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Prototypen und Wunschvorstellungen

Das Formel 1 Forum früherer Tage...

Beitrag Donnerstag, 15. Februar 2007

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Vielleicht finde ich es wieder - mit etwas Glück...


Das wäre echt cool!

Beitrag Samstag, 17. Februar 2007

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Also zum Matra und den sämtlichen Cooper Rennern, die ich vor ein paar Posts aufgelistet hab, schreib ich nix, ich kümmere mich jetzt mal um den Ginetta BRM G20.

Beitrag Samstag, 17. Februar 2007

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Also meine Infos zu Ginetta:

Ende der 60er Jahren plante Ginetta mit Motoren von BRM einen Einstieg in die Formel-1. Bei Ginetta handelt es sich um eine britische Automobilfirma, die sich auf den Bau von Sportwagen spezialisiert. Ginetta nahm deshalb auch bei unzähligen Sportwagenrennen teil, das Team hieß Ginetta Racing. Im Winter 1968 und 1969 sollte dann ein Ginetta Formel-1 Rennwagen entstehen, der Ginetta BRM G20 - angetrieben von einem BRM V12 Motor mit 3,0 Litern. Ginetta hatte zuvor wenig Erfahrung im Monoposto Bereich, auch ein für die Formel-3 geplanter Ginetta G19 brachte man nicht auf die Strecke. Als Fahrer für die Formel-1 war Chris Meek vorgesehen – eigentlich eher ein Sportwagenfahrer. Wie bei den meisten Projekten ist unklar, weshalb das Ginetta GP Projekt nicht geklappt hat, es dürfte aber eine Mischung aus vielen Problemen gewesen sein. BRM hatte damals mehr mit sich selbst zu kämpfen, sowohl was die Motoren betrifft, als auch das eigene GP Team; man hätte Ginetta also nicht unterstützen kennen. Ferner fehlte Ginetta wohl das nötige Kleingeld und auch die Erfahrung im Formel Sport.

Beitrag Samstag, 17. Februar 2007

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Cosworth ist in der Formel-1 als Motorsport so bekannt wie erfolgreich, aber es gab es auch Pläne zu einem eigenen F1 Renner: 1969 plante Cosworth ein eigenes F1 Auto, sogar einen Allrad getriebenen Boliden, der allerdings nie einen echten Renneinsatz erlebte. Keith Duckworth, der worth in Cosworth, beauftragte Robin Herd das Fahrzeug zu entwickeln, das den ultimativen Rahmen für seinen neuen DFV-GP-Motor (V8, 2993 cm³, 430 PS bei 9000 U/min) abgeben sollte. Die aerodynamische Frontpartie des Cosworth 4WD war für damalige Verhältnisse revolutionär, doch genau wie die anderen Allrad-F1-Renner hatte auch der Cossie Probleme mit seinem zu hohen Gewicht. Mike Costin, der Cos in Cosworth, und Trevor Taylor testeten den Rennwagen ausführlich, gaben das Projekt aber bereits im Teststadium entnervt wieder auf und 1971 landete auch dieser Allradler im Donington Museum.

Beitrag Samstag, 17. Februar 2007

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Den Eagle Cosworth von 1969 habe ich übrigens ausgelassen, im Grund ist dazu ja auch nicht viel zu sagen. Es sollte halt der nächste F1 Eagle werden, aber dann zog man sich aus der F1 zurück und nur beim Kanada GP 1969 startete noch ein alter Eagle aus früheren Jahren. Weiter gehts jetzt mit dem Serenissima von 1969.

Beitrag Samstag, 17. Februar 2007

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Also dann zum Serenissima:
Der italienische Motorenhersteller rüstete 1966 das McLaren Team bei 3 Rennen aus, beim Großbritannien GP erreichte Bruce McLaren den 6. Platz. 3 Jahre später versuchte Serenissima ein GP Comeback – mit einem eigenen Rennwagen. Der GP Bolide wurde tatsächlich konstruiert, der Motor basierte natürlich auf dem 1966er Aggregat. Der V8 Motor hatte einen Hubrauch von 3000 Kubikzentimeter. Es wäre das 2. GP Comeback gewesen, denn die Scuderia Serenissima, die von Count Giovanni Volpi di Misurata ins Leben berufen wurde, fuhr 1961 bereits bei einigen GP Rennen, auch innerhalb der Formel-1 WM. Nummer 1 Fahrer war dabei der Franzose Maurice Trintignant. Er fuhr einen Cooper Maserati, jeweils einmal wurde auch ein 2. Fahrer (beim Frankreich GP Giorgio Scarlatti, beim Italien GP Nino Vaccarella) eingesetzt, mit Rennern von De Tomaso OSCA bzw. De Tomaso Alfa Romeo.

