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Allan McNish - ein erfolgreicher Einstieg im Audi A4 DTM?

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Das Formel-1-Abenteuer des Allan McNish ist wohl den meisten F1-Beobachtern als kurz und nur wenig beeindruckend in Erinnerung geblieben; trotz reichlicher Testerfahrung in F1-Boliden gelang McNish in seiner einzigen F1-Saison 2002 lediglich ein siebter Platz bei seinem zweiten Grand Prix in Malaysia (der bekanntlich damals noch nicht mit Punkten belohnt wurde), während sein finnischer Teamkollege Mika Salo zumindest zweimal die Punkteränge erreichte und auch insgesamt dem Schotten überlegen schien.

In der kommenden Saison verzeichnet die DTM neben Doppelweltmeister Mika Häkkinen in der 2005er-C-Klasse mit Allan McNish im A4 DTM des Jahrgangs 2005 einen zweiten Neuzugang mit Formel-1-Erfahrung.

Der jeweiligen Leistung in der Formel 1 nach zu urteilen müsste Mika Häkkinen den Schotten regelmäßig in die Schranken weisen. Doch wird sich diese scheinbar so einleuchtende Vermutung als richtig erweisen?

Allan McNish verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz - auch abseits der Formel 1. Er nahm - teilweise parallel zu seinen F1-Testverträgen - für die verschiedensten Teams, u.a. auch für Audi, und in verschiedenen Fahrzeugklassen an den 24-Stunden-Rennen von Le Mans und Daytona, an der europäischen und amerikanischen Le-Mans-Serie teil und hat somit gelernt, sich in kürzester Zeit auf vollkommen verschiedene Rennboliden einzustellen und sich den Besonderheiten verschiedener Rennserien anzupassen - anders als die in der DTM engagierten, ehemaligen Formel-1-Fahrer, die sich jeweils etwa ein ganzes Jahrzehnt an die Charakteristik eines F1-Wagens sowie die Begebenheiten in der Formel 1 gewöhnt und nun teilweise Schwierigkeiten haben, sich an die DTM mit ihren eigenen Anforderungen anzupassen.

Dies wiederum könnte für McNish sprechen. Wie schätzt ihr diesen wohl nicht ganz von der Hand zu weisenden Vorteil gegenüber den ehemaligen F1-Piloten ein? Wie viel traut ihr dem erfahrenen Schotten in seiner ersten DTM-Saison zu - möglicherweise einen ähnlich gelungenen Einstand wie Tom Kristensen? Oder wird die Audi-Neuverpflichtung nicht nur hinsichtlich des Medieninteresses, sondern auch auf der Strecke im Schatten eines brillanten Mika Häkkinens stehen?

Beitrag Freitag 7. Januar 2005, 20:04

Beiträge: 3914
Da er in der Formel 1 nicht zu glänzen wusste, werden seine Fahrerqualitäten im DTM-Auto wahrscheinlich stärker sein, als bei den anderen Ex-Formel1-Fahrern.
[b:5e942ed50a][color=red:5e942ed50a][size=15:5e942ed50a] Fortuna Düsseldorf 1895 e.V. [/b:5e942ed50a] [/size:5e942ed50a]
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Deutscher [b:5e942ed50a]Pokalsieger [/b:5e942ed50a]: [b:5e942ed50a]1979[/b:5e942ed50a] und [b:5e942ed50a]1980 [/b:5e942ed50a] / Deutscher [b:5e942ed50a]Meister[/b:5e942ed50a]: [b:5e942ed50a]1933 [/b:5e942ed50a]
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Beitrag Freitag 7. Januar 2005, 21:43

Beiträge: 3095
Klingt sehr logisch, Marc :D
Wie sieht es denn um die Karriere von McNish aus? Hat er schon Tourenwagen-Erfahrung? Kenne mich da nicht so sehr aus :wink:
Mit freundlichen Grüßen
Jotti

Beitrag Freitag 7. Januar 2005, 23:06
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@ Jotti

Tourenwagenerfahrung hat McNish meines Wissens nicht, es ging mir auch eher um den Aspekt, dass er sich in seiner Karriere sehr viel öfter auf neue und sehr unterschiedliche Autos und Rennen einstellen musste als die langjährigen F1-Fahrer, was Marc offenbar irgendwie missverstanden hatte. Und da könnte möglicherweise ein entscheidender Vorteil für McNish liegen, auf Grund dessen es mich nicht überraschte, wenn er Häkkinen zumindest in der ersten Saison in etwa ebenbürtig wäre.

