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F1-Motoren

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Beitrag Mittwoch, 20. Mai 2026

Beiträge: 26958
Es zeichnet sich immer mehr ab, dass ab 2029 oder 2030 wieder simple V8-Motoren kommen.

Jetzt wo sogar der Weltklimarat sein schlimmstes Szenario kassiert hat, auf das Leute wie MichaelZ jahrelang reingefallen sind, kippt das ganze Klima-Narrativ wie ein Kartenhaus zusammen. :lol: :lol: :lol:

Damit entfällt auch ein wichtiges Argument für die Hybrid-Motoren in der F1.

Ich freue mich jetzt schon auf den "alten" F1-Sound und werde sicher auch ein Rennen besuchen in der ersten Saison mit den neuen Motoren.
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Beitrag Mittwoch, 20. Mai 2026

Beiträge: 46322
Worauf bin ich reingefallen?

Das RP8.5 Szenario war nie das wahrscheinlichste. Der Klimawandel ist damit ja nicht abgesagt. Auch nicht die Ursache.

V8-Motoren sind ja nur deswegen wieder im Gespräch, weil man sie eben mit nachhaltigem Treibstoff betreiben will. Das hat also mit dem RP8.5-Szenario nichts zu tun.

Beitrag Mittwoch, 20. Mai 2026

Beiträge: 26958
MichaelZ hat geschrieben:
Worauf bin ich reingefallen?

Das RP8.5 Szenario war nie das wahrscheinlichste. Der Klimawandel ist damit ja nicht abgesagt. Auch nicht die Ursache.


Natürlich bist du darauf reingefallen, du hast vor längerer Zeit permanent auf dem Thema Klima herumgeritten und die Wissenschaft hätte dieses und jenes klar belegt. Vieles davon wurde jetzt einfach mal einkassiert. Man könnte auch sagen, dass Trump Recht hatte.

Auch die Politik eines gewissen Robert Habeck fußte insbesondere auf diesem RP8.5 Szenario. Er hat darauf basierend unserer Wirtschaft massiv geschadet und jetzt stellt es sich als Hoax heraus, was viele Leute die ganze Zeit gesagt haben.

Klimawandel hin oder her, Fakt ist dass alles bei weitem nicht so schlimm ist, wie IPCC, die Klimasekte und die Medien es uns in den letzten Jahren erzählt haben.

Der darauf basierende wirtschaftliche Schaden in Deutschland liegt bereits jetzt bei ca. 3-5 Billionen Euro (!!).


MichaelZ hat geschrieben:
V8-Motoren sind ja nur deswegen wieder im Gespräch, weil man sie eben mit nachhaltigem Treibstoff betreiben will. Das hat also mit dem RP8.5-Szenario nichts zu tun.


Natürlich wurden die Hybridmotoren eingeführt, weil die Hersteller es so wollten...und das alles basiert auf Vorgaben der EU und dem ganzen Klimathema. Es hat also indirekt sehr viel damit zutun.
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Beitrag Freitag, 22. Mai 2026

Beiträge: 46322
Die Rede ist nicht von den Hybridmotoren, sondern von den V8-Motoren. Und die würden nicht eingeführt werden (wenn sie überhaupt kommen), wenn man sie mit normalen Benzin betreiben würde. Die gibt's nur, weil sie mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden sollen.

Und das zeigt, dass die Thesen des anthropogenen Klimawandels nach wie vor Gültigkeit haben. Es wurde davon nichts einkassiert. Sondern lediglich ein Szenario, das in den 1980er Jahren aufgestellt wurde und davon ausging, dass KEINERLEI Klimaschutz betrieben wird. Dem ist nicht so, wie man sieht - und übrigens nicht nur in Deutschland. Nie hat irgendwer gesagt, dass dieses Szenario sicher kommen wird, sondern im Gegenteil, wurde es immer als unwahrscheinlich, aber eben nicht als ausgeschlossen betrachtet.

Noch immer ist wissenschaftlich weder umstritten, dass CO2 das Klima erwärmt, noch ist das 1,5-Grad- oder gar das 2-Grad-Ziel realistisch noch erreichbar und schon gar nicht wurde der Klimawandel abgesagt. Nach wie vor ist das wahrscheinlichste Szenario, dass es etwa 2,7 Grad wärmer wird bis 2100.