Beitrag Samstag, 17. Februar 2007

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So ein paar aus der Liste können wir jetzt überspringen bzw. vllt. habt ihr dazu noch ein paar Infos: zum Ferrari Sigma (1969) habe ich kaum Infos, ebenso beim Matra von 1970 und den Khadi haben wir schon mal beim 1. Versuch von Khadi Mitte der 60er Jahre angesprochen und der Brabham Weslake BT39 (1972) ist jetzt nicht soooo interessant, ist halt ein von Brabham konstruiertes Auto, basierend auf einen Formel-2 Renner, und sollte mit einem Weslake Motor bestückt werden. Es fanden auch Tests mit dem Auto statt. Jetzt kommen dann aber wieder einige interessante Projekte...

Beitrag Samstag, 17. Februar 2007

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Soweit ich weiss war der Ferrari Sigma nur eine Studie auf Basis eines 312. Ob man das Ding schön oder scheußlich findet ist jedem selbst überlassen - für den Motorsport war es auf jeden Fall nicht entwickelt...

Beitrag Samstag, 17. Februar 2007

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Alfalfa hat geschrieben:
Soweit ich weiss war der Ferrari Sigma nur eine Studie auf Basis eines 312. Ob man das Ding schön oder scheußlich findet ist jedem selbst überlassen - für den Motorsport war es auf jeden Fall nicht entwickelt...



Also ich kenn ihn nur so

Bild

Beitrag Sonntag, 18. Februar 2007

Beiträge: 630
Alfalfa hat geschrieben:
Soweit ich weiss war der Ferrari Sigma nur eine Studie auf Basis eines 312. Ob man das Ding schön oder scheußlich findet ist jedem selbst überlassen - für den Motorsport war es auf jeden Fall nicht entwickelt...


Hier etwas mehr zur Geschichte des Sigma:

Bild

Beitrag Sonntag, 18. Februar 2007

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Weiter geht's mit GRD, da hab ich allerdings auch nicht soooo viel gefunden:

GRD plante offenbar im Zeitraum von 1972 bis 1974 in die Formel-1 einzusteigen. GRD baute damals Rennwagen für viele Serien, unter anderem auch für die Formel-2 oder die Formel-1 nahe Formel-5000 Serie, in der viele F1 Konstruktionen teilnahmen. Deshalb war es auch nahe liegend, dass GRD zum Bau des GP Boliden einen eigenen F5000 zur Basis nahm. Das Projekt lief dann dahin, bis auf eine Nachricht, GRD könnte bei einem Formel-1 Rennen 1972 in Großbritannien, das nicht zur WM zählte, gab es keine News mehr von GRD, auch der Einsatz kam nicht zu Stande. Zählt man die Tasman Formel-1 Serie mit zu Nicht WM Rennen, fuhr GRD allerdings bei einigen F1 Rennen außerhalb der Weltmeisterschaft, allerdings eben mit F5000 Rennwagen.

Beitrag Sonntag, 18. Februar 2007

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Nun zum Arno 016L (Arno-Tecno/Arno-Alfa Romeo)

