Superbike - Melandri holt Ducati-Heimsieg in Lauf 2 von Misano

Torres verliert Podium mit technischem Defekt

Italienischer Sieger auf italienischem Motorrad in Italien: Marco Melandri macht es am Sonntag in Misano MotoGP-Star Andrea Dovizioso nach.
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Motorsport-Magazin.com - Emotionaler Sieg für Marco Melandri! Erstmals seit seiner Rückkehr in die Superbike-WM konnte er am Sonntag ein Rennen gewinnen, noch dazu vor Heimpublikum in Misano auf einer Ducati. Neben ihm aufs Podium fuhren die Kawasaki-Piloten Jonathan Rea und Tom Sykes, die von einem technischen Defekt des bis dahin zweitplatzierten Jordi Torres profitierten.

Die Schlüsselszene

Kurz nach Halbzeit des Rennens bremst sich Melandri in Kurve acht an Jordi Torres vorbei und setzt sich in der Folge Stück für Stück ab. Weder der später ausscheidende Torres noch die Kawasaki-Piloten können seine Pace mitgehen, Melandri kommt mit über einer Sekunde Vorsprung ins Ziel.

Der Rennfilm

Start: Xavi Fores kommt von Startplatz zwei sehr gut weg und biegt vor Polesitter Jordi Torres in Kurve eins ein. Eugene Laverty nimmt Rang drei ein, dahinter platzieren sich bereits die aus Reihe drei gestarteten Kawasakis mit Tom Sykes und Jonathan Rea.

1. Runde: Sykes und Rea gehen an Laverty vorbei und jagen nun Fores und Torres an der Spitze.

2. Runde: Auch Marco Melandri überholt Laverty und heftet sich an das Hinterrad von Rea.

4. Runde: An der Spitze setzt sich eine fünf Mann starke Gruppe mit Fores, Torres, Sykes, Rea und Melandri ab.

5. Runde: Torres übernimmt die Führung von Fores.

6. Runde: Technische Probleme für Fores: Sein zweiter Platz ist dahin! Melandri geht unterdessen an Rea vorbei und ist neuer Dritter.

7. Runde: Sykes leistet sich einen Fehler, Melandri bedankt sich und holt Rang zwei, nachdem er kurz zuvor auch Rea überholt hat.

10. Runde: Melandri greift Torres an und übernimmt kurz die Führung, doch der Spanier kann kontern und holt sich P1 zurück.

11. Runde: Alex Lowes stürzt auf Platz sechs und ist aus dem Rennen.

12. Runde: Melandri übernimmt die Spitze! Er bremst Torres in Kurve acht aus, Torres kann nicht mehr gegenhalten.

13. Runde: Die Kawasakis können die Pace Melandris nicht ganz mitgehen, liegen bereits eine Sekunde hinter dem Spitzenreiter zurück.

14. Runde: Rea geht in Kurve drei an Sykes vorbei und ist nun Dritter.

17. Runde: Melandri hat das Rennen an der Spitze gut unter Kontrolle. Gut eine Sekunde liegt er vor Torres, knapp zwei vor Rea.

18. Runde: Torres scheidet mit technischen Problemen aus! Seine BMW rollt auf der Start-Ziel-Geraden aus, das Podium ist futsch. Stefan Bradl konnte von Startplatz 18 nicht wirklich Boden gutmachen, profitierte aber von zahlreichen Ausfällen

Ziel: Melandri fährt den Sieg ganz souverän nach Hause. Rea holt sich Platz zwei vor Sykes und baut so seine WM-Führung aus. Van der Mark wird Vierter vor Laverty und Savadori. De Rosa belegt Rang sieben vor Krummenacher und Mercado. Bradl fährt als Zehnter in die Top-Ten. Badovini und Jezek holen als Elfter und Zwölfter die letzten Punkte.

So lief der zweite Lauf in Misano für Stefan Bradl und Randy Krummenacher

Randy Krummenacher konnte seine gute vierte Startposition nutzen und fuhr Rang acht, verbesserte somit also seine bislang beste Platzierung - Rang neun am Samstag - um einen Platz. Er sammelte damit acht Punkte für die Weltmeisterschaft. Stefan Bradl konnte von Startplatz 18 nicht wirklich Boden gutmachen, profitierte aber von vielen Ausfällen und wurde somit als drittletzter Pilot im Ziel Zehnter.

Die Stimmen vom Podium

Marco Melandri (Sieger, Ducati): "Die Saison war für mich bislang nicht einfach. Ich hatte zu Beginn gute Rennen, bin dann aber in Probleme geraten. Bei den Testfahrten hier hat das Team aber einen super Job gemacht und das Bike passt jetzt viel besser zu meinem Fahrstil. Hier in Misano vor all den Ducati-Leuten, meiner Familie und meinen Fans zu gewinnen ist einfach großartig."

Jonathan Rea (Zweiter, Kawasaki): "Es war heute ein schwieriges Rennen für mich. Ich hätte nicht mehr machen können. Wir haben im Vergleich zu gestern nur minimale Änderungen am Motorrad vorgenommen, aber es hat sich völlig anders angefühlt. Jetzt nach der Hälfte der Saison in der WM mit 50 Punkten vorne zu liegen aber ist aber schön."

Tom Sykes (Dritter, Kawasaki): "Heute war ich deutlich näher an der Spitze dran als gestern. Das Rennen war insgesamt okay, aber die ersten Runden waren etwas enttäuschend. Ich konnte nicht das volle Potenzial der Reifen und des Motorrads nutzen. Daran müssen wir arbeiten. Zumindest konnten wir an diesem Wochenende ein paar Punkte in der WM gutmachen."


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