Das einzige was bisher einkassiert wurde, ist das schlimmste aller Szenario. Selbst das zweitschlimmste wird weiterhin in Betracht (aber gleichzeitig als unwahrscheinlich erklärt). Im übrigen sind sehr oft auch schon die sehr harmlosen Szenarien einkassiert worden - weil wir die schon längst übertroffen haben. Davon redest du komischerweise nicht.

Aber gut, leb weiter in deiner Blase.

Beitrag Freitag, 22. Mai 2026

Beiträge: 10918
MichaelZ hat geschrieben:
Die Rede ist nicht von den Hybridmotoren, sondern von den V8-Motoren. Und die würden nicht eingeführt werden (wenn sie überhaupt kommen), wenn man sie mit normalen Benzin betreiben würde. Die gibt's nur, weil sie mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden sollen.

Niemand wehrt sich gegen synthetische Kraftstoffe. In fact - selbst in der Kart-WM mit hochgezüchteten und gemisch-geschmierten Zweitaktmotoren ging das schon 2023 problemlos - war halt teuer.
Meinetwegen soll auch der V8 (oder was auch immer) ein Hybrid-System haben, welches die sonst ineffizient "verschwendete" Bremsenergie (wegen mir auch vorn und hinten...) rekuperiert - wenns denn den einen oder anderen Hersteller glücklich macht. Aber es muss irgendwo Sinn machen und kein ideologischer Blödsinn - wie der 50/50-Quatsch... Und es darf die Natur des Rennfahrers nicht zum Test-Ingenieur degradieren...
Naja - und was die Emotionen von Fahrern und Fans betrifft - ein Langstreckenrennen auf einer Out-of-time-Rennstrecke mit GT-Autos hat gerade bewiesen, wovon Fans fasziniert sind - und das sogar trotz BoP-Spielchen...
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

Beitrag Freitag, 22. Mai 2026

Beiträge: 26958
MichaelZ hat geschrieben:
Die Rede ist nicht von den Hybridmotoren, sondern von den V8-Motoren. Und die würden nicht eingeführt werden (wenn sie überhaupt kommen), wenn man sie mit normalen Benzin betreiben würde. Die gibt's nur, weil sie mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden sollen.

Und das zeigt, dass die Thesen des anthropogenen Klimawandels nach wie vor Gültigkeit haben. Es wurde davon nichts einkassiert. Sondern lediglich ein Szenario, das in den 1980er Jahren aufgestellt wurde und davon ausging, dass KEINERLEI Klimaschutz betrieben wird. Dem ist nicht so, wie man sieht - und übrigens nicht nur in Deutschland. Nie hat irgendwer gesagt, dass dieses Szenario sicher kommen wird, sondern im Gegenteil, wurde es immer als unwahrscheinlich, aber eben nicht als ausgeschlossen betrachtet.

Noch immer ist wissenschaftlich weder umstritten, dass CO2 das Klima erwärmt, noch ist das 1,5-Grad- oder gar das 2-Grad-Ziel realistisch noch erreichbar und schon gar nicht wurde der Klimawandel abgesagt. Nach wie vor ist das wahrscheinlichste Szenario, dass es etwa 2,7 Grad wärmer wird bis 2100.

Das einzige was bisher einkassiert wurde, ist das schlimmste aller Szenario. Selbst das zweitschlimmste wird weiterhin in Betracht (aber gleichzeitig als unwahrscheinlich erklärt). Im übrigen sind sehr oft auch schon die sehr harmlosen Szenarien einkassiert worden - weil wir die schon längst übertroffen haben. Davon redest du komischerweise nicht.

Aber gut, leb weiter in deiner Blase.


Der Versuch, das Ganze als „nur ein missverstandenes Szenario“ darzustellen, ist ziemlich unehrlich. Denn genau dieses Szenario – RCP8.5 bzw. später SSP5-8.5 – wurde jahrelang von Medien, Aktivisten und teilweise auch Institutionen faktisch als „Business as usual“ verkauft. Obwohl führende Forscher schon seit Jahren darauf hingewiesen haben, dass es extrem unwahrscheinlich ist.

