Superbike - Toseland: Enger Sechskampf um den WM-Titel

Ex-Champion glaubt an spannende Saison

Der Ex-Superbike-Weltmeister analysiert im Gespräch das aktuelle Kräfteverhältnis und erläutert, warum Honda und Ducati nicht vorne dabei sind.
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Motorsport-Magazin.com - In knapp zwei Wochen macht der Superbike-Zirkus Halt im Motorland Aragon, wo das zweite Rennwochenende der Saison 2014 stattfindet. Beim Auftakt Ende Februar auf Phillip Island gab es einige Überraschungen: Suzuki war konkurrenzfähig, während Weltmeister Tom Sykes Probleme hatte, die Pace an der Spitze mit zu gehen.

Nun äußerte sich James Toseland zum Kräfteverhältnis in der Meisterschaft nach dem Saisonauftakt. Laut seiner Einschätzung steht uns in diesem Jahr ein extrem ausgeglichener Kampf um den WM-Titel bevor: "Ich habe gedacht, Eugene Lavertys Leistung mit der Suzuki war überragend, so von hinten zu kommen und das Rennen zu gewinnen. Ich glaube, wenn er nicht ausgefallen wäre, hätte er beide Rennen gewinnen können."

Aprilia erneut die Messlatte

Die Aprilia ist mit beiden Piloten, Melandri und Guintoli, stark und wird wieder das Bike sein, das es zu schlagen gilt.
James Toseland

"Die Aprilia ist mit beiden Piloten, Melandri und Guintoli, stark und wird wieder das Bike sein, das es zu schlagen gilt. Tom Sykes mochte den Kurs (Phillip Island) nie. Es wird also ein sehr enger Fight und die Weltmeisterschaft. Fünf oder sechs Jungs können um den Titel kämpfen."

Der Saisonauftakt markierte auch gleichzeitig das Debüt der EVO-Klasse. Im Gegensatz zu vielen Ex-Kollegen begrüßt der Brite die Einführung dieser Klasse: "Es musste etwas getan werden, um die Kosten zu senken. Als Sylvain Barrier bei den Tests auf der Strecke war, war er nicht so weit hinten. In Zukunft müssen die Hersteller nicht so viel Geld investieren, um konkurrenzfähiges Material zu liefern."

EVO als Chance für Honda?

Dieser Schritt könnte dazu führen, auch Hersteller wieder konkurrenzfähiger zu machen, die in den letzten Jahren nicht vorne dabei waren. Toseland glaubt, dass die EVO-Klasse somit Honda zugute kommt: "Aprilia, Kawasaki und BMW haben viel Geld in die Entwicklung ihrer Bikes gesteckt. HRC ist bei den Superbikes nicht so sehr involviert wie die anderen Hersteller, aber mit der EVO-Klasse wird sich das hoffentlich wieder ändern."

Bei Ducati hingegen macht er die Probleme auf der technischen Seite aus: "Ducati hat meiner Meinung nach ein grundlegendes Problem mit dem Hub. Sie haben erkannt, dass sie nicht die gleiche Leistung erreichen können. Bei Ducati ist es also ein technisches Problem, bei Honda ein finanzielles. Wenn Honda die Meisterschaft gewinnen möchte, dann können sie das auch schaffen.", so Toseland.


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