Nach meinem Sieg beim ersten Formel BMW Weltfinale in Bahrain im letzten Jahr, starte ich mit der Nummer 1 in meine dritte Saison in der Formel BMW.

Obwohl die Startnummer 1 natürlich einen großen Druck mit sich bringt, habe ich versucht mich davon nicht beeinflussen zu lassen. Mein innerer Druck war dennoch hoch: Wäre ich nach dem Weltfinalsieg in Hockenheim nur Zehnter geworden, hätten alle gesagt, dass mein Sieg in Bahrain nur Glück gewesen ist. Mit meinen beiden Siegen zum Saisonauftakt konnte ich jetzt beweisen, dass es eben nicht nur Glück war.

Ein fast perfektes Wochenende

Mein Wochenende begann schon am Freitag sehr gut, als ich nur ein paar Tausendstel hinter dem Ersten gelegen habe. Im 1. Qualifying fuhr ich auf Rang 3, im 2. Qualifying holte ich mir sogar die Pole: Besser hätte es kaum laufen können.

In den beiden Rennen ging es so weiter und ich konnte die maximale Punktzahl herausholen. Im ersten Lauf hatte ich schnell einen Vorsprung vor den Verfolgern und konnte relativ entspannt fahren. Das zweite Rennen mit dem Duell gegen Christian Vietoris war aber schon hart. Mein Überholmanöver gegen ihn war sehr heftig und ich wäre ihm beinahe auf den Hinterreifen gekommen, aber das hat am Ende nicht nur gut funktioniert, sondern sicherlich auch gut ausgesehen.

Jetzt blicke ich von Rennen zu Rennen und hoffe am Ende des Jahres unter den ersten Drei zu liegen - am liebsten natürlich als Erster.

Ein fantastisches Erlebnis

Zwei Wochen vor dem Auftaktrennen war ich einer von 138.000 Menschen, die in der Innenstadt von Düsseldorf der DTM-Präsentation beiwohnten. Das war einfach fantastisch: Besonders weil ich mit einem Formel BMW Auto eine Demorunde durch die Straßen fahren durfte.

Der Medienrummel war aber schon im letzten Jahr sehr groß: Gerade bei den gut besuchten DTM-Rennen oder im Rahmen der Formel 1 betrat ich viel Neuland. Beim Weltfinale in Bahrain war es sogar noch heftiger: Dort war die versammelte internationale Presse vor Ort.

Aber die vielen Interviews und Termine haben auch Spaß gemacht. Ich habe viele neue Leute kennen gelernt und war nach dem Sieg in Bahrain sogar bei verschiedenen Radiosendern vertreten. Das war ebenso schön wie anstrengend.