Jetzt im Nachhinein zu behaupten, „nie habe irgendwer gesagt, dass das wahrscheinlich sei“, ist Geschichtsklitterung. Genau das wurde der Öffentlichkeit permanent suggeriert:

„Wenn wir nichts tun, steuern wir auf 4–5 Grad zu.“

„So sieht die Welt Ende des Jahrhunderts aus.“

Kipppunkte, Weltuntergangsszenarien, Milliarden Klimaflüchtlinge usw.


Und sehr viele dieser Schlagzeilen basierten eben genau auf diesem Extrempfad.

Das Problem ist nicht, dass Wissenschaft Szenarien benutzt. Das Problem ist, dass ein extrem unrealistisches Szenario medial und politisch jahrelang wie die Standardzukunft behandelt wurde. Selbst Klima-Wissenschaftler wie Zeke Hausfather oder Detlef van Vuuren sagen inzwischen offen, dass RCP8.5 nie als wahrscheinlich gedacht war.

Und genau deshalb ist die jetzige Neubewertung eben doch ein massiver Vorgang.

Zudem zeigst du hier einen billigen rhetorischen Trick: Kritiker des Alarmismus werden so dargestellt, als würden sie behaupten, „CO₂ erwärmt gar nicht“. Das ist ein Strohmann. Die eigentliche Kritik lautet meistens:

Klimamodelle überschätzen teilweise Risiken,

Extrempfade wurden überbetont,

Unsicherheiten wurden medial kaum kommuniziert,

und Politik sowie Medien arbeiteten oft mit maximaler Zuspitzung.


Dass CO₂ ein Treibhausgas ist, widerlegt diese Kritik überhaupt nicht.

Auch die Behauptung „wir haben harmlose Szenarien längst übertroffen“ klingt dramatisch, ist aber ohne Kontext wertlos. Bei manchen Einzelindikatoren stimmt das, bei anderen eben nicht. Gerade bei Emissionen liegen wir inzwischen deutlich unter den früher dominierenden Worst-Case-Pfaden. Deshalb wurde SSP5-8.5 ja überhaupt erst als implausibel eingestuft.

Besonders schwach ist der Satz: „Das einzige, was einkassiert wurde, ist das schlimmste Szenario.“

Ja – aber genau dieses Szenario war jahrelang die Grundlage für unzählige apokalyptische Schlagzeilen, politische Forderungen und Studien. Das ist ungefähr so, als würde ein Börsenanalyst jahrelang den Weltcrash an die Wand malen und später sagen: „War doch nur ein theoretisches Extremszenario.“

Der Punkt der Kritiker ist also nicht: „Klimawandel existiert nicht.“

Sondern: „Die öffentliche Kommunikation war massiv verzerrt Richtung Katastrophenszenario.“

Und dafür liefert die aktuelle Entwicklung eher Munition gegen den Alarmismus als gegen die Kritiker.
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Beitrag Freitag, 22. Mai 2026

Beiträge: 46322
formelchen hat geschrieben:
Der Versuch, das Ganze als „nur ein missverstandenes Szenario“ darzustellen, ist ziemlich unehrlich. Denn genau dieses Szenario – RCP8.5 bzw. später SSP5-8.5 – wurde jahrelang von Medien, Aktivisten und teilweise auch Institutionen faktisch als „Business as usual“ verkauft. Obwohl führende Forscher schon seit Jahren darauf hingewiesen haben, dass es extrem unwahrscheinlich ist.


Es haben alle Wissenschaftler darauf hingewiesen, dass es ein extrem unwahrscheinliches Szenario ist. Auch der IPCC selbst. Es war schon immer der Worst Case Szenario. Im Szenario war beschrieben, dass das so kommen könnte, wenn es keinerlei Klimaschutzmaßnahmen gibt, das steht so schwarz auf weiß im Szenario gibt. Die gibt es nun aber, also wird dieses Szenario eintreten. Dass da jetzt die Klimawandelleugner-Fraktion ein riesiges Ding draus macht, war fast zu erwarten, zeigt aber nur, dass die nicht lesen können.

formelchen hat geschrieben:
„Wenn wir nichts tun, steuern wir auf 4–5 Grad zu.“


Das ist eine völlig richtige Schlagzeile. Genau das ist nämlich der Punkt: Wenn wir nichts tun, steuern wir auf 4-5 Grad zu." ist genau dieses Szenario. Aber wir tun eben ja was! Also kann jeder, der zumindest die 1. Klasse mal besucht hat, verstehen: Ah wir tun was, also kann dieses Szenario, das eintreten könnte, wenn wir nichts tun, auch nicht eintreten. :drink:

formelchen hat geschrieben:
Kipppunkte, Weltuntergangsszenarien, Milliarden Klimaflüchtlinge usw.


