So interessant das Jahr 2005 für Marc Basseng zu Ende geht, so spannend geht es gleich im Januar 2006 weiter. Denn Farnbacher-Loles Racing USA, der amerikanische Ableger von Farnbacher Racing Deutschland, hat den Waiblinger für das Rolex-24h Rennen von Daytona verpflichet. Bereits am 4. Januar 2006 fliegt Basseng über den großen Teich, um bei den Vortests mit dem Porsche 997 anzutreten.
Für die große Herausforderung beim ersten motorsportlichen Highlight des Jahres Ende Januar 2006 mußte Farnbacher am aktuellen Cup-Auto einiges modifiziert. Basseng: "Die Anforderungen von Daytona sind sehr hoch, unter anderem fahren wir mit einer leicht abgeänderten Aerodynamik, mit angepasstem Fahrwerk und Stahlbremsscheiben, im Gegensatz zum Porsche Supercup, wo PCB-Bremscheiben verwendet werden. Auch müssen wir uns auf den Reifenlieferanten Hoosier Tyres einstellen." Nicht nur die Reifen muss Basseng kennen lernen, auch an das Fahren ohne ABS muß er sich wieder gewöhnen, denn mit dem 996 RSR in der Langstreckentrophy ist er mit ABS unterwegs.
Die Fahrerpaarung für das prestigeträchtige Rennen in Daytona ist äußerst sieg-verdächtig. Mit Marc Basseng, der 1998 zum erstenmal in Daytona antrat, sitzen arrivierte Klassensieg-Gewinner wie Dominic Farnbacher, Pierre Ehret und Mike Fitzgerald am Steuer des 997 Porsche. Sie werden dafür Sorge tragen, daß Farnbacher auch in 2006 den Klassensieg, wie schon 2005 mit dem 996 Porsche, erringen wird. Marc Basseng: "Mein erstes Rennen in Daytona endete etwas unglücklich, denn kurz nach der Halbzeit schieden wir in Führung liegend wegen des Unfalls meines Teamkollegen aus. Mein zweiter Anlauf wird hoffentlich erfolgreicher verlaufen."
Das an sich schon schwierige Rennen für das Privatteam Farnbacher-Loles wird durch den Einsatz von drei Werksteams deutlich erschwert. Die Pontiac-Werksmannschaft schickt ihren GTO in den Wettbewerb, BMW North America wird mit einem M3 antreten und Mazda versucht den Klassensieg mit einem RX8 zu erringen. "Selbstverständlich werden wir um den Klassensieg kämpfen und versuchen, den Titel erneut für Farnbacher-Loles zu holen. Ein weiterer Ansporn für uns ist natürlich auch eine eigens für die Sieger gravierte Rolex Daytona zu bekommen. Für mich bedeutet das 24h-Rennen einen enormen Vorbereitungsvorsprung auf die Saison im BFGoodrich-Langstrecken-Pokal, den ich wieder mit Land-Porsche bestreiten werde."

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