Das Eifelland-Team hat das Rennwochenende auf dem Norisring klar dominiert. Für die restlichen Teilnehmer der Formel BMW blieben nur die Plätze hinter Jens Klingmann und Daniel Campos-Hull. Hinter seinem Teamkollegen Adrien Tambay hat Marco Wittmann im zweiten Rennen den vierten Platz belegt. "Ich war sehr zuversichtlich und habe zu Beginn Kevin Mirocha überholen können, womit ich auf dem dritten Rang lag", berichtet der Rookie. "Leider habe ich dann Probleme mit den Bremsen bekommen und bin einige Plätze zurückgefallen." Erst ab Rennmitte wurde Wittmann wieder schneller und lieferte sich ein atemberaubendes Duell mit Niall Quinn. "Niall ist in seinem dritten Jahr und hat sehr viel Erfahrung. Er lässt sich nicht so einfach überholen und ist ziemlich hart. Als ich endlich an ihm vorbei war, waren die Vorderleute schon enteilt."

Auch für Philipp Eng verlief das zweite Rennen des Wochenendes alles andere als geplant. "In den ersten drei Runden bin ich leider zwei Positionen zurückgefallen, weil ich mich am Ausgang der Schikane vertan habe. Um nach vorne zu kommen, habe ich dann zu viel Zeit gebraucht und bin deswegen nur Siebter geworden", berichtet Eng. Wie alle anderen Fahrer auch freut sich der Österreicher auf den kommenden Lauf auf dem Nürburgring im Rahmen der Formel 1. "Ich probiere, das wie ein ganz normales Rennen zu sehen, auch wenn das Rennen einen höheren Stellenwert hat als die anderen."

Auch Jens Höing vom GU-Racing Team schaffte es unter die besten Zehn. Zufrieden war er damit jedoch nicht, denn gestartet war er von Platz fünf. "In der zehnten Runde bin ich gegen die Mauer gefahren und war froh, überhaupt noch weiter fahren zu können. Ich hatte auf den Geraden 15 km/h weniger Topspeed und die anderen konnten mich sogar außen herum überholen", erklärt der Berliner. "Zu Beginn konnte ich sogar noch mit Wittmann und Tambay kämpfen, nach dem Einschlag natürlich nicht mehr. Das Wochenende auf dem Nürburgring wird nicht einfach, denn wir starten direkt mit der Qualifikation. Die Regenwahrscheinlichkeit ist in der Eifel immer hoch, aber wir haben uns hier ja schon mal daran gewöhnen können.