Kippunkte und Klimaflüchtlinge sind nach wie vor realistisch. Von Weltuntergangsszenarien habe ich noch nie was gelesen. Richtig aber ist, dass - und das gilt nach wie vor - es bei einem größeren Klimawandel, der vor allem sehr schnell kommen könnte, es zu einem großen Artensterben kommt. Wie bei früheren Klimawandel in der Geschichte der Erde auch schon. Und das beobachten wir derzeit ja auch.

formelchen hat geschrieben:
Das Problem ist nicht, dass Wissenschaft Szenarien benutzt. Das Problem ist, dass ein extrem unrealistisches Szenario medial und politisch jahrelang wie die Standardzukunft behandelt wurde. Selbst Klima-Wissenschaftler wie Zeke Hausfather oder Detlef van Vuuren sagen inzwischen offen, dass RCP8.5 nie als wahrscheinlich gedacht war.


Nochmal: Das war schon immer ein extrem unwahrscheinliches Szenario und war als solcher auch immer so in den IPCC-Berichten gekennzeichnet. Schau sie dir doch mal an.

formelchen hat geschrieben:
Klimamodelle überschätzen teilweise Risiken,


Klimamodelle haben bisher zu 82% ins Schwarze getroffen und bei den restlichen 18 Prozent haben Klimamodelle die Realität eher unterschätzt.

Du verwechselst hier auch permanent Dinge. Beim RP8.5. Szenario haben ja nicht die Klimamodelle etwas falsches ausgerechnet, sondern man hat sie mit Daten gefüttert, die eben jetzt auszuschließen sind. Das Klimamodell berechnet eben das Klima anhand von Ausgangsfaktoren. Also zum Beispiel wie stark und wie schnell steigen die CO2-Emissionen. Ausgehend von den 1980er Jahren hätten wir nichts gemacht an Klimaschutz hätte man das Klimamodell also mit anderen Daten füttern müssen als jetzt, wo eben schon was gemacht wird. Ehrlich gesagt versteh ich nicht, dass man das nicht versteht. Ich versteh natürlich, warum die rechte Ecke das jetzt propagandisiert das Thema. Und man sieht ja an dir, wie naiv da Menschen drauf reinfallen.

Aber dreh das Problem doch mal um und spiel das mit einer AfD-Propaganda-These durch: Die AfD sagt, mehr Flüchtlinge lässt die Kriminalität steigen. Wenn wir also so weitermachen wie bisher, haben wir im Jahr 2100 die Zahl X an Flüchtlingen da und das würde dann folgende Kriminalitätsrate nach sich ziehen. Wenn wir aber jetzt alles unternehmen, dass wir keine Flüchtlinge mehr in Deutschland haben und die Kriminalität steigt dann nicht, dann ist doch nicht automatisch die AfD-These falsch. Nur weil ich etwas unternehme, damit etwas nicht passiert, heißt das ja nicht, dass auch nichts passiert wäre, wenn ich nichts unternommen hätte. Ersetze Flüchtlinge mit CO2 und schon verstehst du es vielleicht.

Um das nur nochmal klarzustellen: Diese These mit den Flüchtlingen teile ich so nicht. Ich wollte es nur mal in deiner Sprache klarmachen, dass deine Aufregung absolut lächerlich bezüglich das RP8.5-Szenario

formelchen hat geschrieben:
Extrempfade wurden überbetont,


Ja, da wiederspreche ich dir auch gar nicht. Da hast du sicher einen Punkt. Genauso wie übrigens auch nicht jedes Unwetter gleich dem Klimawandel geschuldet ist. De facto ist es sogar so (und auch das sagt die Wissenschaft ganz klar): Jedes Unwetter wird durch eine spezielle Wetterlage ausgelöst. Die Frage ist nur, ob der Klimawandel das Ereignis noch verschärft oder eher abmildert oder ob solche Wetterlagen durch den Klimawandel häufiger auftreten.

