Es war eine lange Pause, aber am letzten Wochenende ging es endlich weiter: Das vorletzte Rennwochenende des Seat Leon Supercopa stand auf dem Programm. Diesmal auf der Traditionsstrecke in Le Mans. Der Kurs gefällt mir sehr gut. Auf die Start-/Ziel-Gerade folgt eine schnelle Rechtskurve, die wir im Qualifying voll nehmen konnten - im Rennen ging das leider nicht mehr, weil das Auto dann sehr unruhig war. Ansonsten bietet die Strecke langsame Kurven, schnelle Kurvenkombinationen - es ist einfach alles dabei.

Für mich war der Bugatti Circuit neu. Um mich etwas darauf vorzubereiten, habe ich mir von verschiedenen Bekannten Informationen über Le Mans besorgt. Somit konnte ich mich im 30-minütigen Freien Training recht schnell einleben. Auch das Zeittraining verlief ziemlich gut, obwohl es an der Spitze sehr eng war. Ich konnte mir mit ein paar Hundertstel Vorsprung die Pole sichern - vor meinem Meisterschaftskonkurrenten Fredy Barth.

Die erste Runde im ersten Rennen am Samstag verlief genial. Ich konnte 2,8 Sekunden Vorsprung herausfahren. Ab dann habe ich es sachte angehen lassen und konnte das Rennen kontrollieren. Ich hatte aber auch Glück, dass sich meine Konkurrenten hinter mir schön beharkt haben. Mein Seat lief sehr gut, es war ein rundum perfektes Rennen. Der Sieg hat mir in der Meisterschaft logischerweise sehr weitergeholfen. Fredy Barth wurde zwar Zweiter, aber Florian Gruber kam nur auf die siebte Position.

Durch meinen Sieg musste ich das zweite Rennen am Sonntag von Rang acht aus in Angriff nehmen. Beim Start hatte ich doppeltes Glück: Vor mir haben sich einige Fahrer auf der Start-/Ziel-Geraden gegenseitig hinausgekegelt. Ich kam glücklicherweise heil durch und konnte mich auf Platz vier hinter Florian Gruber setzen. Allerdings sind wir anschließend fast eine Viertelstunde hinter dem Safety-Car gefahren. Nach dem Re-Start konnte Fredy Barth an mir vorbeiziehen, aber ich habe es trotzdem ruhig angehen lassen. Da mit Barth und Gruber meine schärfsten Konkurrenten in der Meisterschaft direkt vor mir lagen, konnten sie mir nicht so viele Punkte wegnehmen. Deshalb wollte ich nichts riskieren, zumal mein Seat nicht so gut wie am Vortag lag. Natürlich habe ich gehofft, dass sich die beiden ins Gehege kommen würden, aber das war leider nicht der Fall. Mit Platz fünf bin ich somit relativ zufrieden.

Ich reise jetzt mit 13 Punkten Vorsprung auf Florian Gruber und 14 Punkten Vorsprung auf Fredy Barth zum Hockenheimring. Bei noch 43 zu vergebenden Zählern kann ich es also relativ ruhig angehen. Natürlich werde ich versuchen am Samstag ganz vorne zu sein und ordentlich Punkte zu sammeln. Im zweiten Rennen will ich dann wieder von hinten nach vorne fahren und mir auf diese Weise hoffentlich die Meisterschaft sichern.