Bislang waren die Franzosen die klar dominierende A1GP-Nation. Beim Heimspiel der neuen Rennserie in der Heimat von Scheich Maktoum änderte sich dies zumindest im Sprintrennen.
In diesem setzten Neel Jani und seine Schweizer Truppe ihre Ankündigung des ersten Saisonsiegs in die Tat um: Mit acht Sekunden Vorsprung auf den Italiener Enrico Toccacelo sicherte sich der F1-Testfahrer der Scuderia Toro Rosso seinen ersten A1GP-Sieg.
Der 3. Platz ging dahinter an Tomas Enge, der knapp vor Ralph Firman und Sean McIntosh die Linie kreuzte. Die bisher überlegenen Franzosen landeten in Person von Nicolas Lapierre hinter Indonesien nur auf dem siebten Rang. Wie im Qualifying hatte Lapierre mit den Bremsen seines Autos zu kämpfen und rutschte deshalb einige Male von der Strecke.
Für den Deutschen Adrian Sutil verlief das Sprintrennen in Dubai wieder einmal alles andere als optimal: Nach einem Rennunfall schied der Vizemeister der F3 Euro Series 13 Runden vor Schluss aus.
Hauptrennen
Im Hauptrennen kehrte die A1GP Serie beim letzten Rennen in diesem Kalenderjahr wieder zur gewohnten Situation zurück: Frankreich siegte vor Großbritannien und Südafrika. Allerdings musste Nicolas Lapierre für den neunten Saisonsieg hart kämpfen.
Insbesondere der Brite Robbie Kerr setzte sich lange und gut gegen den Franzosen zur Wehr. Und das obwohl sein Auto nach einer Startkollision mit dem Tschechen Tomas Enge in Mitleidenschaft gezogen worden war.
Ebenfalls für Probleme sorgten eine Safety-Car Phase nach einem Unfall des Indonesen, die erneut nicht nach Wunsch funktionierenden Radmuttern sowie etliche Drive Through Strafen für Frühstarts und Pit-Lane-Speeding.
Davon betroffen waren unter anderem der Deutsche Adrian Sutil, der Schweizer Neel Jani und der Niederländer Jos Verstappen. In die Punkteränge schaffte es deshalb nur einer dieses Trios: Jos the Boss sicherte sich in der Schlusskurve trotz eines havarierten Boliden den neunten Platz.
Für Adrian Sutil und Neel Jani sprangen hingegen nur die Ränge 12 und 17 heraus. Bester deutschsprachiger Fahrer wurde somit der Österreicher Mathias Lauda, der mit Platz sieben seine beste Saisonplatzierung einfahren konnte!
In der Meisterschaftswertung liegen die Franzosen weiterhin deutlich vor den Schweizern in Führung. Für die bislang drittplatzierten Brasilianer brachte das Rennwochenende in Dubai derweil keine Punkte. Dafür übernahmen die Briten den vierten WM-Rang von Neuseeland.

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