Aber das kennt man von Medien in allen Bereichen und bei allen Themen. Und übrigens auch bei allen Medien, aiuch bei den Schwurbelmedien. Nur werden da eben Horrorszenarien in anderen Themen völlig übertrieben dargestellt.

formelchen hat geschrieben:
Auch die Behauptung „wir haben harmlose Szenarien längst übertroffen“ klingt dramatisch, ist aber ohne Kontext wertlos. Bei manchen Einzelindikatoren stimmt das, bei anderen eben nicht. Gerade bei Emissionen liegen wir inzwischen deutlich unter den früher dominierenden Worst-Case-Pfaden. Deshalb wurde SSP5-8.5 ja überhaupt erst als implausibel eingestuft.


Du verstehst es immer noch nicht.

Die Klimamodelle werden mit verschiedenen Szenarien bespielt.
Szenario ganz super ist sozusagen: Wir hören sofort auf.
Szenario ganz mies ist sozusagen: Wir machen nie was!

Und dieses ganz miese Szenario ist vom Tisch: Weil wir was machen. Genauso sind schon mehrere ganz super Szenarien fallen gelassen worden, weil wir ja eben nicht sofort aufhören (was übrigens auch nie realistisch war. Aber man spielt diese Szenarien trotzdem durch, weil sich das Klima ja auch unter diesem Szenario nach wie vor noch verändern würde). Selbst das 1,5-Grad-Szenario, das ja auch nie das realistischste war, wird fallen.

formelchen hat geschrieben:
Ja – aber genau dieses Szenario war jahrelang die Grundlage für unzählige apokalyptische Schlagzeilen, politische Forderungen und Studien. Das ist ungefähr so, als würde ein Börsenanalyst jahrelang den Weltcrash an die Wand malen und später sagen: „War doch nur ein theoretisches Extremszenario.“


Die Sache ist doch ganz einfach: Der Klimawandel in seinen massivsten Auswüchsen wären eben bedrohlich und um da entgegenzusteuern muss man diese Szenarien auch aufzeigen. Denn nochmal: Würde nichts gemacht werden, wären eben genau diese Szenarien sehr wahrscheinlich gewesen.

Weniger Klimaschutz ist übrigens auch nicht die Ableitung, die jetzt daraus resultiert, dass es RP8.5 nicht mehr gibt. Wir müssen weiterhin klimaneutral werden, daran hat sich 0,0 etwas geändert.

Beitrag Samstag, 23. Mai 2026

Beiträge: 26958
Du wiederholst im Grunde permanent dieselbe Behauptung: „Das war schon immer nur ein extrem unwahrscheinliches Worst-Case-Szenario und jeder wusste das.“ Genau das ist aber der zentrale Punkt der Kritik – denn die öffentliche Kommunikation sah völlig anders aus als das, was du jetzt im Nachhinein behauptest.

Natürlich stand irgendwo in IPCC-Berichten, dass RCP8.5 bzw. SSP5-8.5 ein Hoch-Emissions-Szenario ist. Das bestreitet niemand. Die Frage ist aber: Wie wurde dieses Szenario über Jahre medial, politisch und gesellschaftlich verwendet? Und da ist deine Darstellung schlicht realitätsfern.

Denn faktisch wurde dieses Szenario jahrelang als „Business as usual“ kommuniziert. Nicht als exotischer Sonderfall, sondern als das, worauf wir zusteuern würden. Schlagzeilen wie:

* „Die Erde steuert auf 4–5 Grad Erwärmung zu“
* „Uns bleiben noch X Jahre“
* „Katastrophale Folgen bis Ende des Jahrhunderts“
waren eben nicht mit dem Hinweis versehen:
„Achtung, extrem unwahrscheinlicher Spezialfall mit außergewöhnlich hohen Kohleverbräuchen und Bevölkerungsannahmen.“

Genau DAS ist die Kritik.

