Die Enttäuschung ist nach dem Wochenende am EuroSpeedway schon groß. Die Ränge 12 und 13 in den beiden Rennen waren alles andere als berauschend.

Schon bei den Tests hatte ich viele Setups ausprobiert, war aber nie richtig konkurrenzfähig. Im 1. Freien Training ging es trotzdem gut los: Platz 1 im Nassen. Das kam selbst für mich etwas überraschend.

Unser Vorteil war, dass wir aus dem letzten Jahr noch ein perfektes Regensetup in der Schublade liegen hatten. Damit hat alles super geklappt. Als es dann abtrocknete beziehungsweise ganz trocken war, habe ich die Reifen nicht mehr auf Temperatur gebracht. Also genau das gleiche Problem, über das momentan so viele F1-Piloten klagen.

Das Resultat waren die Startplätze 16 und 11, die überhaupt nicht zufrieden stellend waren. Gerade im Hinblick auf die Meisterschaft. Die Setup-Probleme setzten sich im 1. Rennen fort, weswegen ich mit den anderen nicht mithalten konnte.

Im 2. Rennen wurde ich für einen angeblichen Frühstart mit einer Durchfahrtsstrafe versehen. Ohne diese Strafe, hätte ich sicherlich Punkte einfahren können. Denn ich konnte Nick de Bruijn sehr gut folgen und der wurde am Ende bekanntlich Dritter.

Blick nach vorne

Das Gute an der ganzen Sache ist, dass es schon am nächsten Wochenende am Nürburgring weitergeht - und das auch noch im Rahmen der Formel 1! Da bleibt keine Zeit, um mit dem Rennen am EuroSpeedway zu hadern.

Stattdessen stürzte ich mich ins Fitnesstraining und mache mich nach einem Tag an der Berufsschule schon wieder auf den Weg zum Nürburgring. Dort möchte ich so viele Punkte wie möglich ergattern, um mich in der Meisterschaftstabelle wieder nach vorne zu arbeiten.

Die offiziellen Testfahrten auf dem Ring lassen zumindest Gutes erhoffen: Dabei lag ich auf Platz 2 und das war sehr zufrieden stellend. Aufgrund der Testerkenntnisse sollten uns dort also keine Setup-Probleme erwarten. Da ich den Nürburgring sehr mag, sind das alles in allem gute Voraussetzungen um mein Ziel vorne mitzufahren zu verwirklichen.