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Wer kann helfen?

Das Formel 1 Forum früherer Tage...

Beitrag Montag, 14. Oktober 2002

Beiträge: 1681
Bis jetzt zählte Mario Andretti zu den wenigen Fahrern, die bei ihrem Debüt gleich auf die Pole gefahren sind.In diesem Falle war es 1968 in Watkins Glen.Nun habe ich beim rumstöbern im Archiv(war interessanter als der WM-Lauf in Suzuka) festgestellt, daß Andretti bereits einen Monat früher in Monza debütierte. Er fuhr bei der Qualli auf Platz 10, wurde aber disqualifiziert.
Wer kennt die Hintergründe?

Gruß Micha [br]----------------[br]Bild

PRIMUS INTER PARES:smokin:

Beitrag Montag, 14. Oktober 2002

Beiträge: 466
Hi Micha,
Mario Andretti und Bobby Unser denke ich, haben wichtigere Dinge zu tun. :))
Sie sind zurueck in die USA geflogen um ein 24 Stunden Rennen zu fahren.
Mehr, weiss ich leider nicht.

All the best
Bob

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Zuletzt geändert von AP04 am Samstag, 26. Juli 2003, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Montag, 14. Oktober 2002

Beiträge: 8060
Nicht nur Mario Andretti sondern auch sein für BRM fahrender Landsmann, der legendäre Oval-Crack Bobby Unser wurde der Start beim Rennen verweigert, und zwar aufgrund der 24-Stunden-Regel, die Fahrern die Teilnahme an zwei Rennen (oder bessergesagt an einem Grand Prix und einem zweiten Rennen) binnen 24 Stunden untersagte. Die beiden Amis pfiffen auf die C.S.I.-Regel und machten sozusagen nur ein Blitztraining (in welchem sich beide qualifizierten und zwar für die 10. und 20. Position) um sofort nach Amerika zu fliegen um dort am Hoosier 100 teilzunehmen. Die Organisatoren machten ungerührt ernst und verweigerten den beiden einen Start - so fand beider Debut erst zwei Rennen später in Watkins Glen statt.[br]----------------[br]Bild
Alfalfa = Apple User.

Beitrag Montag, 14. Oktober 2002

Beiträge: 1681
Aha, so war das.Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Hier noch zwei Bilder von den "Übeltätern"

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Gruß Micha[br]----------------[br]Bild

PRIMUS INTER PARES:smokin:

Beitrag Freitag, 18. Oktober 2002

Beiträge: 8060
Nachtrag; der Ausflug hatte sich zumindest für Bobby Unser nicht gelohnt - er fiel nach 8 Runden beim Hoosier 100 aus. Andretti sr. schaffte immerhin den 2. Platz hinter A.J. Foyt jr.
Bleibt die Frage - was hätte beide in Monza reißen können, wenn sie auf den Heimflug verzichtet hätten?![br]----------------[br]Bild
Alfalfa = Apple User.

Beitrag Mittwoch, 23. Oktober 2002
Tom Tom

Beiträge: 2713
@Micha,
somit haben nur noch Carlos Reutemann (Argentinien 1972) und Jaques Villeneuve (Australien 1996) eine weiße Weste.

Guter Thread. Ich werde an dieser Stelle einige Leserfragen veröffentlichen und hoffe auf eure Hilfe / Ergänzung !
Herzliche Grüße

Tom

Beitrag Mittwoch, 23. Oktober 2002
Tom Tom

Beiträge: 2713
Leserfrage:
( History - Report " Das Inferno von Monza 1978 " )

finde den artikel durchaus interessant - auch wenn gunnar nilsson vermutlich an krebs erkrankt wäre, wenn ronnie peterson nicht verstorben wäre

allerdings hält es der autor mit james hunt: er scheint den wahren sachverhalt zu kennen, verschweigt ihn jedoch bei meiner suche auf eurer seite konnte ich auch keine schilderung des unfallhergangs finden - wißt ihr, wo ich eine solche finden kann? und wie sieht im gegensatz dazu die darstellung aus, die ricardo patrese die schuld zuschreibt?
danke für antwort
k.m.
Herzliche Grüße

Tom

Beitrag Mittwoch, 23. Oktober 2002
Tom Tom

Beiträge: 2713
Hi Klaus,

in meinen Unterlagen finden sich interessante Artikel aus alten Sportzeitungen. So schreibt z.B. die rally racing in ihrer Ausgabe vom Oktober 1979 "Patrese - schuldig oder nicht schuldig ?" und liefert 10 Skizzen vom Unfallhergang.