Und jetzt wird im Nachhinein plötzlich so getan, als hätten alle immer sauber differenziert. Das stimmt einfach nicht.

Besonders absurd ist dein Versuch, Kritiker als „Klimawandelleugner“ hinzustellen. Das ist ein billiger rhetorischer Trick. Die meisten Kritiker bestreiten weder den Treibhauseffekt noch irgendeine Erwärmung. Sie kritisieren:

* die politische Dramatisierung,
* die mediale Überzeichnung,
* die ständige Kommunikation maximaler Risiken,
* und die Tatsache, dass Extrempfade unverhältnismäßig dominant waren.

Du weichst diesem Punkt permanent aus, indem du so tust, als würde jede Kritik automatisch bedeuten:
„CO₂ wirkt gar nicht.“

Das behauptet kaum jemand.

Dann dein nächster Punkt:
„Die Modelle waren ja nicht falsch, sondern nur die Eingangsdaten.“

Ja – genau das ist doch der Kern der Sache.

Wenn du Modelle permanent mit unrealistischen Annahmen fütterst, bekommst du unrealistische Katastrophenszenarien. Und wenn diese Szenarien anschließend jahrelang öffentlich wie wahrscheinliche Zukunftspfade verkauft werden, dann ist Kritik daran absolut berechtigt.

RCP8.5 basierte unter anderem auf:

* extrem hohem Kohleverbrauch,
* sehr starkem Bevölkerungswachstum,
* geringer technologischer Entwicklung,
* kaum Effizienzsteigerungen,
* praktisch keiner globalen Klimapolitik.

Schon vor Jahren haben zahlreiche Forscher darauf hingewiesen, dass diese Kombination zunehmend unrealistisch wird. Genau deshalb wird das Szenario heute zurückgestuft.

Und nein, das bedeutet nicht automatisch:
„Klimawandel existiert nicht.“
Das ist wieder nur dein Strohmann.

Es bedeutet:
Die schlimmsten Prognosen waren deutlich unwahrscheinlicher, als Öffentlichkeit und Medien oft suggeriert haben.

Dein Verweis auf „82 % richtige Modelle“ ist übrigens ebenfalls irreführend. Erstens ist diese Zahl hoch umstritten, zweitens misst sie meist nur grobe Temperaturtrends über bestimmte Zeiträume. Daraus folgt nicht automatisch:

* dass alle regionalen Prognosen stimmen,
* dass Extremwetter korrekt modelliert wird,
* dass Kipppunkte sicher eintreten,
* oder dass sämtliche Folgenabschätzungen zutreffen.

Du vermischst permanent verschiedene Ebenen:

1. „CO₂ hat einen Erwärmungseffekt.“
2. „Wie stark wird die Erwärmung?“
3. „Welche Folgen ergeben sich daraus?“
4. „Wie wahrscheinlich sind Extrempfade?“
5. „Wie gut sind Langfristmodelle?“

Wer Punkt 4 kritisiert, bestreitet nicht automatisch Punkt 1.

Dein Flüchtlingsvergleich hinkt übrigens gewaltig. Denn bei der AfD-Analogie wäre das Entscheidende:
Hat man der Bevölkerung jahrelang das EXTREMSTE Szenario als quasi bevorstehende Realität verkauft?

Genau DAS ist beim Klima passiert.

Und dein Satz:
„Von Weltuntergangsszenarien habe ich noch nie was gelesen“
ist ehrlich gesagt kaum glaubwürdig. Seit Jahren wird öffentlich diskutiert über:

* unbewohnbare Regionen,
* Zusammenbruch der Zivilisation,
* Massenaussterben,
* Milliarden Klimaflüchtlinge,
* Kipppunkte mit Kettenreaktionen,
* gesellschaftlichen Kollaps,
* „letzte Generationen“ usw.

Selbst Kinder hatten teilweise Angst, die Welt gehe unter. Das kam ja nicht aus dem Nichts.

Und nein: Dass Medien generell dramatisieren, macht die Klimakommunikation nicht besser. Im Gegenteil. Gerade weil das Thema wissenschaftlich komplex ist, wäre nüchterne Kommunikation wichtig gewesen. Stattdessen wurden oft maximale Katastrophenszenarien emotional ausgeschlachtet.