Dänemark wird kaum erwähnt, wenn es um Formel-1 geht. In den letzten 10 Jahren starteten immerhin die Hälfte aller dänischen Fahrer, die je bei einem Formel-1 Weltmeisterschaftslauf teilnahmen, nämlich 2 von 4 (die letzten 2 waren Nicolas Kiesa und Jan Magnussen). Doch es gab immer wieder ernsthafte Versuche den Grand Prix Sport im südlichsten Skandinavienland populärer zu machen. Dazu gab es ein GP Rennen außerhalb der WM, aber eben auch ein Versuch, ein dänisches GP Auto zu bauen. Hinter der Idee steckte der Däne Arno van Dijk. Er verkündete seine Pläne Anfang 1972 im dänischen Fernsehen. Wie auch Aguri Suzuki 2006 benannte Arno dieses Auto nach seinem Vornamen, nämlich Arno. Dahinter sollte noch der Motorenlieferant namentlich erwähnt werden, die Modellbezeichnung war 016L. Das Projekt nicht nur sehr früh öffentlich präsentiert, praktische jede Neuigkeit wurde sofort publiziert – ein Zeichen, dass man entweder das Projekt wirklich ernsthaft anging, oder, dass man einfach nur das Medieninteresse für die Formel-1 steigern wollte. Am 30. August 1973 gab es eine erste Demonstrationsfahrt des Arno 016L im holländischen Zandvoort. Zum Zeitpunkt dieser Präsentationsfahrt hatte Arno noch keinen Motorenpartner, also baute er in das Heck einen Formel-5000 Motor von Ford. Hinter den Kulissen liefern währenddessen Verhandlungen mit einigen Herstellern, konkrete Gespräche gab es aber nur mit Tecno, die einen Abnehmer für ihre V8 und V12 Motoren suchten, und Alfa Romeo. Nach dem sich Tecno immer mehr in Schwierigkeiten verfing, schien Alfa Romeo als die sicherere Variante für die Dänen. Allerdings: Alfa Romeo gönnte sich zu dieser Zeit eine Auszeit im GP Sport, der letzte Einsatz für Alfa Romeo war 1971 als Motorenlieferant für March. Nach dem dieser Motor noch nicht zu alt war, in den 70er Jahren überlebten Motoren ja mehrere Jahre, man erinnere sich nur an den legendären Ford Cosworth Motor, der quasi die 70er Jahre dominierte und über 10 Jahre für GP Siege sorgte, gab es freilich Überlegungen, den alten Motor einzusetzen. Das endgültige Alfa Romeo Comeback kam erst wieder 1976. Für den Spanien GP 1974 wollte sich dann Arno Alfa Romeo melden. Als Fahrer war Peter van Zwan vorgesehen. Doch das Debüt und letztlich auch der F1 Plan scheiterte.

Beitrag Sonntag, 18. Februar 2007

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Ich bräuchte noch ein paar Infos zum McNally Hesketh (Hesketh soll der Motor gewesen sein!), dazu hab ich gar nichts....

Beitrag Sonntag, 18. Februar 2007

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Also der nächste währe jetzt der Rondel, dessen Werdegang hat Alfalfa ja im Ron Dennis Thread mehr als ausführlich geschildert, den Ferrari 312B3 'Spazza Neve' lass ich etz mal aus, genau so den Tecno E731, weiter gehts dann mit dem Madi.

Beitrag Sonntag, 18. Februar 2007

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Hi Michael,

wie kommst du drauf, dass der ARNO etwas mit Dänemark zu tun hat ?

Beitrag Sonntag, 18. Februar 2007

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Stimmt du hast Recht, es war ein holländisches Projekt... :oops:

Beitrag Sonntag, 18. Februar 2007

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Zu Madi:

1973 gab es neuerlich ein russisches Formel-1 Projekt, aber auch dieses wurde nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit betrieben. Dennoch kamen viele Daten des geplanten Madi 01 Chassis an die Öffentlichkeit: Das von S. Gees de Kalve konstruierte Auto, das auch schon getestet wurde, lehnte sich stark an den Lotus 72 (Madi besaß auch einen davon), hatte einen Radstand von 2280 Millimeter und wog 736 Kilogramm. Auch baute Madi einen eigenen Motor für das Projekt, der auf einen Volga basierte. Zu einem GP Rennen kam es für den Madi nicht, auch gab es nie ein Madi Team in der Formel-1.

Beitrag Montag, 19. Februar 2007

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Weiter gehts mit dem Dywa Chevrolet. Viel konnte ich dazu nicht finden, außer ein paar italienische Artikel von Autosprint, die ich allerdings nicht versteh :wink:

Dywa baute lange Rennwagen für einige Formel Klassen, darunter auch die Formel-5000. 1973 entstand erstmals der Plan eines Formel-1 Rennwagens von Dywa. Dydo Monguzzi wollte dazu einen 3 Liter Chevrolet Blockmotor haben. Peo Consonni testete den Dywa Chevrolet auch im italienischen Monza, ein Formel-1 WM Rennen fuhr Dywa allerdings nicht.

