Blicken wir zunächst auf die positiven Seiten des Norisring-Wochenendes: Es war wieder absolut fantastisch vor so vielen Zuschauern und bei einer so tollen Atmosphäre zu fahren. Zu einer rundum gelungenen Veranstaltung fehlte mir eigentlich nur eines: Ein passendes Ergebnis. Leider blieb dieses in Nürnberg aus.
Bitteres Aus
Vor dem Start sah es in beiden Läufen gut aus: Im ersten Rennen startete ich von Platz 4, im zweiten von Platz 3. In Lauf 1 konnte ich diese Ausgangsposition leider nicht lange halten. Ich habe mich schon in der ersten Kurve verbremst und verlor vier oder fünf Plätze. Obwohl ich mir einen Platz zurückerkämpfen konnte, wurde ich am Ende nur Achter. Das war natürlich nicht das, was ich mir erhofft hatte.
Das zweite Rennen am Sonntag ließ sich viel besser an: Ich hatte einen guten Start und verbesserte mich auf Platz 2. Eine Runde später hat sich Nick de Bruijn den Platz zurückgeholt und als ich zum Konter ansetzte, ist es dann passiert: Ich war schon fast an ihm vorbei, als uns der Platz ausging und wir miteinander kollidierten. Das Ergebnis: Mein hinterer rechter Reifen war ab und damit die gesamte Aufhängung hinüber. Es ist natürlich immer besonders bitter auf Platz 2 liegend auszuscheiden, aber vor einer so tollen Kulisse und nach dem etwas enttäuschendem Samstag war es umso schlimmer.
Gute Erinnerungen an den Ring
Das große Thema des Wochenendes waren die Temperaturen: Am Samstag hatten wir 34 oder 35 Grad, die sich im Cockpit natürlich noch einmal um ein Vielfaches erhöhten. Glücklicherweise hatte ich keine Probleme mit der Hitze. Schon in der Vorbereitung habe ich mich viel auf mein Fitness- und Ausdauertraining konzentriert, weshalb ich keinerlei Probleme hatte.
Bei nur noch 6 ausstehenden Rennen sieht es für mich im Kampf um die Meisterschaft nicht mehr besonders gut aus. Aber der 3. Platz ist noch drin und deshalb ist es mein Ziel diesen 3. Platz in der Meisterschaft zu erreichen. Das nächste Rennen am Nürburgring verspricht dafür zumindest eine gute Ausgangslage: Hier konnte ich im Rahmen des F1 Grand Prix vor einigen Monaten auf das Podest fahren.
Die Strecke sollte uns also liegen und hoffentlich kann ich dort dann jene Punkte holen, die ich in Nürnberg verloren habe; ein 2. oder 3. Platz wäre dort ohne den Ausfall sicher drin gewesen. Bis zum Nürburgring werde ich mein übliches Fitnesstraining vorantreiben, denn auch am Ring wird es bestimmt wieder sehr heiß sein. Vorher gibt's aber noch etwas zu feiern: Am Sonntag werde ich 18 und darf dann endlich auch abseits der Rennstrecke allein Auto fahren!

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