Außerdem widersprichst du dir selbst:
Einerseits sagst du:
„Das war immer extrem unwahrscheinlich.“

Andererseits:
„Wenn wir nichts gemacht hätten, wäre es sehr wahrscheinlich geworden.“

Ja was denn nun?

Entweder war es immer ein extremer Sonderfall oder ein realistischer Zukunftspfad. Beides gleichzeitig funktioniert nicht.

Und der entscheidende Punkt bleibt:
Die öffentliche Wahrnehmung wurde über Jahre massiv von den extremsten Szenarien geprägt. Genau deshalb ist die aktuelle Neubewertung politisch und gesellschaftlich relevant.

Dass jetzt plötzlich so getan wird, als hätten „eh alle gewusst“, dass das nie realistisch war, wirkt eher wie rückwirkende Schadensbegrenzung.

Natürlich folgt daraus nicht:
„Also brauchen wir gar keinen Klimaschutz.“

Aber daraus folgt sehr wohl:

* dass Klimakommunikation oft alarmistisch war,
* dass Unsicherheiten schlecht vermittelt wurden,
* dass Worst-Case-Szenarien politisch überrepräsentiert waren,
* und dass Kritiker in vielen Punkten rückblickend berechtigte Einwände hatten.

Und genau deswegen wird dieses Thema jetzt auch so intensiv diskutiert.
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Beitrag Sonntag, 24. Mai 2026

Beiträge: 46322
formelchen hat geschrieben:
Einerseits sagst du:
„Das war immer extrem unwahrscheinlich.“

Andererseits:
„Wenn wir nichts gemacht hätten, wäre es sehr wahrscheinlich geworden.“

Ja was denn nun?


Das ist doch kein Widerspruch. Es war das Szenario nach dem Motto, wir machen nichts. Und wenn wir nichts gemacht hätten, wäre das doch auch realistisch gewesen.

Jetzt aber haben wir schon einiges gemacht. 2025 wurde erstmal mehr Strom global aus erneuerbare Energien produziert als durch Kohle. Also ist das Szenario einfach durch unser Handeln obsolet geworden.

Damit ist alles gesagt. Mach du weiter deinen riesigen Skandal draus.

Beitrag Montag, 25. Mai 2026

Beiträge: 26958
MichaelZ hat geschrieben:

Das ist doch kein Widerspruch. Es war das Szenario nach dem Motto, wir machen nichts. Und wenn wir nichts gemacht hätten, wäre das doch auch realistisch gewesen.

Jetzt aber haben wir schon einiges gemacht. 2025 wurde erstmal mehr Strom global aus erneuerbare Energien produziert als durch Kohle. Also ist das Szenario einfach durch unser Handeln obsolet geworden.

Damit ist alles gesagt. Mach du weiter deinen riesigen Skandal draus.


Es IST ein riesen Skandal, weil dieser Mist ins Grundgesetz geschrieben wurde, unserer Wirtschaft massiv geschadet hat und weil es uns allen richtig viel Geld gekostet hat und eben auch Arbeitsplätze kostet.

Und zu deinem "wir haben schon einiges gemacht". Der weltweite CO-Ausstoß ist in den letzten 15 Jahren weiter angestiegen.

Entwicklung 2010–2024 (grobe Kerndaten)
2010: ca. 34,0 Gt CO₂
2015: ca. 36,3 Gt CO₂
2019 (Pre-COVID Peak): ca. 38,0 Gt CO₂
2020: ca. 36,2 Gt CO₂ (Corona-Einbruch)
2021: ca. 38,2 Gt CO₂ (starker Rebound)
2022: ca. 38,5 Gt CO₂
2023: ca. 39,1 Gt CO₂
2024: ca. 39,6 Gt CO₂ (neuer Rekord)
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Beitrag Dienstag, 26. Mai 2026

Beiträge: 46322
Richtig, deswegen ist Klimaschutz nach wie vor wichtig.

Aber der Anstieg wäre massiver gewesen, wenn nichts gemacht worden wäre - und davon ging das RP8.5 Szenario aus.

Dieses Szenario steht übrigens nicht im Grundgesetz.

