Superbike - Guintoli fährt zum ersten Sieg der Saison

Checa und Melandri stürzen

Sylvain Guintoli feierte den Sieg im ersten Australien-Rennen. Eugene Laverty und Michel Fabrizio machten das Aprilia-Podium perfekt.
von

Motorsport-Magazin.com - Bei knapp 30 Grad und strahlendem Sonnenschein starteten die Superbike-Piloten auf Phillip Island in eine weitere spannende Saison. Den allerersten Sieg 2013 schnappte sich nach 22 hart umkämpften Runden Max Biaggis Nachfolger im Aprilia-Werksteam: Sylvain Guintoli. Der Franzose hatte sich im Laufe des Rennens seinen Weg an die Spitze gebahnt. Eugene Laverty und Michel Fabrizio komplettierten das Aprilia-Podium. Max Neukirchner sicherte sich beim Comeback den zehnten Platz.

Eugene Laverty legte bereits zum Start des ersten Rennens vor und zog in der ersten Kurve bereits von Tom Sykes, Marco Melandri und Pole-Setter Carlos Checa davon. Leon Haslam kämpfte sich nach nur zwei Runden auf den dritten Rang nach vorne, während Melandri weiter zurückfiel. Noch in der dritten Runde musste Davide Giugliano mit einem technischen Defekt aufgeben, dabei lag der Aprilia-Pilot zu diesem Zeitpunkt auf dem sechsten Rang.

Pole-Mann bremst sich selbst aus

Während Laverty schon nach zehn der 22 Runden einen Vorsprung von 1.5 Sekunden herausgefahren hatte, kämpfte sich Sylvain Guintoli seinen Weg nach vorne. Der Franzose passierte Checa nach hartem Kampf um Platz zwei und verkürzte den Rückstand auf Laverty mit jeder Runde. Hinter dem Weltmeister von 2011 reihten sich Haslam und das BMW-Duo aus Melandri und Chaz Davies ein. In Runde zwölf kollidierten Checa und Melandri, nachdem Checa zu hart bremste, knallte ihm Melandri direkt ins Heck. Beide flogen heftig ab. Während für Melandri das 'OK' gegeben wurde, fand sich der Ducati-Pilot im Medical Center wieder. Noch während des Rennens wurde Checa ins Krankenhaus nach Melbourne geflogen und wird den zweiten Lauf nicht starten.

Guintoli hatte derweil auf Laverty aufgeholt und hing seinem Teamkollegen direkt am Hinterrad. Der Aprilia-Fahrer ließ sich nicht lange bitten, um an Laverty vorbeizuziehen. Michel Fabrizio war auf Position drei nach vorne gefahren und wurde von Haslam unter Druck gesetzt. Hinter dem Honda-Fahrer reihten sich Loris Baz, Chaz Davies und Sykes ein, der weit zurückgefallen war. Laverty geriet derweilen von Fabrizio unter Druck. Davies luchste Haslam kurz vor Rennende den vierten Rang ab.

Guintoli fuhr in den letzten Runden unangefochten zum ersten Saisonsieg. 1.352 Sekunden hinter ihm rollte Laverty nach hartem Kampf gegen Fabrizio als Zweiter über die Ziellinie. Fabrizio platzierte die dritte Aprilia auf dem Podium. Davies und Sykes folgten hinter dem Red Devils Roma Fahrer im Ziel. Baz musste in den letzten Runden noch nachgeben und seinem Teamkollegen den fünften Rang überlassen, während er beim Phillip-Island-Renndebüt vor Haslam und Jonathan Rea als Sechster ins Ziel kam.

Leon Camier rettete sich nach einem verhaltenen Start noch auf den neunten Rang und fuhr damit nur knapp vor Neukirchner ins Ziel. Der Deutsche sammelte beim Comeback-Rennen also bereits fleißig Punkte. WSBK-Rookie Jules Cluzel fuhr hinter Neukirchner ins Ziel. Ivan Clementi, Alexander Lund, Glen Allerton und Jamie Stauffer komplettierten die Top-15.


Weitere Inhalte:

nach 9 von 13 Rennen
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x