Mike Coway sicherte sich die Pole-Position für das zweite Rennen der britischen F3 an diesem Wochenende, profitierte dabei aber ein bisschen vom Pech seines Teamkollegen Bruno Senna. Der Brasilianer war sauer wie selten: "Gerade als die Reifen richtig auf Temperatur waren, ich auf meiner schnellsten Runde war, hat sich so ein Idiot mal wieder völlig blödsinnig vor mir gedreht", schimpfte er und ließ noch ein paar deftige, nicht ganz jugendfreie Kommentare folgen. Der "Idiot" heißt Alexander Khateeb, stammt aus dem Libanon und ist in der Serie schon für extreme Langsamkeit und dumme Fehler berühmt-berüchtigt.
"Dann war drei Runden gelbe Flagge, bis die dort endlich das Auto weggebracht haben. Und obwohl ich in der Zeit ganz langsam gefahren bin, waren die Reifen danach schon ziemlich am Ende, als ich endlich meine schnellste Runde fahren konnte." So reichte es nur zu Platz vier, zum Dritten, Christian Bakerrud, fehlten ganze zwei Tausendstel, zum Zweiten, Oliver Jarvis, nur sechs Hundertstel. "Das Auto war so gut, besser noch als heute früh, ich bin sicher, dass ich die zweite Pole hätte holen können. Aber mit abgefahrenen Reifen geht einfach nicht mehr viel. So ein Mist, wenn es wenigstens noch der zweite Platz gewesen wäre. Aus der zweiten Reihe noch zu gewinnen ist schon ziemlich schwierig..."
Auch Maro Engel wurde ein Opfer der langen Gelbphase, "viel schneller hätte ich allerdings nicht sein können, vielleicht zwei oder drei Zehntel", meinte der 20-Jährige enttäuscht, der wie schon im ersten Qualifying auf Platz Neun landete. "Während der Gelbphase reinzukommen und es danach noch mal zu probieren, hätte aber auch nichts gebracht. Unsere Reifen mögen das überhaupt nicht, wenn sie zwischendurch kalt werden und man dann versuchen muss, sie wieder warm zu bekommen. Aber grundsätzlich kriegen wir das Untersteuern hier einfach nicht weg, es ist nichts zu machen. Jetzt kann ich für morgen wirklich nur noch ein paar Regentänze aufführen."

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