Beitrag Mittwoch, 27. Mai 2026

Beiträge: 26958
MichaelZ hat geschrieben:
Richtig, deswegen ist Klimaschutz nach wie vor wichtig.

Aber der Anstieg wäre massiver gewesen, wenn nichts gemacht worden wäre - und davon ging das RP8.5 Szenario aus.

Dieses Szenario steht übrigens nicht im Grundgesetz.


Du weichst dem eigentlichen Punkt wieder komplett aus.

Niemand bestreitet hier, dass Klimaschutz einen Effekt haben kann. Die Kritik richtet sich gegen die jahrzehntelange politische und mediale Darstellung eines Extrempfades als quasi bevorstehende Realität.

Und genau da wird es problematisch.

Du sagst:
„Der Anstieg wäre massiver gewesen, wenn nichts gemacht worden wäre.“

Das mag grundsätzlich stimmen. Aber daraus folgt eben NICHT automatisch, dass die konkreten Horrorprognosen realistisch waren, mit denen Politik und Öffentlichkeit jahrelang gearbeitet haben.

Denn RCP8.5 war nicht einfach nur:
„Wir machen keinen Klimaschutz.“

Das Szenario beruhte zusätzlich auf einer ganzen Reihe extremer Annahmen:

- gigantischer Kohleverbrauch,
- sehr hohes Bevölkerungswachstum,
- schwache technologische Entwicklung,
- kaum Effizienzsteigerungen,
- extrem hohe Emissionsintensität,
- praktisch globale energiepolitische Stagnation.

Und genau diese Kombination galt schon lange als zunehmend unrealistisch.

Deshalb ist die aktuelle Neubewertung eben NICHT banal oder bedeutungslos, sondern hochrelevant:
Denn dieses Szenario war über Jahre die Grundlage zahlloser Schlagzeilen, Studien und politischer Narrative.

Und genau deshalb wirkt dein heutiges:
„War doch immer nur ein Worst Case“
wie eine rückwirkende Relativierung dessen, wie dieses Szenario tatsächlich kommuniziert wurde.

Denn in der öffentlichen Debatte hieß es eben nicht:
„Hier ist ein unwahrscheinlicher Spezialfall.“

Sondern:

- „Die Welt steuert auf 4–5 Grad zu“
- „Uns bleiben nur noch wenige Jahre“
- „Katastrophale Zukunft“
- „Existenzielle Bedrohung“
- „Die Wissenschaft sagt…“

Der Unterschied zwischen:
„möglich“
und
„wahrscheinlich“
wurde medial systematisch verwischt.

Und genau das kritisieren viele Menschen heute.

Außerdem ist dein Satz:
„Dieses Szenario steht übrigens nicht im Grundgesetz“
eine ziemlich billige Nebelkerze.

Natürlich steht „RCP8.5“ nicht wörtlich im Grundgesetz.

Aber das Bundesverfassungsgericht hat sich bei seiner Argumentation ausdrücklich auf IPCC-Projektionen, CO₂-Restbudgets und langfristige Klimarisiken gestützt. Und genau in dieser wissenschaftlichen und politischen Debatte spielte RCP8.5 jahrelang eine enorme Rolle – sowohl direkt als auch indirekt über Studien, Risikobewertungen und mediale Vermittlung.

So zu tun, als hätte das alles keinerlei Einfluss auf politische Entscheidungen oder gesellschaftlichen Druck gehabt, ist schlicht unrealistisch.

Der eigentliche Punkt bleibt:
Wenn über Jahre ein extrem pessimistischer Emissionspfad die öffentliche Wahrnehmung dominiert und später selbst innerhalb der Klimaforschung als zunehmend implausibel eingestuft wird, dann ist das politisch und gesellschaftlich eine relevante Entwicklung.

Und darauf mit:
„Aber Klimaschutz bleibt wichtig“
zu antworten, geht am Kern der Kritik vorbei.

Denn die Debatte lautet nicht:
„Soll man gar nichts tun?“

Sondern:
„Wurde mit unrealistischen Worst-Case-Szenarien überdramatisiert, Angst erzeugt und Politik begründet?“

Und darauf lautet die Antwort zunehmend: JA!! Es wurde Panik geschoben ohne Ende und gewisse Leute haben sich dabei die Taschen voll gemacht.
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