faria mehr als 13 Minuten auf die Spitze ein, Quinn sogar über 20 Minuten. Beide hatten womöglich technische Probleme, die noch genauer zu orten sind.

Jonah Street wurde hingegen Opfer der Technik. Der Amerikaner erlitt bei Kilometer 234 eine Panne und schaffte es nicht, seine Yamaha alleine zu reparieren. Womöglich ist die Rallye Dakar 2012 damit für ihn bereits Geschichte.

Ergebnis: 2. Etappe Bikes (Top 10)

1. Marc Coma (KTM) 03:07:21
2. Cyril Despres (KTM) +00:01:18
3. Joan Barreda Bort (Husqvarna) +00:02:33
4. Francisco Lopez (Aprilia) +00:02:44
5. Jakub Przygonski (KTM) +00:04:17
6. David Casteu (Yamaha) +00:07:14
7. Pal Anders Ullevalseter (KTM) +00:09:11
8. Javier Pizzolito (Honda) +00:09:25
9. Alain Duclos (Aprilia) +00:09:27
10. Juan Pedrero Garcia (KTM) +00:09:35

Gesamtwertung (Top 10)

1. Marc Coma (KTM) 03:40:12
2. Francisco Lopez (Aprilia) +00:02:30
3. Cyril Despres (KTM) +00:02:52
4. Jakub Przygonski (KTM) +00:04:52
5. Joan Barreda Bort (Husqvarna) +00:05:00
6. David Casteu (Yamaha) +00:08:26
7. Javier Pizzolito (Honda) +00:09:38
8. Pal Anders Ullevalseter (KTM) +00:10:38
9. Juan Pedrero Garcia (KTM) +00:11:45
10. Jordi Viladoms (KTM) +00:12:10

Alle Bilder zur Rallye Dakar 2012


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