Der dicke Verband am Finger gab schon einen Hinweis darauf, dass die Woche in Oschersleben bisher nicht die Woche von Jens Höing gewesen ist, auch wenn er sich die Verletzung gar nicht im Rennauto zugezogen hatte. "Ich habe mir gestern mit dem Cuttermesser in den Finger geschnitten", erklärte der 20-jährige.

Das fand er aber weniger schlimm als den etwas rätselhaften Leistungsabfall auf der Strecke. Mit Platz zwölf und vierzehn war Höing jedenfalls alles andere als zufrieden. "Das ist schon fast schockierend. Wir sind immer noch auf Fehlersuche und wissen nicht, wo wir die Zeit verlieren", sagte Höing ratlos. "Bei den Tests vorher war ich immer unter den ersten fünf."

Dass der Wahl-Berliner auch in den Rennen hinterherfährt, ist seiner Meinung dennoch nicht gesagt. Schließlich werde im ersten Rennen der Saison das Klassement häufiger durcheinandergewürfelt als sonst. "Ich hoffe, dass ich noch in die Punkte fahren kann. Denn es sind so viele Rookies auf der Strecke, da passiert erfahrungsgemäß immer viel, so Höing.