Gianni Restelli (Starter) hatte das grüne Startsignal zu früh gegeben (vielleicht durch das erneute Anrollen von Andretti/Villeneuve irritiert) und damit den Schlamassel erst ausgelöst. Der Veranstalter trägt dadurch (meiner Meinung) den Großteil der Schuld, die hinteren Fahrzeuge rollten ja noch. Patreses riskanter Start trieb James in ein Auswechmanöver, der dann mit Ronnie kollidierte. Ich glaube, das Überfahren der weißen Linie führte damals zur Sperre des Italieners. Die Hauptfrage: Lag wirklich eine Behinderung vor, hatte Patrese sein Überholmanöver nicht schon beendet ? Hätte James etwas Gas weggenommen, könnte.......[br]----------------[br]Gruß

Tom
Herzliche Grüße

Tom

Beitrag Mittwoch, 23. Juli 2003
Tom Tom

Beiträge: 2713
Eine neue Frage eines Lesers, die wohl ideal für eine zusätzliche Bildantwort wäre:

ANTRIEB:::::
Ein Aggregart,das bislang bei keinem Formel-1-GP zum "EINSATZ" kam;

a) Wankelmotor
b) Gasturbine
c) Kompressermotor


Danke, Tom

Beitrag Mittwoch, 23. Juli 2003

Beiträge: 8060
Ohne Zweifel der Wankelmotor - obwohl es Mazda mit dem Konzept sogar zu einem LM-Sieg brachte. Bin mir allerdings nicht sicher ob nicht irgendwer schon mal an einem Wankel-F1-Motor herumexperimentiert hat. Er war ja lange im Reglement vorgesehen. Da müßte jetzt ein Techniker ran und erklären warum der Wankel- gegenüber dem Otto-Motor keine Chance hätte (Ansprechverhalten?)... :?

Beitrag Donnerstag, 24. Juli 2003
Tom Tom

Beiträge: 2713
@Alfalfa,

bei mir steht die Technik immer etwas im Hintergrund - Hauptsache der Sound stimmt :lol:

a) Erinnern kann ich mich an den Wankelmotor, allerdings nur durch das Reglement bis 1988 und durch den 980 PS starken (angekündigten) Motor von Mazda. Ein Einsatz ist mir nicht bekannt, oder doch ???

b) Colin Chapman und seine legendäre Zweiwellen - Gasturbine am Lotus 56 B, 3 Einsätze und 3 Flopps !

c) Der Kompressormotor, der mir mehr aus der Vorkriegszeit ein Begriff war, wurde auch noch in den ersten F1 Jahren eingesetzt !

Vielleicht können die Kollegen aus der "Technik Ecke" noch etwas ins Detail gehen ?
Gruß

Tom

Re:

Beitrag Dienstag, 26. August 2014

Beiträge: 45213
Alfalfa hat geschrieben:
Nicht nur Mario Andretti sondern auch sein für BRM fahrender Landsmann, der legendäre Oval-Crack Bobby Unser wurde der Start beim Rennen verweigert, und zwar aufgrund der 24-Stunden-Regel, die Fahrern die Teilnahme an zwei Rennen (oder bessergesagt an einem Grand Prix und einem zweiten Rennen) binnen 24 Stunden untersagte. Die beiden Amis pfiffen auf die C.S.I.-Regel und machten sozusagen nur ein Blitztraining (in welchem sich beide qualifizierten und zwar für die 10. und 20. Position) um sofort nach Amerika zu fliegen um dort am Hoosier 100 teilzunehmen. Die Organisatoren machten ungerührt ernst und verweigerten den beiden einen Start - so fand beider Debut erst zwei Rennen später in Watkins Glen statt.[br]----------------[br]Bild
Alfalfa = Apple User.


Gibt's die Regel eigentlich heute auch noch?

Beitrag Dienstag, 26. August 2014

Beiträge: 2951
Ich kenne zumindest Fälle, in denen Fahrer letztes Jahr einen DTM-Lauf und das 24h-Rennen am Nürburgring (ging von Sonntag auf Montag) an einem Wochenende gefahren sind. Nur ist halt beides kein Grand Prix, von daher schwer zu sagen. Und wie verhält es sich mit den Starts der Formel-1-Piloten in der Procar-Serie 1979 und 1980? Denn theoretisch wären die dann auch einen Grand Prix und ein weiteres Rennen gefahren. Gab es dafür eine Ausnahmeregelung oder war die Regel zu der Zeit gar nicht in Kraft?
R.I.P. Marco Simoncelli
20.01.1987-23.10.2011

Beitrag Mittwoch, 27. August 2014

Beiträge: 45213
Die war doch im F1-Rahmenprogramm die Procar und extra für F1-Fahrer gedacht, wenn ich mich recht erinnere...


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