Da die Entscheidung in der Tourenwagen Weltmeisterschaft noch zwischen neun Fahrern fallen kann, war das Qualifying für das Saisonfinale in Macau natürlich von besonderer Bedeutung. Die beste Ausgangsposition für die Entscheidung sicherte sich dabei Titelverteidiger Andy Priaulx, der vom Start weg eifrig auf die Rundenzeiten drückte. Das erwies sich auch als die richtige Taktik, da es später zu regnen begann und niemand mehr dem BMW-Piloten die Pole Position streitig machen konnte.
"Ich freue mich riesig über dieses Ergebnis", meinte Priaulx. "Es war zu erwarten, dass es zahlreiche Unterbrechungen geben würde. Deshalb war es mein Ziel, möglichst schnell eine schnelle Runde zu fahren. Das ist mir gelungen, und ich konnte mich bei meinem zweiten Versuch nochmals steigern. Ich werde jetzt allerdings nicht den Fehler begehen, meine Konkurrenten im Titelkampf abzuschreiben. Wir werden sehen, was am Sonntag passiert."
Was Priaulx aber etwas entspannen wird, ist dass seine direktesten Konkurrenten um den Titel in den Straßenschluchten von Macau ein wenig weiter hinten starten müssen. So kam der Meisterschafts-Führende Augusto Farfus nur auf Rang sieben und der gleichauf mit Priaulx einen Punkt dahinter liegende Jörg Müller startet vom fünften Platz. Müller und Priaulx trennen Dirk Müller, Seat-Pilot Yvan Muller und Duncan Huisman, wobei Dirk Müller noch der Gefährlichste für den Pole-Mann werden könnte. Er liegt nämlich auch nur sechs Punkte hinter Priaulx und damit sieben hinter der Spitze.
Eine mittlere bis größere Katastrophe war das Qualifying für Rickard Rydell. Mit nur sechs Punkten Rückstand auf Farfus ist er ebenfalls noch ein heißer Anwärter auf den Titel und war auch als einer der Favoriten auf die Pole Position zum Qualifying gekommen. Doch der Schwede versäumte es, aus den Boxen zu kommen bevor der Regen begann und wird deswegen von Platz 22 starten müssen.
Das Unfallpech machte auf dem beengten Kurs von Macau auch nicht vor den Tourenwagen halt. Zunächst war es Nicola Larini, der seinen Chevrolet nach fünf Minuten in die Leitplanken bohrte. Zum zweiten Mal mussten die roten Flaggen 17 Minuten vor Ende der Session gezückt werden. Da hatte sich James Thompson mit seinem Seat im Fishermen's Bend mit der Streckenbegrenzung angelegt.
Das Ergebnis des Qualifyings in Macau
1. Andy Priaulx BMW 320si 2:33.318
2. Dirk Muller BMW 320si 2:34.628 + 1.310
3. Yvan Muller SEAT Leon 2:34.663 + 1.345
4. Duncan Huisman BMW 320si 2:34.761 + 1.443
5. Jorg Muller BMW 320si 2:34.896 + 1.578
6. Tom Coronel SEAT Leon 2:35.476 + 2.158
7. Augusto Farfus Alfa Romeo 156 2:35.624 + 2.306
8. Fabrizio Giovanardi Honda Accord Euro R 2:35.705 + 2.387
9. Gabriele Tarquini SEAT Leon 2:36.008 + 2.690
10. Jan Magnussen BMW 320si 2:36.381 + 3.063
11. Peter Terting SEAT Leon 2:38.052 + 4.734
12. Stefano D'aste BMW 320i 2:38.469 + 5.151
13. Gianni Morbidelli Alfa Romeo 156 2:38.561 + 5.243
14. Luca Rangoni BMW 320si 2:39.936 + 6.618
15. Maurizio Ceresoli SEAT Leon 2:43.664 + 10.346
16. Alessandro Zanardi BMW 320si 2:44.268 + 10.950
17. Jordi Gene SEAT Leon 2:44.281 + 10.963
18. Andre Couto SEAT Leon 2:44.552 + 11.234
19. Salvatore Tavano Alfa Romeo 156 2:48.698 + 15.380
20. Robert Huff Chevrolet Lacetti 2:49.943 + 16.625
21. Alain Menu Chevrolet Lacetti 2:50.943 + 17.625
22. Rickard Rydell SEAT Leon 2:55.171 + 21.853
23. Diego Romanini BMW 320i 3:21.266 + 47.948
24. Nicola Larini Chevrolet Lacetti 13:18.943 + 10:45.625
25. James Thompson SEAT Leon 13:24.187 + 10:50.869
26. Ao Chi Hong BMW 320i 13:46.094 + 11:12.776

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