USCC - Porsche in Sebring: Verteidigung der Punkteführung

Prestigerennen im Sonnenscheinstaat

Die Rennstrecke in Sebring ist Porsche-Territorium. Niemand gewann dort häufiger als die Schwaben. Auch diesmal soll nicht weniger her als ein Sieg.

Motorsport-Magazin.com - Nach dem Saisonauftakt in Daytona steht in der United SportsCar Championship am 15. März der nächste Klassiker auf dem Programm: Beim 12-Stunden-Rennen in Sebring starten die Porsche-Werksfahrer und Daytona-Sieger Richard Lietz, Nick Tandy und Patrick Pilet als Tabellenführer zum zweiten Lauf der neuen Rennserie, in der das Werksteam Porsche North America zwei Porsche 911 RSR in der Klasse GTLM einsetzt. Mit 18 Gesamt- und 66 Klassensiegen ist Porsche der erfolgreichste Hersteller in der Geschichte des ältesten Sportwagenrennens der USA.

Das Rennen

Das erste 12-Stunden-Rennen auf dem 5,954 Kilometer langen Sebring International Raceway, einem wegen seiner vielen Bodenwellen berüchtigten Flugplatzkurs, wurde am 15. März 1952 ausgetragen. In der Siegerliste haben sich Rennfahrergrößen wie Juan Manuel Fangio, Dan Gurney, Hans Herrmann, Jacky Ickx und Mario Andretti verewigt. Auch Hollywood-Stars wie Paul Newman und Steve McQueen, der 1970 mit einem Porsche 908 Zweiter wurde, erfüllten sich in Sebring ihren Rennfahrertraum.

Die Porsche-Fahrer

Für Porsche North America sind in Sebring sechs Porsche-Werksfahrer im Einsatz. Richard Lietz und Nick Tandy teilen sich das Cockpit der Startnummer 911 mit Patrick Pilet, der sie schon beim Sieg in Daytona unterstützt hat. Mit der Nummer 912 treten Patrick Long und Michael Christensen zusammen mit Jörg Bergmeister zur 62. Auflage des Sportwagenklassikers an. Seine Saisonpremiere feiert in Sebring das Kundenteam Falken Tire, dessen 911 RSR mit den Porsche-Werksfahrern Wolf Henzler und Marco Holzer sowie mit Bryan Sellers besetzt ist. In der Klasse GTD sind zahlreiche Porsche-Kundenteams mit dem eigens für die USCC gebauten neuen Porsche 911 GT America am Start, darunter Dempsey Racing mit Patrick Dempsey als Fahrer und das Team Alex Job Racing mit Porsche-Junior Alex Riberas.

Ein Porsche RS Spyder 2007 in Sebring - Foto: Porsche

Die Porsche-Fahrzeuge

Die in der United SportsCar Championship eingesetzten Porsche 911 RSR und Porsche 911 GT America basieren auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911. Als Nachfolger des erfolgreichen 911 GT3 RSR feierte der 470 PS starke 911 RSR im Vorjahr seine Rennpremiere und holte bei seinem ersten Start bei den 24 Stunden von Le Mans einen grandiosen Doppelsieg. Für 2014 wurde der Erfolgsrenner aus Weissach in vielen Bereichen weiter verbessert. Der Porsche 911 GT America, dessen Vierliter-Sechszylinder-Motor ebenfalls 470 PS leistet, wurde eigens für die Klasse GTD der neuen Sportwagenrennserie gebaut. Er ist eine verbesserte Version des Porsche 911 GT3 Cup, des erfolgreichsten und und am meisten gebauten Rennwagens der Welt.

Die Porsche-Erfolge

Den ersten Porsche-Gesamtsieg in Sebring holten 1960 Hans Herrmann und Olivier Gendebien im Porsche 718 RS/60, der vorerst letzte ging 2008 auf das Konto von Timo Bernhard, Romain Dumas und Emmanuel Collard mit dem Porsche RS Spyder. Neben den insgesamt 18 Gesamtsiegen weist die Erfolgsstatistik von Porsche bei diesem Rennen 66 Klassensiege auf.

Stimmen vor dem Rennen

Hartmut Kristen (Porsche-Motorsportchef): "Es gibt weltweit keine andere Sportwagenrennserie, die mit zwei Langstreckenklassikern wie Daytona und Sebring in die Saison startet. Für Fahrer und Teams ist das eine faszinierende Herausforderung. Das neu formierte Team Porsche North America konnte mit der überarbeiteten Variante des 911 RSR in Daytona auf Anhieb einen Sieg feiern. Für Sebring ist das Motivation und Herausforderung zugleich."

Richard Lietz (#911): "Unser Sieg in Daytona war ein Saisonauftakt nach Maß. Da hat alles gepasst. Die Distanz in Sebring ist zwar nur halb so lang, die Anforderungen aber sind genau so extrem. Du darfst nicht den kleinsten Fehler machen, sonst hast du keine Chance."

Nick Tandy (#911): "Daytona war für mich ein toller Einstand mit dem Porsche 911 RSR. Es wäre schön, wenn wir unsere Tabellenführung in Sebring weiter ausbauen könnten."

Patrick Pilet (#911): "Sebring ist ein fantastisches Rennen. Ich werde mein Bestes geben, um Richard und Nick so gut wie möglich zu unterstützen. Ich hoffe, dass das auch in Sebring so gut klappt wie bei unserem Sieg in Daytona."

Du darfst nicht den kleinsten Fehler machen, sonst hast du keine Chance.
Richard Lietz

Patrick Long (#912): "In Daytona sind wir mit dem 911 RSR lange in der Spitzengruppe mitgefahren. Leider konnten wir am Ende nicht mehr um den Sieg kämpfen. In Sebring benötigen wir jetzt ein Spitzenergebnis, um unsere Chancen im Kampf um die Meisterschaft zu wahren. Ich bin sehr optimistisch."

Michael Christensen (#912): "Mein erstes Rennen als Werksfahrer mit dem 911 RSR in Daytona war eine tolle Erfahrung. Jetzt freue ich mich auf Sebring."

Jörg Bergmeister (#912): "Sebring ist ein echter Klassiker. Ein sehr spezielles Rennen auf einer sehr speziellen Strecke. Mit dem 911 RSR haben wir trotz der starken Konkurrenz gute Chancen, um den Sieg zu fahren."

Wolf Henzler (#17): "Für unser Team Falken Tire ist Sebring das erste Rennen der Saison. Wir freuen uns, dass wir jetzt mit dabei sind. Die Vorbereitung lief ganz gut und wir sind gespannt darauf zu sehen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen."

Marco Holzer (#17): "Sebring ist ein hartes Rennen, das einem als Fahrer alles abverlangt, aber auch sehr viel Spaß macht. Ich hoffe, dass ich meinen Teil zu einem guten Saisonstart für das Team Falken Tire beitragen kann."


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