Beitrag Montag, 19. Februar 2007

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Mir ist gerade aufgefallen, dass es noch weitere F1 Projekte von Dywa gab:

1974 griff Monguzzi die Idee nochmals neu auf, holte die alten Bausätze aus der Schublade, scharrte einige neue Designer um sich herum und begann ein neues Formel-1 Auto zu bauen. Dieses Mal wollte man sicherstellen, dass man mit dem Motor kein Risiko eingeht, deswegen sollte der Dywa mit einem Ford Cosworth Motor angetrieben werden, also von jenem Aggregat, mit dem fast jedes GP Team fuhr. Luigi Cevasco testete den Rennwagen, der später dann in der Formel-5000 eingesetzt wurde, für die Formel-1 fehlte das Geld. 1979 präsentierte man das nächste Formel-1 Auto, den Dywa Ford Cosworth 08. Dieser sollte beim Belgien GP 1979 von Alberto Colombo gefahren werden, aber das Projekt wurde auf 1980 verschoben. Bis dahin entwickelte man den Dywa noch weiter, so änderte sich auch der Name in Dywa 010 um. Er wurde einige Male getestet und bei Formel-5000 und Formel-3000 Rennen, sowie bei einem Nicht WM Rennen eingesetzt, aber ein WM Rennen fuhr das Auto und Team nicht. Einen 5. Versuch von Dywa gab es dann nicht mehr.

Beitrag Montag, 19. Februar 2007

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Weiter mit dem Hawke Ford von 1974:

1974 wurde ein aufregendes Formel-1 Projekt vorgestellt: 1974 sollte es einen Formel-1 Renner von Hawke geben. Hawke war bis dahin nur in der Formel Ford bekannt, später baute man auch für die Formel-3 Rennboliden. Der britische Flugfährenchef Mike Keegan stand hinter dem GP Projekt. Als Designer des Autos war Adrian Reynard im Gespräch. Reynard wollte immer wieder GP Renner bauen und tat dies in späteren Jahren auch mit seiner eigenen Firma Reynard, die auch als Chassisbauer für verschiedenste Serien, wie ChampCar, Formel-3000 und so weiter. Als Motor für den Hawke F1 sollte der Ford Cosworth Motor dienen. Das Projekt jedoch löste sich in Luft auf.

Beitrag Montag, 19. Februar 2007

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MichaelZ hat geschrieben:
Zu Madi:

1973 gab es neuerlich ein russisches Formel-1 Projekt, aber auch dieses wurde nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit betrieben. Dennoch kamen viele Daten des geplanten Madi 01 Chassis an die Öffentlichkeit: Das von S. Gees de Kalve konstruierte Auto, das auch schon getestet wurde, lehnte sich stark an den Lotus 72 (Madi besaß auch einen davon), hatte einen Radstand von 2280 Millimeter und wog 736 Kilogramm. Auch baute Madi einen eigenen Motor für das Projekt, der auf einen Volga basierte. Zu einem GP Rennen kam es für den Madi nicht, auch gab es nie ein Madi Team in der Formel-1.



Woher hast du die Info mit dem Lotus 72 ????????
Nach meinen Infos ist von den 9 Lotus 72 die zwischen 1970 und 75 gebaut worden ist ,keiner in Richtung Moskau gefahren weder von Lotus direkt noch von einem Privatier .

Beitrag Montag, 19. Februar 2007

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LotusFan hat geschrieben:
MichaelZ hat geschrieben:
Zu Madi:

1973 gab es neuerlich ein russisches Formel-1 Projekt, aber auch dieses wurde nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit betrieben. Dennoch kamen viele Daten des geplanten Madi 01 Chassis an die Öffentlichkeit: Das von S. Gees de Kalve konstruierte Auto, das auch schon getestet wurde, lehnte sich stark an den Lotus 72 (Madi besaß auch einen davon), hatte einen Radstand von 2280 Millimeter und wog 736 Kilogramm. Auch baute Madi einen eigenen Motor für das Projekt, der auf einen Volga basierte. Zu einem GP Rennen kam es für den Madi nicht, auch gab es nie ein Madi Team in der Formel-1.



Woher hast du die Info mit dem Lotus 72 ????????
Nach meinen Infos ist von den 9 Lotus 72 die zwischen 1970 und 75 gebaut worden ist ,keiner in Richtung Moskau gefahren weder von Lotus direkt noch von einem Privatier .


Ich weiß leider die genaue Informationsquelle nicht mehr, ich hab alles aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Und wie Alfalfa schon oft schrieb, im Internet stehen natürlich auch oft Fehlinformationen, also dies kann eine davon sein, also sicher weiß ich es nicht.