Beitrag Freitag 7. Januar 2005, 23:14

Beiträge: 4886
Das Ganze wird wohl auch eine Frage des Autos sein, also inwieweit Mercedes in der Lage sein wird, Audi Paroli bieten zu können oder gar einen dem Audi überlegenen Wagen auf die Beine stellen zu können. Viel interessanter wird es sein, zu beobachten, wie sich McNish gegen seine Teamkollegen Mattias Ekström, Tom Kristensen und Martin Tomczyk schlägt, wobei gerade Ekström die Messlatte sein dürfte. Und da glaube ich kaum, dass er da eine Chance hat.
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Beitrag Samstag 8. Januar 2005, 13:08

Beiträge: 3106
Meiner ansicht nach hat McNish eine realistische Chance ähnlich wie Kristensen 2004 relativ weit vorne mitzumischen... Wie SLK schon geschrieben hat musste McNish sich oft auf neue Boliden umstellen, und das wird sicherlich von Vorteil sein. Die Tatsache, dass er keien Tourenwagen-Erfahrung hat wird meiner Ansicht nach nicht sehr stark wiegen, da die DTM Autos keine konventionellen Tourenwagen, wie in der WTCC sind, sondern 100% Rennboliden..
Interpunktion und Orthographie dieses Posts ist frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.

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Beitrag Samstag 8. Januar 2005, 21:04

Beiträge: 3914
Jotti hat geschrieben:
Klingt sehr logisch, Marc :D
Wie sieht es denn um die Karriere von McNish aus? Hat er schon Tourenwagen-Erfahrung? Kenne mich da nicht so sehr aus :wink:


Ich sage nur Bernd Schneider!

Der war auch sowas von schlecht in der Formel 1!

Gut, in der DTM ist er es auch seit 2003, aber das liegt woul eher an seinem Alter.

Komischerweise sind in der DTM immer nur die schnell, die in der Formel 1 keine Schance haben (bin auf Albers gespannt) und umgekehrt. Ich glaube die DTM wäre was für Coulthard.
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Beitrag Samstag 8. Januar 2005, 21:33
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Beiträge: 4619
@ Marc

Ich glaube nicht, dass man Bernd Schneiders F1-Qualitäten angesichts des nicht ansatzweise konkurrenzfähigen Materials, das ihm Zakspeed in der Formel 1 zur Verfügung stellte, wirklich bewerten kann. Man hört jedoch immer wieder von einem McLaren-Test im Jahre 1996, bei dem er auf Anhieb bis auf drei Zehntel die Zeit Coulthards erreichte, der übrigens in jenem Jahr mit Mika Häkkinen mithalten konnte.

Um es nochmals zu verdeutlichen: In meinen Eingangsbeitrag wollte ich keineswegs behaupten, eher erfolglose F1-Fahrer wären gute DTM-Fahrer und gute F1-Fahrer wären schlechte DTM-Piloten (wonach Coulthard ein schlechter DTM-Pilot sein müsste ;)).
Es steht außer Frage, dass etwa Mika Häkkinen der talentiertere Rennfahrer als Allan McNish ist und der Finne diesem sicher in der DTM von Anfang an überlegen wäre, wenn er die gleiche "rennbiografische Basis" hätte, er also stets in denselben Rennserien wie McNish gefahren wäre.
Da dies jedoch zweifelsohne nicht der Fall ist und Häkkinen mehr als ein Jahrzehnt ausschließlich in der F1 fuhr, während sich McNish in den verschiedensten Rennserien versuchte und sich somit innerhalb kürzester Zeit auf unterschiedlichste Rennautos einstellen musste, um erfolgreich zu sein (was er ja abseits der F1 auch war), bin ich der Meinung, dass aus diesem Grund die Karten zumindest im ersten Jahr neu gemischt werden und es nicht überraschend wäre, wenn sich McNish im ersten Jahr mindestens auf einem ähnlichen Niveau schlüge wie Häkkinen.

Beitrag Sonntag 9. Januar 2005, 05:57

Beiträge: 168
Ich denke, dass Mc Nish sogar eine recht große Chance hat in der Dtm gut auszusehen:
Dabei würde ich seine häufigen Rennserienwechsel noch nicht einmal als Schlüsselfaktor betrachten; Mc Nish besitzt einfach eine recht große Tourenwagen Erfahrung, die einen klaren theoretischen Vorteil gegenüber Häkkinen darstellen sollte ! - Auf der anderen Seite haben ja z.B. Pirro und Biela gezeigt, das das nicht immer der entscheidene Faktor sein muss. McNish jedoch als generell geringer begabt als Häkkinen einzuschätzen, finde ich falsch ! - Ohne Häkkinens F1 - Leistungen schmälern zu wollen, ist es die Frage, in wie weit ein F1 Titel wirklich generell mehr Wert ist als Titel einer anderen Rennserie. Sicher, die F1 steht mehr im Fokus und ist ein Wettkmapf auf sehr hohem Niveau ... aber ob ein Häkkinen eine Rallye Wm gewonnen hätte, ist eine andere Frage, auch wenn er als Finne sicher gute Chancen gehabt hätte...
:D)
Ob ein Dtm Auto jetzt einem F1 Wagen oder einem klassichen Tourenwagen näher steht, ist dann schon wieder die Nächste ... die Dtm Autos sind mit Sicherheiten Protypen/ Rennboliden ... aber das Leistungsgewicht ist (um nur einen Puinkt zu nennen) doch signifikant anders als in der F1 !


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