Und schon wieder müssen wir auf ein Rennwochenende in Oschersleben zurückblicken: Nach den beiden Läufen im Rahmen der DTM, fuhren wir jetzt zum ersten Mal zusammen mit der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC in der Motorsport-Arena Oschersleben.

Für uns war das Debüt im Rahmen der WTCC relativ locker. Denn unser Zeitplan sah einige Pausen zwischen den Sitzungen vor. Diese Zeit konnte ich nutzen, um mir von BMW-Werksfahrer Jörg Müller sein WTCC-Auto erklären zu lassen. Die Rennserie an sich ist äußerst spektakulär und es hat mir wirklich Spaß gemacht dort zuzuschauen. Ich selbst sehe mich allerdings nicht in einem Tourenwagen. Mein Ziel ist es Formelrennen zu bestreiten.

Der Speed war da

Im Freien Training hatte es für uns gut begonnen: Mit nur einem Zehntel Rückstand belegte ich Rang 2. Das Qualifying verkam dann aber leider zur Lotterie: Mittendrin begann es zu regnen. Mich hat es genau auf meiner schnellen Runde erwischt. Am Ende wurde ich im 2. Qualifying Fünfter - kein schlechtes Ergebnis, aber es wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen.

In den beiden Rennen lief es ebenfalls durchwachsen: Im ersten Lauf hatte ich Getriebeprobleme. Mein vierter Gang hakte und somit fehlte mir auf der Geraden der nötige Top-Speed. Aus diesem Grund sprang am Ende nicht mehr als Rang 9 heraus. Immerhin konnte ich damit zwei Punkte mitnehmen.

Im zweiten Rennen habe ich im Vergleich zu meiner Startposition einen Rang verloren und wurde letztlich Sechster. Aufgrund der Streckencharakteristik hatte ich im Verlauf des Rennens keine Chance zu überholen. Vor mir sind die Piloten Kampflinie gefahren und dann hat man hier einfach keinerlei Möglichkeit vorbeizukommen. Meine Rundenzeiten machten jedoch Mut: Sie waren genauso gut wie jene an der Spitze.

Straßenatmosphäre pur

Jetzt steht eine ziemlich lange Rennpause an, bevor es in den Straßen von Nürnberg weitergeht. Der Stadtkurs liegt mir ganz gut: Ich war dort schon letztes Jahr schnell unterwegs und wurde trotz eines Unfalls Fünfter. Hoffentlich ist bis Ende Juli auch das Wetter wieder etwas besser und sonniger...

Zwischen den beiden Rennwochenenden in Oschersleben bin ich wie angekündigt dem tristen Heimatwetter entflohen und habe mir bei 30 Grad das Formel 1-Rennen in Monaco angesehen. Bei diesem Grand Prix dabei zu sein und die tolle Atmosphäre aufzusaugen, ist einfach klasse. Ein klein bisschen dieses Flairs erleben wir dann hoffentlich auch bei unserem Straßenrennen am Norisring.