Beitrag Montag, 19. Februar 2007

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naja, vielleicht hat man bloß versucht, den 72er grob nachzubauen, ohne jemals in besitz eines exemplars gewesen zu sein. :?
"When you're racing, it's life. Anything that happens before or after is just waiting."

Michael Delaney (Steve McQueen), Le Mans

Beitrag Montag, 19. Februar 2007

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MichaelZ hat geschrieben:
Also meine Infos zu Ginetta:

Ende der 60er Jahren plante Ginetta mit Motoren von BRM einen Einstieg in die Formel-1. Bei Ginetta handelt es sich um eine britische Automobilfirma, die sich auf den Bau von Sportwagen spezialisiert. Ginetta nahm deshalb auch bei unzähligen Sportwagenrennen teil, das Team hieß Ginetta Racing. Im Winter 1968 und 1969 sollte dann ein Ginetta Formel-1 Rennwagen entstehen, der Ginetta BRM G20 - angetrieben von einem BRM V12 Motor mit 3,0 Litern. Ginetta hatte zuvor wenig Erfahrung im Monoposto Bereich, auch ein für die Formel-3 geplanter Ginetta G19 brachte man nicht auf die Strecke. Als Fahrer für die Formel-1 war Chris Meek vorgesehen – eigentlich eher ein Sportwagenfahrer. Wie bei den meisten Projekten ist unklar, weshalb das Ginetta GP Projekt nicht geklappt hat, es dürfte aber eine Mischung aus vielen Problemen gewesen sein. BRM hatte damals mehr mit sich selbst zu kämpfen, sowohl was die Motoren betrifft, als auch das eigene GP Team; man hätte Ginetta also nicht unterstützen kennen. Ferner fehlte Ginetta wohl das nötige Kleingeld und auch die Erfahrung im Formel Sport.

Also die Ginetta-Geschichte interessiert mich jetzt doch. Habe noch nie etwas davon gehört. Auch meine Bios über Ginetta erzählen davon nicht ein Wort, geschweige denn F1-Büche. Woher stammen diese Infos? Wie ernst war das?

Ginetta war doch so eine Art britisches Kit-Car und dürfte nicht in der Lage gewesen sein, so ein Projekt durchzuziehen - besonders aus dem Stand und ohne Monoposto-Erfahrung. Wenn es hier wirklich Pläne gab, so sind die Wohl über die Schreibtisch-Kante nicht hinaus gekommen (und wenn dann wahrscheinlich direkt in die kleine, runde Ablage, die auf dem Fußboden steht...

Beitrag Montag, 19. Februar 2007

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Benway hat geschrieben:
naja, vielleicht hat man bloß versucht, den 72er grob nachzubauen, ohne jemals in besitz eines exemplars gewesen zu sein. :?


Ich geh mal davon aus als es den auf der Strecke zu bewundern gab (den 72er ) ,wussten 99.99 % der Russen garnicht was das ist :-)
Die siebziger waren ja eigentlich der hauptschauplatz des kalten Krieges . Selbst als die ersten Estonja mit der Marlboro Lackierung rausgekommen sind konnte das kaum einer mit McLaren in Verbindung bringen sondern das war eben Formel-1 . Das einzige Erscheinungsbild was es da von der F1 eben gab . Ähnlich wie in der DDR die Einfuhr der Rallye Racing verboten war so war das in der UdSSR mit der Einfuhr von CSSR oder ungarischen Medien und nur da fand die F1 ja im Ostblock eigentlich statt .
Irgendwo hab ich einen Bericht von den beiden russischen Kommendatoren die 1986 vom Ungarn GP berichten sollten .gelesen. Ich glaub der stand in der MSA oder der Rallye Racing .Auf jeden Fall kannten die beiden nicht einen einzigen Fahrer ,kein Team und von der Rennserie wussten die auch nur das der der zuerst über die Ziellinie fährt ,gewonnen hat . Ich hatte damals das Glück Teamgast zu sein und ( welche Schande im Nachhinein) für Knupp und RTL einen der Vorzeige-Ossi zu spielen und war somit mindestens alle 2 Std. im Pressezentrum ( dort gabs die Prtessemitteilungen der Teams - begehrte Sammelobjekte damals) ,aber die beiden hab ich die drei Tage nicht einmal gesehen .
Aber zurück zum Lotus 72 . Ich sehe da nicht viel ähnlich keit ,nicht mal optisch -

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