Auch die Nachwuchskategorien des Rennsports haben bereits ihre fixen Höhepunkte. In der Formel 3 gibt es das F3 Masters in Zandvoort und den Klassiker der Straßenschluchten am Saisonende im chinesischen Macau. Große Namen haben sich in der ehemaligen portugiesischen Kolonie bereits in die Siegerliste eingetragen. Ayrton Senna stand hier 1983 ganz oben, Michael Schumacher 1990 und David Coulthard gewann 1991.
Die Charakteristik der Strecke ist dabei ständig dieselbe geblieben. Zwischen den Hochhäusern gehen schnelle Geraden in beinahe rechtwinklige Kurven über. Oft wird aus dem fünften Gang in den ersten oder zweiten heruntergebremst. Auslaufzonen gibt es eigentlich keine. Wer hier einen Fehler macht, findet sich, wie in Monaco, in den Leitplanken wieder und hat den Traum vom prestigeträchtigen Sieg ausgeträumt.
Aus deutscher Sicht werden Sebastian Vettel, Adrian Sutil und Maro Engel am Start sein. Vettel ist für Carlin Motorsport unterwegs, für die er auch im nächsten Jahr in der World Series by Renault fahren könnte. Gegenüber Autosport meinte er, dass er die Möglichkeit hätte und ihm diese Serie aufgrund seiner Testtätigkeiten bei BMW Sauber mehr entgegen käme als die GP2. "Wenn ich für die Formel 1 teste und auch in der GP2 fahre, dann gibt es da ein Problem, da es am selben Wochenende ist. Es ist etwas schwierig, sich auf beides zu konzentrieren, also werden wir sehen", sagte er.
Auch Maro Engel wird für Carlin fahren. Insgesamt wird der Rennstall vier Autos an den Start bringen. Oliver Jarvis und Sebastien Buemi werden die anderen Fahrer sein. "Wir kommen mit einer ausbalancierten Gruppe an Fahrern nach Macau. Oliver und Maro aus unserem britischen Formel 3 Team und zwei Fahrer vom Red Bull Programm, dass uns in diesem Jahr so gute Dienste geleistet hat", erklärte Teamchef Trevor Carlin unseren Kollegen von Autosport.
Adrian Sutil wird für Tom's um den Sieg kämpfen und gehört mit seinem eingefahrenen F3-Titel aus der japanischen Serie sicher auch zu den Favoriten. Fünf Siege konnte er dort in dieser Saison holen. Der sechste in Macau wäre aber wahrscheinlich noch mehr wert als alle fünf zusammen.
Die Konkurrenz, die auf die deutschen Starter wartet ist aber nicht zu verachten. So ist auch der Meister der F3 EuroSeries, Paul di Resta, und der britischen F3, Mike Conway, mit dabei. Auch der asiatische Formel-3-Champion James Winslow und der italienische Meister Mauro Massironi gehen an den Start, wenn man der Homepage des Macau-Rennens glauben darf. Selbstverständlich gesellen sich auch noch zahlreiche Zweit- und Drittplatzierte sowie einige andere schnelle Piloten dazu. Das ergibt einen Mix aus 32 Fahrern, die alle das Zeug hätten ganz oben zu stehen. Einmal schauen, welcher Weizen sich hier von der Spreu trennt.

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